Erbbaurecht

Wer das nötige Kleingeld nicht hat, aber gerne im eigenen Heim wohnen möchte, kann sich bei der Kommune oder bei einem kirchlichen Träger nach einem günstigen Erbbaugrundstück erkundigen. Wird er fündig, kann er ein Haus auf einem fremden Grundstück errichten und es wie ein Eigentümer nutzen. Nach Ablauf einer bestimmten Frist, meist nach 99 Jahren, fällt das Grundstück wieder an den Eigentümer zurück. Während des vereinbarten Zeitraums kann der Hauseigentümer über das Gebäude frei verfügen, es also vermieten, umbauen oder erneuern. Das Erbbaurecht kann er verkaufen, mit Grundschulden belasten und vererben. Der Vorteil: Der Bauherr kann mit geringem Eigenkapital ein Haus bauen, weil die Finanzierung des Grundstücks entfällt. Im Gegenzug werden Erbbauzinsen fällig, die sich im Lauf der Jahre erhöhen können.

Quelle: Ausgabe Viterra aktuell 3 / 2001

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