Ihre Fragen - unsere Antworten
Hier haben wir die wichtigsten Fragen und deren Antworten für Sie zusammengestellt.
Fragen zur Ablesung & Abrechnung
Das kann mehrere Gründe haben: Meistens geschieht dies, weil die technische Lebensdauer der Geräte abgelaufen ist, oder der Ableser hat beim Ablesen eine Funktionsstörung festgestellt, die er nicht gleich beheben konnte.
Wir bzw. unsere Ableser lesen alle Messgeräte ab, die zur Berechnung Ihrer Heizkosten - ggf. auch zur Wasserverbrauchsberechnung - im Objekt installiert sind, um im Auftrag Ihrer Hausverwaltung/Ihres Vermieters die verbrauchsabhängige Abrechnung der Kosten durchzuführen.
Fragen zu den Geräten
Wasserzähler werden in das Rohrleitungsnetz eingebaut. Die Anzeige erfolgt in den gesetzlichen Einheiten Liter und Kubikmeter. Unterschieden werden sie in Kalt- oder Warmwasserzähler und mechanische und elektronische Wasserzähler.
Es handelt sich um eine physikalisch exakte Masseinheit. Die Anzeige erfolgt auf einem Rollzählwerk in cbm mit 2 bis 3 Nachkommastellen.
Wasserzähler werden in den jeweiligen Warm- bzw. Kaltwasserzulauf des Nutzers eingebaut. Das Wasser wird durch ein Flügelrad im Innern des Zählers geleitet. Dieses Rad wiederum treibt ein Zählwerk an, in dem der Verbrauch in cbm/Liter registriert und angezeigt wird.
Bei einem zeitweiligen Mitlaufen des Zählers ohne Zapfprofil handelt es sich um eine installationsseitige Folgeerscheinung, die nicht auf den Wasserzähler selbst oder dessen Funktion zurückführen ist. Im Nachfolgenden stellen wir Ihnen einige Möglichkeiten dar, die als Ursachen der beschriebenen Funktionsweise herangezogen werden können. Sanitär-Armaturen mit Querströmen: Durch undichte Sanitär-Armaturen (z. B. Einhebel-Mischbatterien) können Querströme von der Kalt- zur Warmwasserseite oder umgekehrt fliessen. Grundsätzlich ist zu dieser Reklamation festzustellen, dass ein Wasserzähler aufgrund des rein mechanischen Prinzips nur anzeigen kann, wenn auch wirklich eine Wasserbewegung stattfindet. Bei dem geschilderten Fall kann es vorkommen, dass beispielsweise auf der Kalt- oder Warmwasserseite in einer anderen Wohnung gezapft wird. Aufgrund des abfallenden Drucks innerhalb des Leitungssystems kann dann Warmwasser/Kaltwasser über eine nicht querflussfreie Mischbatterie in den anderen Wasserkreislauf gedrückt werden und bewirkt somit ein Mitlaufen eines Wasserzählers (Bewegung des Wassers in Fliessrichtung). Druckstöße: Andere Fehlursachen können Druckstösse in einer Rohrleitung oder undichte Armaturen im Auslauf sein.
Nach unserer Erfahrung treten Geräusche auf, wenn die Einsatzgrenze der Durchflussmenge des jeweiligen Zählertyps erheblich überschritten wird. Daher bitten wir zu prüfen, ob die reale Durchflussmenge in den Einsatzgrenzen liegt, die bei der Auswahl des Gerätes zugrunde gelegt wurden. Sollte dies nicht der Fall sein, muss ein dem Volumenstrom entsprechender Zähler eingebaut werden.
Differenzen zwischen Hauptwasserzähler und Nebenzählern sind im Abrechnungsverfahren durchaus bekannt und grösstenteils durch technische Begebenheiten begründet. Wir führen Ihnen nachfolgenden einige Punkte auf, die als Ursachen solcher Differenzen herangezogen werden können. Schleichmengen nicht korrekt schliessender Armaturen (Druckspüler, Spülkästen, Mischbatterien) werden z. B. von einem Hauptwasserzähler erfasst, da sie sich innerhalb eines Leitungssystems summieren und somit eine grössere Durchflussleistung ergeben. Bei einem Nebenzähler, der nur eine nicht korrekt schliessende Armatur innerhalb seines Zählbereiches hat, ist es möglich, dass diese Schleichmengen aufgrund der vorgegebenen Messbereichsgrenzen nicht erfasst werden. Als weitere Ursache kommt auch eine zeitliche Verschiebung der Ablesetermine zwischen dem Hauptwasserzähler und den Nebenzählern in Frage. So ist es z. B. möglich, dass auch innerhalb weniger Tage grosse Wassermengen entnommen werden. Zusätzlich stellt sich bei der Analyse der Differenzmengen oftmals heraus, dass Allgemein-Zapfstellen, z. B. Füllleitungen der Heizungsanlage, Aussenzapfstellen und Zapfventile innerhalb von Waschküchen, vielfach nicht mit Wasserzählern ausgestattet sind. Auch in derartigen Fällen ist davon auszugehen, dass zum Teil erhebliche Wassermengen entnommen, nicht aber als Einzelmenge bewertet werden.
