Glossar für die Wohnungswirtschaft

Von A bis Z finden Sie hier relevante Informationen aus der Wohnungswirtschaft.

Kappungsgrenze

Zum 1. September 2001 ist die Kappungsgrenze bei Mieterhöhungen gesunken. Das bedeutet: Innerhalb von drei Jahren darf der Vermieter die Miete jetzt höchstens um 20 Prozent (bisher 30%) anheben. Ausnahmen gelten nach § 558 Abs. 3 BGB bei Mieterhöhungen wegen Modernisierungen oder Betriebskostenerhöhungen. Die Senkung von 30 auf 20 Prozent wurde am 1. September diesen Jahres durch das Mietrechtsreformgesetz eingeführt. Sie gilt für Erhöhungsverlangen, die ab dem 1.9.2001 zugegangen sind. Diese Obergrenze gilt auch, wenn die Miete länger als drei Jahre nicht erhöht wurde. Daneben gilt die Beschränkung des § 558 Abs. 1 BGB, sodass eine Mieterhöhung immer nur bis zur Höhe der ortsüblichen Miete erfolgen kann. Die Kappungsgrenze ist nach der vertraglich vereinbarten Miete zu berechnen. Ist eine Brutto- oder Inklusivmiete vereinbart, ist dies die Ausgangsmiete. Neben der Miete getrennt gezahlte Betriebskosten bleiben unberücksichtigt. Quelle: Vermieter-Lexikon (Ausgabe Viterra aktuell 4/2001)

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