Allgemeine Fragen

Warum müssen Wärmezähler und Wasserzähler nach 5 Jahren ausgetauscht werden?

Wasserzähler und Wärmezähler unterliegen dem Maß- und Eichgesetz und das verlangt einen Austausch der Zähler nach 5 Jahren.
Übrigens, nach dem Maß- und Eichgesetz dürfen Messgeräte deren Nacheichfrist (5 Jahre) abgelaufen ist, nicht mehr verwendet oder bereitgehalten werden.

Die Heizkostenverteiler in meiner Wohnung zeigten viel geringere Verbrauchseinheiten ggü. dem Vorjahr an, trotzdem wurden mir höhere Kosten belastet. Warum?

Die Heizkostenverteiler stellen ein sogenanntes Hilfsverfahren dar zur Aufteilung der von der Hausverwaltung angegebenen und für eine Abrechnungsperiode abzurechnenden Kosten. Dies bedeutet, dass die abgelesenen Werte an sich noch keine Aussage für die Höhe des Verbrauches eines Nutzer zulassen. Erst die Gesamtheit, der bei allen Nutzern ermittelten Ablesewerte, ermöglicht die Aufteilung der Kosten im Verhältnis der abgelesenen Werte.

Wie kann es sein, dass bei gleichem Brennstoffverbrauch verschiedener Heizperioden unterschiedliche Verbrauchsanzeigen auftreten können?

Bei der Beurteilung der Zuordnung der gesamten Verbrauchswerte der Heizkostenverteiler ist zu beachten, dass auch bei gleichem Brennstoffverbrauch verschiedener Heizperioden unterschiedliche Verbrauchsanzeigen auftreten können.

Dieser Sachverhalt ist durch die überproportionale Zunahme der Verdunstungsgeschwindigkeit mit der Messflüssigkeitstemperatur zu erklären. Durch dieses Verhalten erhält man trotz gleichen Wärmeverbrauches in einer kurzen Heizperiode mit tiefen Außentemperaturen (hohen Heizflächentemperaturen) eine höhere Anzeige als in einer längeren mit höheren Aussentemperturen (tiefen Heizflächentemperaturen).

Diese Tatsache bedeutet jedoch nicht, dass die Messgeräte eine fehlerhafte Verteilung mit sich bringen. Es wird in jeder Heizperiode die jeweilige witterungsabhängige Verbrauchanzeige der Verteilung zu Grunde gelegt und führt damit trotz unterschiedlicher Gesamtanzeige zu einer richtigen Verteilung. Hier ist zu betonen, dass die Verdunstungsgeräte keine physikalisch exakten Messgeräte darstellen, sondern nur zur Verteilung entstandener Kosten eingesetzt werden dürfen.

Zu welchen Konsequenzen führen Geräte außerhalb der Eichfrist?

Das Maß- und Eichgesetz schreibt für alle im rechtsgeschäftlichen Verkehr verwendeten Wärme- und Wasserzähler die Eichung bzw. Beglaubigung durch eine staatlich anerkannte Prüfstelle vor.
Die Gültigkeitsdauer der Eichung bzw. Beglaubigung beträgt für Wärme- und Wasserzähler 5 Jahre. Nach dieser Zeitspanne müssen die Geräte durch neu beglaubigte ausgetauscht werden.

Dies trifft auch für sogenannte Wohnungs-, Etagen- und Zwischenzähler zu, die im Besitz von Privatpersonen sind. Hausgemeinschaften und Wohnungseigentümer können die Eichpflicht auch nicht durch Beschluss umgehen.

Gemäß Maß und Eichgesetz liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, wenn nicht geeichte oder nicht beglaubigte Zähler zum Einsatz kommen. Dies kann mit einer Geldbuße geahndet werden.
Außerdem ist eine Abrechnung mit Verbrauchswerten, die durch nicht geeichte / beglaubigte Zähler erfasst wurden, anfechtbar.

Kann ich als Hausverwalter die Bedienungskosten der Heizungsanlage auf die Mieter / Eigentümer umlegen?

Gemäß § 2 HeizKG können sowohl die Energiekosten der gemeinsamen Wärmeversorgungsanlage wie auch die sonstigen Kosten des Betriebes umgelegt werden. Sonstige Kosten des Betriebes sind alle übrigen Kosten des Betriebes, zu denen die Kosten für die Betreuung und Wartung einschließlich des Ersatzes von Verschleißteilen – insbesondere von Vorrichtungen zur Erfassung (Messung) der Verbrauchsanteile – und die Kosten der Abrechnung, nicht aber der Aufwand für Erhaltung oder Verbesserung der gemeinsamen Wärmeversorgungsanlage zählen (§ 2 Z10 HeizKG).

Mir als Mieter sind in der Heizkostenabrechnung Brennstoffverbräuche berücksichtigt worden, die vor / nach meinem Auszug getätigt worden sind. Ist das rechtens?

