Heizkostenschätzung

Wenn die Heizkostenverteiler nicht abgelesen werden konnten, weil der Mieter am Tag der Ablesung nicht zu Hause war, ist es nach den Vorschriften der Heizkostenverordnung möglich, die Verbrauchswerte für Heizung und Warmwasser zu schätzen. Als Grundlage hierfür können Vorjahreswerte herangezogen werden oder der Verbrauch in einer vergleichbaren Nachbarwohnung. Eine Schätzung ist auch dann zulässig, wenn einzelne Heizkostenverteiler ausgefallen sein sollten. Falls sich eine Schätzung auf eine Wohn- oder Nutzfläche von mehr als 25 Prozent der für die Abrechnung maßgeblichen Gesamtfläche bezieht, dürfen alle Heizkosten nicht geschätzt werden. In diesem Fall müssen alle Kosten pauschal nach Quadratmetern berechnet werden, was normalerweise bisher nur bei verbrauchsunabhängigen Grundkosten möglich war. Will der Mieter eine Schätzung vermeiden, muss er an dem mitgeteilten Ablesetag zu Hause sein oder den Zutritt zur Wohnung auf andere Art und Weise ermöglichen. Quelle: Hausbesitzer-Lexikon 2002 (Ausgabe Viterra aktuell 3/2002)

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