Nachhaltigkeit zählt

Unsere elektronischen Heizkostenverteiler machen Energiesparen einfach

Jeder, der schon mal versucht hat, es zu verstehen, weiß: Das Klima ist eine richtig komplexe Sache. Viele Einflussfaktoren wirken zusammen, aus unzähligen Quellen werden klimaschädliche Emissionen ausgestoßen – und es gibt viele kleine und große Dinge, die jeder tun kann, um es zu schützen. Genau die nehmen wir in den Blick. Und zwar umfassend und systematisch, denn wir sind überzeugt, dass nachhaltiges Handeln immer ganzheitliches Denken voraussetzt. Ein gutes Beispiel, wie wir Ressourceneffizienz und Klimaschutz ganz grundlegend in unsere Produkte und Dienste einbauen, ist der Heizkostenverteiler doprimo 3 radio net.

So viel Klimaschutz in einem so kleinen Gerät: Der Heizkostenverteiler doprimo hilft nicht nur unseren Kunden beim Energiesparen, indem er jederzeit Übersicht über die Verbräuche und damit Einsparpotenziale bietet. Dank seiner schlanken CO2-Bilanz und der ressourcenschonenden Herstellung ist er auch selbst durch und durch Klimaschützer. Zum Einsatz kommt er, um die Heizkosten in Miethäusern mit mehreren Parteien korrekt abrechnen zu können. Am Heizkörper montiert, ermittelt der elektronische Heizkostenverteiler den exakten Energieverbrauch. Zwei Superkräfte sind in dem kleinen Kunststoffgehäuse verborgen: Exakte Messung und Datenübermittlung per Funknetzwerk.

Genau gemessen …

Das Gerät ist mit zwei Sensoren ausgestattet. Während einer die Temperatur der Oberfläche des Heizkörpers misst, erfasst der andere die der Raumluft. Sobald die Temperatur des Heizkörpers 22 °C überschreitet und mindestens 4,5 °C wärmer ist als die Raumluft, erkennt das Gerät, dass geheizt wird, und beginnt, die Höhe der Differenz und die Dauer der Wärmeabgabe aufzuzeichnen. Aus diesen beiden Faktoren wird dann der Wärmeverbrauch berechnet und gespeichert.

… und flott gefunkt.

Für die Übermittlung der Daten an ista gehen wir mit dem doprimo 3 radio net ganz neue, oder besser gesagt: weniger Wege. Denn durch die serienmäßig integrierte Funkschnittstelle ist die persönliche Ablesung durch den Techniker verzichtbar – und damit auch die Emissionen, die seine Anfahrt verursacht. Drei Varianten für die Auslesung stehen zur Verfügung: Die Daten können entweder mit einem mobilen Erfassungsgerät aufgezeichnet werden. Bei dieser „walk by“-Methode bleiben die Heizkostenverteiler ständig in Empfangsbereitschaft. Wenn dagegen eine stationäre Kommunikationseinheit im Treppenhaus installiert ist, wird in regelmäßigen Abständen eine Funkverbindung aufgebaut, um die Daten per Fernauslese über das Mobilfunknetz abzurufen und sicher auf unsere Server zu übertragen. Und auch wenn es mittlerweile anders geht: Die klassische Ablesung in der Wohnung ist nach wie vor möglich.

Sparen nach Zahlen

Und wie hilft der doprimo unseren Kunden nun beim Energiesparen? Zunächst einmal stellt er Informationen bereit. Die Heizkostenverordnung (HKVO) regelt seit 1981, dass jeder Mieter eine eigene, verbrauchsabhängige Abrechnung erhalten muss. So sieht jeder, wieviel Energie er tatsächlich verbraucht hat, kann seinen Verbrauch optimieren und erkennen, wie er durch effizientes Heizen Klimabelastung und Kosten reduzieren kann. Allerdings kommt die Abrechnung nur einmal im Jahr. Der große Vorteil des doprimo ist, dass Kunden ihren Verbrauch jederzeit ganz transparent einsehen können. Denn das LC-Display am Heizkostenverteiler zeigt auf Knopfdruck den aktuellen Verbrauchswert und zum Vergleich den Stichtagswert des vorigen Jahres. Weitere Angaben, wie etwa die letzten 14 Monatsendwerte, sind auf dem Gerät gespeichert und können ebenfalls ausgelesen werden.
Aber der Heizkostenverteiler unterstützt nicht nur Mieter dabei, aktiv Energie einzusparen. Auch seine eigene CO2-Bilanz kann sich durchaus sehen lassen. Eine Lebenszyklusanalyse des doprimo 3 radio net hat gezeigt: Die verbrauchsgerechte Heizkostenabrechnung spart im gesamten Lebenszyklus 158-mal so viel CO2 ein, wie sie verursacht. Dafür wurde die CO2-Belastung über den gesamten Lebenszyklus eines Geräts betrachtet. Dieser beträgt durchschnittlich zehn Jahre und schließt Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport, Montage, Nutzung und auch die Entsorgung beziehungsweise das Recycling ein. Ermöglicht wird die positive Bilanz vor allem durch viele kleine Schritte entlang unserer Wertschöpfungskette, bei der wir in unseren eigenen Prozessen einen möglichst niedrigen CO2-Ausstoß im Blick haben.

