Ihre Fragen - unsere Antworten

Hier haben wir die wichtigsten Fragen und deren Antworten für Sie zusammengestellt.
Alles rund um unsere Lösungen finden Sie auf den nachfolgenden Seiten.

Häufig gestellte Fragen

Warum sind die Energiekosten bereits in der Jahresabrechnung 2021 deutlich erhöht?

Obwohl in den Medien oftmals als Hauptursache für das Steigen der Energiepreise der Konflikt in der Ukraine genannt wird, kam es bereits in der 2. Jahreshälfte 2021 aus verschiedenen Gründen zu einem massiven Anstieg der Energiekosten. Je nach bestehenden Vertrag mit dem Energielieferanten bzw. vereinbarter Indexierung kann dies daher bereits in der Jahresabrechnung 2021 zu einer wesentlich erhöhten Kostenbelastung führen.

Warum ist meine Vorauszahlung um ein Vielfaches (mehr als 100%) erhöht worden?

Aufgrund des massiven Anstiegs der Energiepreise in den letzten Monaten, werden sich auch die Kosten für die Wärmeversorgung in der nächsten Abrechnung entsprechend erhöhen. Um eine hohe Nachzahlung bei der nächsten Jahresabrechnung zu vermeiden, wurden die monatlichen Vorschreibungen unserseits im Schnitt um 70 -200 % erhöht (abhängig vom jeweiligen Energielieferanten).

Was sind bei der ista Österreich die aktuellen Preise?

Die verrechneten Preise richten sich nach dem Vertrag mit dem Energielieferanten.

Sie finden die Informationen hierfür in Ihrem Einzelwärmeliefervertrag.

In Wien liegt bei Anlagen welche von Wien Energie mit Gas versorgt werden ab dem 4. Quartal 2022 bei 0,22 €/kWh (zuletzt 0,11€/kWh). Bei Anlagen welche mit Strom versorgt werden ist der aktuelle Preis 0,50 € /kWh.

Wie definiert die EED fernauslesbar?

Nach unseren Informationen haben die Mitgliedsstaaten der EU das Recht, selbst zu entscheiden, ob Walk-by- und Drive-by-Systeme als fernauslesbar zählen. Die EU sagt: Grundsätzlich ist jedes System zulässig, für dessen Ablesung man nicht die Wohnung des Endverbrauchers betreten muss.

Ab wann brauche ich fernauslesbare Erfassungsgeräte?

Vorgesehen ist, dass ab der Umsetzung, also dem 25. Oktober 2020, nur noch fernauslesbare Zähler und Heizkostenverteiler eingebaut werden dürfen. Der Bestand an nicht fernauslesbaren Zählern und Heizkostenverteilern muss bis zum Januar 2027 ausgetauscht werden.

Was ist das Ziel der EED?

Nur wer seinen Verbrauch kennt, kann natürliche Ressourcen schonen und den eigenen Energiebedarf senken. Mit diesem Ansatz verfolgt die EU das Ziel, Bewohner für den eigenen Verbrauch zu sensibilisieren und somit Einsparmöglichkeiten zu erkennen. Das schont das Klima und hilft, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Ein angepasstes Verbrauchsverhalten hilft außerdem beim Sparen, denn wer weniger verbraucht, muss auch weniger zahlen.

Warum wird verursachungsgerecht abgerechnet?

Die Nutzer*innen sollen nur dafür bezahlen, was sie auch tatsächlich verbraucht haben. Durch die Montage von Verbrauchserfassungsgeräten und die anschließende gerechte Verteilung der Energiekosten werden die Nutzer*innen für das Thema des ressourcenschonenden Umganges mit Energie sensibilisiert. Das sieht auch die Gesetzgebung so:

Der in Marktstudien gewonnenen Erkenntnis, dass sich durch die Installation von Verbrauchserfassungsgeräten Einsparungen beim Energieverbrauch von bis zu 20 % feststellen lassen, wurde bereits im Erlass des Bundesgesetzes „über die sparsamere Nutzung von Energie durch verbrauchsabhängige Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten (Heizkostenabrechnungsgesetz)“ vom 29. Dezember 1992 Rechung getragen.

