Wohnkostenbelastung

Wer sich dem anhaltenden Trend zu immer höheren Wohnkosten entziehen will, muss frühzeitig Wohneigentum erwerben. Auf diesen Nenner lässt sich eine Studie des Forschungsinstituts empirica zum Spar- und Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland bringen.
Die wissenschaftliche Untersuchung im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) hatte zum Gegenstand, wie sich die Wohnkostenbelastung von Mietern und Eigentümern im Zeitablauf üblicherweise entwickelt. Das Ergebnis war eindeutig. Zwar profitieren Mieter in jungen Jahren von einer verhältnismäßig niedrigen Belastung, die Zeche müssen sie dafür aber im Alter zahlen. Anders bei Wohneigentümern. Ihre Sparanstrengungen in den ersten Jahren werden später belohnt – durch deutlich sinkende Wohnkosten im Alter. Die Analyse zeigte, dass die durchschnittliche Wohnkostenbelastung von 35- bis 39-jährigen Mietern mit 17 Prozent nur halb so hoch wie die der gleichaltrigen Eigentümer ist. Dieser Kostenvorteil der Mieter schwindet jedoch mit jedem Jahr, in dem die Eigentümer Tilgungsleistungen erbringen und ihre Finanzierungslast drücken. In der Altersgruppe der 50- bis 54-Jährigen schließlich wendet sich das Blatt. Weitere fünf Jahre später sind die Eigentümer bereits deutlich im Vorteil.

Quelle: Ausgabe Viterra aktuell 2 / 2003

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