Unsere Lieferkette: Global nachhaltig

Viele einzelne Bestandteile machen den Heizkostenverteiler aus. Wir wählen unsere Lieferanten international aus und stellen unsere Lieferkette so zusammen, dass sie möglichst ausfallsicher und nachhaltig ist – von der Herstellung in Südostasien über den Transport bis hin zu unserem Zentrallager in Niedersachsen.

Wieder von vorn anfangen – Recycling

Am Ende seiner etwa zehnjährigen Lebenszeit wird der doprimo sorgfältig recycelt. Nachdem er durch einen neuen Heizkostenverteiler ausgetauscht wurde, wird er in Deutschland zur Zerlegung zu unserem langjährigen Partner Stiftung Haus Hall transportiert. In den Werkstätten der Stiftung arbeiten Menschen mit Behinderung und sorgen dafür, dass wertvolle Ressourcen wieder in den Wertstoffkreislauf zurückzuführt werden. Und das in großem Umfang: Allein im vergangenen Oktober wurden hier 33 Gitterboxen mit insgesamt 8.352 kg bearbeitet, also zerlegt, sortiert, für den Transport verpackt und zur weiteren Verarbeitung oder zur umweltgerechten Entsorgung an Partnerbetriebe weitergeleitet. Altgeräte aus dem Ausland werden in vergleichbaren lokalen Entsorgungsunternehmen recycelt.

Einfach das Klima schützen

Von vorn bis hinten nachhaltig und klimabewusst – der doprimo zeigt, wie es geht. Wer genau hinschaut, erkennt viele kleine und große Möglichkeiten, etwas für die Erhaltung von Umwelt und Ressourcen zu tun und so die komplexe Herausforderung Klimawandel in vielen kleinen Schritte in Angriff zu nehmen. Zusammengenommen ergeben sie unsere Unternehmensstrategie: Wir machen Klimaschutz einfach – unseren Kunden, unseren Partnern und uns selbst!

Eine kurze Geschichte der Heizkostenerfassung

1957

Der erste Heizkostenverteiler wird patentiert. Er arbeitet mit dem Verdunstungsprinzip: Je nach Temperatur des Heizkörpers verdunstet die Flüssigkeit in einem daran gefestigten Glasröhrchen. Eine Skala misst den Stand.

Um 1980

ista entwickelt den europaweit ersten elektronischen Heizkostenverteiler, der mit höherer Ablesegenauigkeit und besserem Anzeigeverhalten punktet.

1986

Mit der digitalen Speicherfunktion erweitert ista den Nutzen des elektronischen Heizkostenverteilers für den Kunden.  

1995

Mit der Einführung des ersten doprimo ist die Digitalisierung auch im Bereich Heizkostenverteiler endgültig angekommen: Ausgestattet mit einer digitalen Schnittstelle, macht er die automatische Auslesung und Programmierung mit mobilen Geräten möglich.

1997

Die Fernauslesung startet ihren Siegeszug, der neue doprimo Funk macht’s möglich.

2006

Das Funkverfahren wird auf ein bidirektionales Übertragungsverfahren umgestellt. Bis heute ist das Branchenstandard.

2008

Der doprimo 3 radio net kommt auf den Markt. Der funk- und netzwerkfähige Heizkostenverteiler zur vollautomatischen Datenübertragung ist heute unser Kernprodukt. Allein in Deutschland sind aktuell rund 14 Millionen Exemplare im Einsatz – weltweit 23 Millionen.

… und morgen?

Das Smart Home kommt – vernetzte intelligente Geräte werden das Wohnen noch bequemer machen. Zentral sind dabei Netzwerktechnologien wie das Narrowband Internet of Things – gut möglich, dass auch die Heizkostenverteiler bald mitfunken.