Informationen zur Heizkostenabrechnung

Unser Mitarbeiter*innen meldet den Ablesetermin rechtzeitig an, damit zum Ablesetermin alle Verbrauchserfassungsgeräte zugänglich sind. Unseren Ablesemitarbeiter*innen stehen für jede Nutzeinheit vorgedruckte Ablesebelege mit den Daten der messtechnischen Ausstattung zur Verfügung. Damit stellen wir sicher, dass der Verbrauch aller Erfassungsgeräte komplett ermittelt wird. Im Anschluss erhalten Sie zur Dokumentation eine Durchschrift der Ablesebelege. Werden die Ableseergebnisse elektronisch erfasst, erhalten Sie die komplette Dokumentation in Ihrer Abrechnung angedruckt. Zum Ende der Abrechnungsperiode schickt Ihre Hausverwaltung eine Aufstellung der Brennstoff- und Heiznebenkosten an uns. Wir teilen die Gesamtkosten der Versorgungsanlage in die reinen Heizkosten und die anteiligen Warmwasser- und Kältekosten auf.

Aus der Summe der Energiekosten für Heizung, Warmwasser und Kälte werden jeweils zwei Kostenblöcke gebildet:

Der Grundkostenanteil, der die Kosten für die Wärmebereitstellung und für die Leitungsverluste berücksichtigt, kann von dem/der Abgeber*in (Hausverwaltung) gemäß Heizkostenabrechnungsgesetz wahlweise zwischen 25 und 45 Prozent festgelegt werden. Da diese Kosten unabhängig von Ihrem individuellen Verbrauch entstehen, erfolgt ihre Verteilung in der Regel analog zu den Grundflächen der Wohnungen. Dieser Kostenfaktor wird durch Ihr Heizverhalten nicht beeinflusst.

Den restlichen Prozentanteil, also 55 bis 85 Prozent (ab 01.01.2022), bilden dann die Verbrauchskosten, auf deren Höhe Sie durch Ihr Heizverhalten direkten Einfluss nehmen.Nachdem wir bei ista die Ablesewerte erfasst und die Unterlagen von Ihrem/Ihrer Abgeber*in (Hausverwaltung) bekommen haben, erstellen wir eine Gesamtabrechnung für Ihre Hausverwaltung sowie die jeweilige Einzelabrechnung, die Sie von Ihrem/Ihrer Abgeber*in (Hausverwaltung) oder Vermieter*in zugeschickt bekommen.

Welche Kosten können von dem Abgeber auf die Nutzer*innen umgelegt werden?

Umlagefähig beim Betrieb einer gemeinsamen Versorgungsanlage einschl. der Abgasanlage sind folgende Kosten:
 

  • Lieferung und Verbrauch von Energieträgern - Betriebsstrom
  • Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage
  • Regelmäßige Prüfung der Betriebsbereitschaft und -sicherheit einschl. der Einstellung durch einen Fachpersonal
  • Reinigung der Anlage und des Betriebsraumes
  • Gerätebeistellungskosten bzw. Kosten der Nutzung anderer technischer Hilfsmittel zur Verbrauchserfassung
  • Verwendung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung einschl. der Berechnung und Aufteilung


Über die hier aufgeführten Kosten hinaus gibt es allerdings noch weitere umlagefähige Betriebskosten, die Ihre Hausverwaltung per Mietvertrag mit Ihnen abrechnen kann.

Warum müssen Wärmezähler und Wasserzähler nach 5 Jahren ausgetauscht werden?

Wasserzähler und Wärmezähler unterliegen dem Maß- und Eichgesetz. Daher erfolgt alle 5 Jahre ein Austausch der Zähler.
Übrigens, nach dem Maß- und Eichgesetz, dürfen Messgeräte deren Nacheichfrist (5 Jahre) abgelaufen ist nicht mehr verwendet oder bereitgehalten werden.

Die Heizkostenverteiler in meiner Wohnung zeigten viel geringere Verbrauchseinheiten gegenüber dem Vorjahr an, trotzdem wurden mir höhere Kosten belastet. Warum?

Die Heizkostenverteiler ermöglichen ein Verfahren zur Aufteilung der von der Hausverwaltung angegebenen und für eine Abrechnungsperiode abzurechnenden Kosten dar. Dies bedeutet, dass die abgelesenen Werte an sich noch keine Aussage für die Höhe des Verbrauches der Nutzer*innen zulassen. Erst die Gesamtheit, der bei allen Nutzer*innen ermittelten Ablesewerte, ermöglicht die Aufteilung der Kosten im Verhältnis der abgelesenen Werte.