Die Berücksichtigung von Brennstoffkosten vor / nach dem Nutzerwechsel bedeutet keine Unwirksamkeit der Abrechnung gegenüber dem einziehenden / ausziehenden Nutzer.

Zwar können hierbei gewisse Nachteile für den einziehenden / ausziehenden Nutzer entstehen, diese Nachteile sind jedoch vom Nutzer in Kauf zu nehmen; ein Verstoß gegen Treu und Glauben ist nicht begründet. Es entspricht vielmehr der Billigkeit, wenn die Kosten der während der gesamten Abrechnungsperiode bezogenen Brennstoffmengen zusammengerechnet werden und auf diese Weise ein Mischpreis für alle Nutzer, die während der Abrechnungsperiode in der Liegenschaft gewohnt haben, gebildet wird. Auf der Grundlage dieses Mischpreises (Gesamtkosten) ist dann am Schluss der Abrechnungsperiode eine dem Nutzerwechsel gerecht werdende Abrechnung zu erstellen.

Es würde für den Vermieter / Verwalter - auch im Verhältnis zu den übrigen Nutzparteien - zu völlig untragbaren Ergebnissen führen, wenn der Vermieter / Verwalter beim Einzug/ Auszug eines jeden Nutzers nur für diesen - auf der Grundlage der tatsächlich bis zum Einzug bzw. Auszug anfallenden Kosten - abrechnen müsste.

Wer trägt die Kosten der Wärmeabnehmerwechselgebühr?

Die hier in Frage gestellte Wärmeabnehmerwechselgebühr wird für die Verarbeitung der Daten dem ausziehenden Wärmeabnehmer berechnet.
Selbstverständlich sind Sonderkosten, wie z.B. die Wärmeabnehmerwechselgebühren, nach dem Verursacherprinzip direkt zuzuordnen und von der betroffenen Parteie zu tragen.

Wer trägt die Kosten für die Zwischenablesegebühr?

Gemäß § 23 HeizKG kann im Fall eines Wärmeabnehmerwechsels der scheidende oder der neue Wärmeabnehmer verlangen, daß auf seine Kosten eine Zwischenermittlung der auf da Nutzungsobjekt entfallenden Verbrauchsanteile vorgenommen wird.
Die Kosten werden demjenigen Wärmeabnehmer angelastet, der die Zwischenmittlung verlangt hat.

Wieso wird nach einem Wärmeabnehmerwechsel nicht immer eine Zwischenablesung durchgeführt?

Wird keine Zwischenablesung durchgeführt so werden die verbrauchabhängigen Energiekosten der Heizung nach anerkannten Regeln über Heizgradtagszahlen verteilt. Alle übrigen Kosten werden auf den scheidenden und den einziehenden Wärmeabnehmer nach Kalendertagen verteilt.

Trotz sparsameren Verbrauchsverhalten im Umgang mit Heizenergie, musste ich trotzdem das Gleiche/ mehr für eine Heizkostenverteilereinheit zahlen als im Vorjahr. Wie kann das sein?

In Ihrer Liegenschaft sind Heizkostenverteiler zur Erfassung des anteiligen Wärmeverbrauchs installiert. Bei Heizkostenverteilern handelt es sich um ein Messhilfsverfahren, um den anteiligen Wärmeverbrauch zu erfassen. Dieser Verbrauch wird nicht wie bei Wärmezählern in einer physikalischen Einheit angezeigt, was aufgrund des Messprinzips, nach welchem Heizkostenverteiler arbeiten, nicht möglich ist.
Vielmehr werden die umlegbaren Kosten einer Abrechnungsperiode entsprechend der Verhältnisse der Ableseergebnisse auf die Wärmeabnehmer aufgeteilt. Somit kann sich ein jährlich unterschiedlicher Preis der Heizkostenverteilereinheiten ergeben. Alle Heizkostenverteiler machen von dem Zusammenhang zwischen Heizkörperwärmeleistung und Übertemperatur des Heizkörpers Gebrauch.

Warum ist es manchmal nötig Heizkörper mit zwei oder mehr Heizkostenverteilern auszustatten?

Nach der Europanorm (EN 834 und EN 835) müssen als Befestigungsort am Heizkörper für HKV solche Stellen auf der Heizfläche gewählt werden, an denen sich für einen möglichst großen Betriebsbereich ein hinreichender Zusammenhang zwischen Anzeigewert und Wärmeabgabe des Heizkörpers ergibt.

Größere Heizkörper weisen nach physikalischen technischen Untersuchungen mehrere solcher Temperaturmittelpunkte auf, so dass nach der EN Norm bei großen Heizkörpern die Montage mehrerer HKV zulässig ist.