In den vorliegenden Fällen handelt es sich um Beschlag-Bildung infolge anhaltender Feuchtigkeitsverhältnisse innerhalb der Räume bzw. der Einbauräume (Duschkabine o. ä.). Bei Bestätigung Ihres Verdachtes, also Undichtigkeit innerhalb der Geräte, würden unter Einwirkung des Systemdruckes grössere Mengen Wasser austreten und entsprechend Schäden im Bereich der Zähler bzw. deren Umfassungswände auslösen. Die Beschlag-Bildung hat keinen direkten Einfluss auf die Funktion der Wasserzähler und kann nur durch ausreichende Belüftung der Einbauräume oder Schächte abgestellt werden.
Es handelt sich um eine physikalisch exakte Masseinheit. Die Anzeige erfolgt auf einem Rollenzählwerk oder LCD-Anzeige in kWh, mWh, G-Joule oder G-Kalorien.
Ein Wärmezähler besteht aus einem Wasserzähler, zwei Messfühlern und einem elektronischen Rechenwerk mit LCD-Anzeige. Der erste Fühler misst die Vorlauf-, der zweite die Rücklauftemperatur des Heizstranges der Wohnung. Der Wärmezähler registriert die Heizwassermenge und Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf.
Nach unserer Erfahrung treten Geräusche auf, wenn die Einsatzgrenze der Durchflussmenge des jeweiligen Zählertyps erheblich überschritten wird. Deshalb ist zu prüfen, ob die reale Durchflussmenge in den Einsatzgrenzen liegt, die bei der Auswahl des Gerätes zugrunde gelegt wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, muss ein dem Volumenstrom entsprechender Zähler eingebaut werden.
Elektronische Heizkostenverteiler erfassen mit Fühlern die Temperatur von Heizkörpern präziser, schneller und feiner abgestuft als es mit klassischen Verdunstern möglich ist. Ein Mikro-Chip modernster Bauart rechnet blitzschnell mit den erfassten Verbrauchswerten und berücksichtigt auch feinste Temperaturunterschiede, die sich aus der Differenz zwischen den vom Fühler ermittelten Werten und einem programmierten Festwert für 20 ° C Raumlufttemperatur ergeben (Einfühlersystem). Er wandelt diese Werte um in ablesbare Anzeigewerte. Je höher die Wärmeabgabe des Heizkörpers ist, desto stärker verändern sich die angezeigten Verbrauchswerte. Elektronische Heizkostenverteiler, die als Zweifühlersystem arbeiten, erfassen neben der Heizkörpertemperatur auch die Raumlufttemperatur. Aus diesen Werten ermitteln sie eine Temperaturdifferenz. Diese bestimmt die Anzeigegeschwindigkeit des Gerätes entsprechend der Wärmeabgabe des Heizkörpers. Die Einheiten werden in einem gut ablesbaren LC-Display angezeigt. Die Geräte speichern den programmierten Stichtag sowie entsprechende Monatsendwerte.
Es handelt sich um eine LCD-Anzeige, die in der Regel - je nach Gerätetyp Stichtagsspeicherung zum Ende des Abrechnungszeitraumes (Stichtagsspeicherung ist möglich, aber nicht zwingend Grundlage für die Abrechnung) - fortlaufend ist.
Nein. Selbst bei gleichem Brennstoffverbrauch in verschiedenen Heizperioden kann es zu unterschiedlichen Verbrauchsanzeigen kommen. Das hängt u. a. mit den unterschiedlichen Aussentemperaturen, der Länge der Heizperiode etc. zusammen. Trotzdem bleibt die Verteilung gerecht, da sämtliche Ablesewerte eines Hauses addiert und den gesamten Heizkosten gegenübergestellt werden.
In Ihrer Liegenschaft sind Heizkostenverteiler zu Erfassung des anteiligen Wärmeverbrauchs installiert. Bei Heizkostenverteilern handelt es sich um Messhilfsverfahren, um den anteiligen Wärmeverbrauch zu ermitteln. Dieser Verbrauch wird nicht wie bei Wärmezählern in einer physikalischen Einheit angezeigt, was aufgrund des Messprinzips, nach welchem Heizkostenverteiler arbeiten, nicht möglich ist. Alle Heizkostenverteiler machen von dem Zusammenhang zwischen Heizkörperwärmeleistung und Übertemperatur des Heizkörpers Gebrauch.
Nach der Europanorm (EN 834 und EN 835) müssen als Befestigungsort am Heizkörper für Heizkostenverteiler (HKV) solche Stellen auf der Heizfläche gewählt werden, an denen sich für einen möglichst großen Betriebsbereich ein hinreichender Zusammenhang zwischen Anzeigewert und Wärmeabgabe des Heizkörpers ergibt.
Größere Heizkörper weisen nach physikalischen technischen Untersuchungen mehrere solcher Temperaturmittelpunkte auf, so dass nach der EN Norm bei großen Heizkörpern die Montage mehrerer HKV zulässig ist.
Es ist aus vielen Liegenschaften bekannt, dass je nach Art, Größe und Beschaffenheit eines Heizungssystems Verluste in unterschiedlicher Höhe in Ansatz zu bringen sind. Es muss insbesondere berücksichtigt werden, dass nicht allein der feuerungstechnische Wirkungsgrad einer Anlage entscheidend ist. Gerade auch die Abstrahlungs-, Auskühlungs- und Rohrleitungsverluste tragen erheblich zu den Gesamtmengen bei.