Wie kann es sein, dass bei gleichem Brennstoffverbrauch verschiedener Heizperioden unterschiedliche Verbrauchsanzeigen auftreten können?

Bei der Beurteilung der Zuordnung der gesamten Verbrauchswerte der Heizkostenverteiler ist zu beachten, dass auch bei gleichem Brennstoffverbrauch verschiedener Heizperioden unterschiedliche Verbrauchsanzeigen auftreten können.

Dieser Sachverhalt ist durch die überproportionale Zunahme der Verdunstungsgeschwindigkeit mit der Messflüssigkeitstemperatur zu erklären. Durch dieses Verhalten erhält man trotz gleichen Wärmeverbrauches in einer kurzen Heizperiode mit tiefen Außentemperaturen (hohen Heizflächentemperaturen) eine höhere Anzeige als in einer längeren mit höheren Außentemperturen (tiefen Heizflächentemperaturen).

Diese Tatsache bedeutet jedoch nicht, dass die Messgeräte eine fehlerhafte Verteilung mit sich bringen. Es wird in jeder Heizperiode die jeweilige witterungsabhängige Verbrauchsanzeige der Verteilung zu Grunde gelegt und führt damit trotz unterschiedlicher Gesamtanzeige zu einer richtigen Verteilung. Hier ist zu betonen, dass die Verdunstungsgeräte keine physikalisch exakten Messgeräte darstellen, sondern nur zur Verteilung entstandener Kosten eingesetzt werden dürfen.

Zu welchen Konsequenzen führen Geräte außerhalb der Eichfrist?

Das Maß- und Eichgesetz schreibt für alle im rechtsgeschäftlichen Verkehr verwendeten Wärme- und Wasserzähler die Eichung bzw. Beglaubigung durch eine staatlich anerkannte Prüfstelle vor.
Die Gültigkeitsdauer der Eichung bzw. Beglaubigung beträgt für Wärme- und Wasserzähler 5 Jahre. Nach dieser Zeitspanne müssen die Geräte durch neu beglaubigte ausgetauscht werden.

Dies trifft auch für sogenannte Wohnungs-, Etagen- und Zwischenzähler zu, die im Besitz von Privatpersonen sind. Hausgemeinschaften und Wohnungseigentümer*innen können die Eichpflicht auch nicht durch Beschluss umgehen.

Gemäß Maß und Eichgesetz liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, wenn nicht geeichte oder nicht beglaubigte Zähler zum Einsatz kommen. Dies kann mit einer Geldbuße geahndet werden.
Außerdem ist eine Abrechnung mit Verbrauchswerten, die durch nicht geeichte / beglaubigte Zähler erfasst wurden, anfechtbar.

Welchen Leistungsumfang bietet mir die Garantiewartung für eichpflichtige bzw. wartungsintensive Geräte?

Wir übernehmen u.a. für Sie die Überwachung der Nacheichfrist, die gem. Maß- und Eichgesetz für Wärme- und Wasserzähler 5 Jahre beträgt. Nach dieser Zeitspanne ersetzen wir fristgerecht die Zähler durch neu beglaubigte bzw. geeichte Geräte. Die Garantiewartung für Wärme- und Wasserzähler sowie elektronische Heizkostenverteiler deckt selbstverständlich auch die Kosten des Ausfallrisikos ab.

Kann ich als Hausverwalter*in die Bedienungskosten der Heizungsanlage auf die Mieter*innen / Eigentümer*innen umlegen?

Gemäß § 2 HeizKG können sowohl die Energiekosten der gemeinsamen Wärmeversorgungsanlage wie auch die sonstigen Kosten des Betriebes umgelegt werden. Sonstige Kosten des Betriebes sind alle übrigen Kosten des Betriebes, zu denen die Kosten für die Betreuung und Wartung einschließlich des Ersatzes von Verschleißteilen – insbesondere von Vorrichtungen zur Erfassung (Messung) der Verbrauchsanteile – und die Kosten der Abrechnung, nicht aber der Aufwand für Erhaltung oder Verbesserung der gemeinsamen Versorgungsanlage zählen (§ 2 Z10 HeizKG).