Wenn Heizkörper mit zwei oder mehr Heizkostenverteilern ausgestattet werden, werden dann nicht zu viele Einheiten berechnet?

Wenn 2 HKV zu montieren waren, teilt sich der Gesamtwärmeleistungswert des Heizkörpers in der Skalierung auf beide Erfassungsgeräte auf. Die Addition beider Anzeigewerte ergibt den Gesamtverbrauch für diesen Heizkörper.

Kann bei ausgeschalteter Heizung trotzdem eine Verdunstung am Heizkostenverteiler erfolgen?

Grundsätzlich ist eine Verdunstung der Messflüssigkeit auch bei abgestelltem Heizkörper nicht zu verhindern. Bei HKV auf Verdunsterbasis ist die Kaltverdunstung entsprechend der EN - 835 (Europanorm) durch eine Überfüllung der Messampulle über den Skalen-Null-Strich hinaus berücksichtigt.

Warum stimmen die Werte der Wärmezähler nicht mit der ausgewiesenen Menge auf der Rechnung des Energielieferanten überein?

Es ist aus vielen Liegenschaften bekannt, dass je nach Art, Größe und Beschaffenheit eines Heizungssystems Verluste in unterschiedlicher Höhe in Ansatz zu bringen sind. Es muss insbesondere berücksichtigt werden, dass nicht allein der feuerungstechnische Wirkungsgrad einer Anlage entscheidend ist. Gerade auch die Abstrahlungs-, Auskühlungs- und Rohrleitungsverluste tragen erheblich zu den Gesamtmengen bei.

Was ist eine Eichfrist - und was bedeutet diese für Messgeräte und Zähler?

Gesetzliche Grundlage für die Eichpflicht in Österreich ist das Maß- und Eichgesetz.
Ziel des Maß- und Eichgesetzes ist der Schutz des Verbrauchers als Konsument und Bezieher messbarer Leistungen. Eichpflicht besteht gemäß Maß- und Eichgesetz u.a. auch für Wasserzähler sowie für Wärmezähler, wenn sie nach im rechtsgeschäftlichen Verkehr verwendet oder bereitgehalten werden, dass sie ohne besondere Vorbereitung in Gebrauch genommen werden können.

Wärmezähler und Wasserzähler, die im rechtsgeschäftlichen Verkehr verwendet werden, müssen geeicht bzw. beglaubigt sein. Die Gültigkeitsdauer für die Eichung bzw. Beglaubigung beträgt ab Ablauf des Kalenderjahres, in dem das Messgerät geeicht wurde, fünf Jahre. Nach dieser Zeit ist ein Austausch der Wärme- und Wasserzähler erforderlich.

Können bei einem Einrohr-Heizungssystem Wärmezähler eingesetzt und genutzt werden?

Wärmezähler können unter Einhaltung ihrer jeweiligen Einsatzgrenzen in Einrohr-Systemen eingesetzt werden. Das HeizKG sowie die zu Grunde liegenden Normen enthalten diesbezüglich keinerlei Beschränkungen.
In Einrohr-Systemen zirkuliert die Umlauf-Wassermenge aufgrund der Nebenschluss-Anbindung der Heizkörper ständig innerhalb der Ringleitung. Darüber hinaus stellt sich zwischen Vor- und Rücklauf ein Temperaturunterschied ein. Die beschriebene Funktionsweise ist unabhängig von der Einstellung der wohnungsseitigen Heizkörperventile.
Die vorgenannten Parameter werden durch den Wärmezähler bestimmungsgemäß erfasst und führen somit auch zu einer Anzeige des Wärmezählers.

Was ist ein Wärmezähler?

Unsere Microprozessor-Wärmezähler sind physikalisch exakt arbeitende Messgeräte, deren Bauzulassung durch das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen vorgenommen wird. Sie unterliegen den Bestimmungen des Eichgesetzes, d.h. jedes Gerät ist durch staatlich anerkannte Prüfstellen geprüft und beglaubigt.

Wie wird die abgenommene Wärmemenge errechnet?

Zur Ermittlung der abgenommenen Wärmemenge (je Heizkreis) wird im elektronischen Rechenwerk des Gerätes aus dem gemessenen Volumenstrom und der Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauftemperatur des Heizmediums errechnet. Der kumulative Verbrauchswert wird im Display in physikalischen Maßeinheiten (z.B. kWh, MWh) angezeigt.

Warum macht der Wärmezähler Geräusche?

Nach unserer Erfahrung treten Geräusche auf, wenn die Einsatzgrenze der Durchflussmenge des jeweiligen Zählertyps erheblich überschritten wird.Deshalb ist zu prüfen, ob die reale Durchflussmenge in den Einsatzgrenzen liegt, die bei der Auswahl des Gerätes zugrunde gelegt wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, muss ein dem Volumenstrom entsprechender Zähler eingebaut werden.