Mir als Mieter*in sind in der Heizkostenabrechnung Brennstoffverbräuche berücksichtigt worden, die vor / nach meinem Auszug getätigt worden sind. Ist das rechtens?

Die Berücksichtigung von Brennstoffkosten vor / nach dem Nutzer*innenwechsel bedeutet keine Unwirksamkeit der Abrechnung gegenüber dem einziehenden / ausziehenden Nutzer*innen.

Zwar können hierbei gewisse Nachteile für die einziehenden / ausziehenden Nutzer*innen entstehen, diese Nachteile sind jedoch von den Nutzer*innen in Kauf zu nehmen; ein Verstoß gegen Treu und Glauben ist nicht begründet. Es entspricht vielmehr der Billigkeit, wenn die Kosten der während der gesamten Abrechnungsperiode bezogenen Brennstoffmengen zusammengerechnet werden und auf diese Weise ein Mischpreis für alle Nutzer*innen, die während der Abrechnungsperiode in der Liegenschaft gewohnt haben, gebildet wird. Auf der Grundlage dieses Mischpreises (Gesamtkosten) ist dann am Schluss der Abrechnungsperiode eine dem Nutzer*innenwechsel gerecht werdende Abrechnung zu erstellen.

Es würde für die Vermieter*innen / Verwalterung - auch im Verhältnis zu den übrigen Nutzparteien - zu völlig untragbaren Ergebnissen führen, wenn die Vermieter*innen / Verwaltung beim Einzug / Auszug der Nutzer*innen nur für diesen - auf der Grundlage der tatsächlich bis zum Einzug bzw. Auszug anfallenden Kosten - abrechnen müsste.

Wer trägt die Kosten der Abnehmerwechselgebühr?

Die hier in Frage gestellte Abnehmerwechselgebühr wird für die Verarbeitung der Daten dem ausziehenden Abnehmer berechnet.
Selbstverständlich sind Sonderkosten, wie z.B. die Abnehmerwechselgebühren, nach dem Verursacherprinzip direkt zuzuordnen und von der betroffenen Parteie zu tragen.

Wer trägt die Kosten für die Zwischenablesegebühr?

Gemäß § 23 HeizKG kann im Fall eines Abnehmerwechsels der scheidende oder der neue Abnehmer verlangen, dass auf seine Kosten eine Zwischenermittlung der Verbrauchsanteile vorgenommen wird.
Die Kosten werden demjenigen Abnehmer angelastet, der die Zwischenermittlung verlangt hat.

Wieso wird nach einem Abnehmer*innenwechsel nicht immer eine Zwischenablesung durchgeführt?

Wird keine Zwischenablesung durchgeführt so werden die verbrauchsabhängigen Energiekosten der Heizung nach anerkannten Regeln über Heizgradtagszahlen verteilt. Alle übrigen Kosten werden auf die scheidenden und die einziehenden Abnehmer*innen nach Kalendertagen verteilt.

Trotz sparsameren Verbrauchsverhalten im Umgang mit Heizenergie, musste ich trotzdem das Gleiche/ mehr für eine Heizkostenverteilereinheit zahlen als im Vorjahr. Wie kann das sein?

In Ihrer Liegenschaft sind Heizkostenverteiler zur Erfassung des anteiligen Wärmeverbrauchs installiert. Bei Heizkostenverteilern handelt es sich um ein Messhilfsverfahren, um den anteiligen Wärmeverbrauch zu erfassen. Dieser Verbrauch wird nicht wie bei Wärmezählern in einer physikalischen Einheit angezeigt, was aufgrund des Messprinzips, nach welchem Heizkostenverteiler arbeiten, nicht möglich ist.
Vielmehr werden die umlegbaren Kosten einer Abrechnungsperiode entsprechend der Verhältnisse der Ableseergebnisse auf die Abnehmer aufgeteilt. Somit kann sich ein jährlich unterschiedlicher Preis der Heizkostenverteilereinheiten ergeben. Alle Heizkostenverteiler machen von dem Zusammenhang zwischen Heizkörperwärmeleistung und Übertemperatur des Heizkörpers Gebrauch.

Warum ist es manchmal nötig Heizkörper mit zwei oder mehr Heizkostenverteilern auszustatten?

Nach der Europanorm (EN 834 und EN 835) müssen als Befestigungsort am Heizkörper für Heizkostenverteiler (HKV) solche Stellen auf der Heizfläche gewählt werden, an denen sich für einen möglichst großen Betriebsbereich ein hinreichender Zusammenhang zwischen Anzeigewert und Wärmeabgabe des Heizkörpers ergibt.

Größere Heizkörper weisen nach physikalischen technischen Untersuchungen mehrere solcher Temperaturmittelpunkte auf, so dass nach der EN Norm bei großen Heizkörpern die Montage mehrerer HKV zulässig ist.

Wenn Heizkörper mit zwei oder mehr Heizkostenverteilern ausgestattet werden, werden dann nicht zu viele Einheiten berechnet?

Wenn 2 Heizkostenverteiler zu montieren waren, teilt sich der Gesamtwärmeleistungswert des Heizkörpers in der Skalierung auf beide Erfassungsgeräte auf. Die Addition beider Anzeigewerte ergibt den Gesamtverbrauch für diesen Heizkörper.

Kann bei ausgeschalteter Heizung trotzdem eine Verdunstung am Heizkostenverteiler erfolgen?

Grundsätzlich ist eine Verdunstung der Messflüssigkeit auch bei abgestelltem Heizkörper nicht zu verhindern. Bei HKV auf Verdunsterbasis ist die Kaltverdunstung entsprechend der EN - 835 (Europanorm) durch eine Überfüllung der Messampulle über den Skalen-Null-Strich hinaus berücksichtigt.

Warum stimmen die Werte der Wärmezähler nicht mit der ausgewiesenen Menge auf der Rechnung des Energielieferanten überein?

Es ist aus vielen Liegenschaften bekannt, dass je nach Art, Größe und Beschaffenheit eines Heizungssystems Verluste in unterschiedlicher Höhe in Ansatz zu bringen sind. Es muss insbesondere berücksichtigt werden, dass nicht allein der feuerungstechnische Wirkungsgrad einer Anlage entscheidend ist. Gerade auch die Abstrahlungs-, Auskühlungs- und Rohrleitungsverluste tragen erheblich zu den Gesamtmengen bei.

Was ist eine Eichfrist - und was bedeutet diese für Messgeräte und Zähler?

Gesetzliche Grundlage für die Eichpflicht in Österreich ist das Maß- und Eichgesetz.
Ziel des Maß- und Eichgesetzes ist der Schutz der Verbraucher*innen als Konsument*innen und Bezieher*innen messbarer Leistungen. Eichpflicht besteht gemäß Maß- und Eichgesetz u.a. auch für Wasserzähler sowie für Wärmezähler, wenn sie im rechtsgeschäftlichen Verkehr verwendet oder bereitgehalten werden, so dass sie ohne besondere Vorbereitung verwendet werden können.

Wärmezähler und Wasserzähler, die im rechtsgeschäftlichen Verkehr verwendet werden, müssen geeicht bzw. beglaubigt sein. Die Gültigkeitsdauer für die Eichung bzw. Beglaubigung beträgt ab Ablauf des Kalenderjahres, in dem das Messgerät geeicht wurde, fünf Jahre. Nach dieser Zeit ist ein Austausch der Wärme- und Wasserzähler erforderlich.

Können bei einem Einrohr-Heizungssystem Wärmezähler eingesetzt und genutzt werden?

Wärmezähler können unter Einhaltung ihrer jeweiligen Einsatzgrenzen in Einrohr-Systemen eingesetzt werden. Das HeizKG sowie die zu Grunde liegenden Normen enthalten diesbezüglich keinerlei Beschränkungen.
In Einrohr-Systemen zirkuliert die Umlauf-Wassermenge aufgrund der Nebenschluss-Anbindung der Heizkörper ständig innerhalb der Ringleitung. Darüber hinaus stellt sich zwischen Vor- und Rücklauf ein Temperaturunterschied ein. Die beschriebene Funktionsweise ist unabhängig von der Einstellung der wohnungsseitigen Heizkörperventile.
Die vorgenannten Parameter werden durch den Wärmezähler bestimmungsgemäß erfasst und führen somit auch zu einer Anzeige des Wärmezählers.

Was ist ein Wärmezähler?

Unsere Microprozessor-Wärmezähler sind physikalisch exakt arbeitende Messgeräte, deren Bauzulassung durch das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen vorgenommen wird. Sie unterliegen den Bestimmungen des Eichgesetzes, d.h. jedes Gerät ist durch staatlich anerkannte Prüfstellen geprüft und beglaubigt.

Wie wird die abgenommene Wärmemenge errechnet?

Zur Ermittlung der abgenommenen Wärmemenge (je Heizkreis) wird im elektronischen Rechenwerk des Gerätes aus dem gemessenen Volumenstrom und der Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauftemperatur des Heizmediums errechnet. Der kumulative Verbrauchswert wird im Display in physikalischen Maßeinheiten (z.B. kWh, MWh) angezeigt.

Warum macht der Wärmezähler Geräusche?

Nach unserer Erfahrung treten Geräusche auf, wenn die Einsatzgrenze der Durchflussmenge des jeweiligen Zählertyps erheblich überschritten wird. Deshalb ist zu prüfen, ob die reale Durchflussmenge in den Einsatzgrenzen liegt, die bei der Auswahl des Gerätes zugrunde gelegt wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, muss ein dem Volumenstrom entsprechender Zähler eingebaut werden.

Wie werden Heizkosten berechnet?

Die für das jeweilige Haus in der Abrechnungsperiode angefallenen bzw. fällig gewordenen Versorgungskosten (Heizung, Warmwasser oder Kälte) werden zunächst auf ihre Plausibilität geprüft. Anschließend teilen wir die Gesamtkosten der Versorgungsanlage (Energiekosten und sonstige Kosten des Betriebes) in Heizkosten, Kosten für Warmwasser und Kosten für Kälte auf. Aus der Summe der Energiekosten für Heizung, Warmwasser und Kaltwasser werden jeweils zwei Kostenblöcke gebildet:

Energiekosten:

  • Der Fixkostenanteil der Energiekosten beträgt mangels anderer Vereinbarung bei der Abrechnungsperiode bis 31.12.2021 gemäß §13 HeizKG 35% der Energiekosten für Heizung oder Warmwasser, ab der Anrechnungsperiode bis 31.12.2022 dann 30%. Mit entsprechender einstimmiger schriftlicher Vereinbarung kann der Fixkostenanteil derzeit zwischen 25% und 45% festgelegt werden. Diese Kosten werden in der Regel entsprechend der versorgbaren Nutzfläche verteilt. Bei den Energiekosten für Kälte beträgt der Fixkostenanteil 10%.
  • Den restlichen Prozentanteil, also mangels Vereinbarung bei Heizung und Warmwasser 70% und Kälte 90% bzw. mit einstimmiger Vereinbarung derzeit zwischen 55% und 85%, bilden ab dem 01.01.2022 dann die Verbrauchskosten, auf deren Höhe Sie durch Ihr Heizverhalten direkten Einfluss nehmen. Nachdem wir die Ablesung vorgenommen haben, erstellen wir eine Gesamtabrechnung für Ihre Hausverwaltung sowie die Einzelabrechnungen der Wohnungsnutzer*innen.

Sonstige Kosten des Betriebes:

  • Als Basis für die Berechnung der sonstigen Kosten des Betriebes für Heizung und Warmwasser dient zu 100% die versorgbare Nutzfläche.
Wann muss die Heizkostenabrechnung vorliegen?

Die Abrechnungsfrist zur Legung der Abrechnung beträgt laut  §17 Heizkostenabrechnungsgesetz sechs Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums.

Die Nachforderung an Versorgungskosten ist gemäß §21 HeizKG binnen einem Jahr nach Ablauf der Abrechnungsperiode geltend zu machen.

Soweit gegen die gehörig gelegte Abrechnung vom Abnehmer*innen nicht spätestens sechs Monate nach Rechnungslegung schriftlich begründete Einwendungen erhoben werden, gilt die Abrechnung gemäß §24 HeizKG als genehmigt.

Was darf in der Heizkostenabrechnung abgerechnet werden?

Welche Kosten im Rahmen der Heiz- und ggf. Warmwasser- und Kältekosten auf die Nutzer*innen umgelegt werden können, ist im Heizkostenabrechnungsgesetz geregelt. 

Abgerechnet werden können demnach Energiekosten, also jene Kosten der Energieträger welcher zur Umwandlung in Wärme bestimmt sind wie z.B. Gas, Öl, Strom, Biomasse oder Abwärme sowie der Betriebsstrom und der Kälteenergie.

Ebenso werden die sonstigen Kosten des Betriebes abgerechnet, darunter fallen z.B. die Kosten der Betreuung und Überwachung der Anlage sowie der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft, die Kosten für den Ersatz von Verschleißteilen und die Kosten für die Messgeräte bzw. der Abrechnungserstellung.

Was genau passiert bei einer Heizkostenablesung?

Zum Ende des Abrechnungszeitraums liest unser geschultes Servicepersonal die Verbrauchswerte der Mess- und Verteilgeräte termingerecht vor Ort oder mittels Fernablesung ab. Dabei überprüfen sie auch die Funktionsfähigkeit aller Geräte. Wir informieren alle Hausbewohner*innen rechtzeitig schriftlich über den Ablesetermin vor Ort per Hausaushang oder Benachrichtigungskarte, wenn ein Betreten jeder einzelnen Wohneinheit, aufgrund der eingesetzten Messtechnik, notwendig ist. Die Datenerfassung der Verbrauchswerte erfolgt mit einem mobilen Erfassungsgerät. Sofern bei Ihnen Funk- oder M-Bus-Technologie eingesetzt ist, müssen wir Ihre Wohnung nicht betreten.

Was ist die Ursache für die Störung?

ista ist Opfer eines externen Cyber-Angriffs geworden, bei dem sich ein unberechtigter, böswilliger Dritter Zugang zu unseren IT-Systemen verschafft hat.
Als Sofortmaßnahme und um Schäden an unserer IT-Infrastruktur zu vermeiden, wurden alle potentiell betroffenen IT-Systeme des Unternehmens vom Netz genommen. Dies hat zur Folge, dass Sie bestimmte Funktionen und Dienste vorübergehend nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen können. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die Ihnen dadurch entstehen, sehr und bitten Sie um Geduld, während wir versuchen, das Problem zu lösen. 

Was muss laut EED in der Abrechnung enthalten sein?

Laut EED müssen der Abrechnung die folgenden Informationen angefügt werden: klimabereinigter Vorjahresverbrauch des Nutzers (Vorjahr), Information über den Brennstoffmix (zum Beispiel bei Fernwärme), der CO2-Gehalt des genutzten Brennstoffes oder -mixes, aktuelle Energiepreise, der Gesamt-Energiekosten, sowie ein klimabereinigter Vergleich zu einem genormten Durchschnittsnutzer.

Muss ich die Verbrauchsinformationen erst schicken, wenn Bewohner*innen danach fragen?

Das ist zu differenzieren: Bis Dezember 2021 reicht es laut EED, wenn Sie bei fernablesbarer Erfassungstechnik zweimal jährlich eine Verbrauchsinformation zur Verfügung stellen. Eine vierteljährige Lieferung hat auf Wunsch der Bewohner*innen zu erfolgen. Liefern Sie bereits heute eine elektronische Abrechnung, dann ist die vierteljährliche Verbrauchsinformation vorgesehen. Ab 01. Januar 2022 muss die monatliche Abrechnung bei Fernauslesung auch ohne Nachfrage erfolgen.

Warum war der Ableser nicht da?

Grundsätzlich wird immer jede Adresse angefahren. Sofern sich die Zähler innerhalb der Wohneinheit befinden, klopft bzw. läutet der/die Ableser*in an. 

Achtung! Bei Privatgrundstücken darf der/die Ableser*in ohne Erlaubnis des Nutzers/der Nutzerin, trotz offenen Tors nicht betreten.

Muss ich anwesend sein wenn ich bereits einen Smart Meter habe?

Grundsätzlich nicht, außer es handelt sich auch um die Ablesung eines Gaszählers der sich innerhalb der Wohneinheit befindet.

Kann ich eine Selbstablesung schicken?

Der Netzbetreiber ist gesetzlich dazu verpflichtet jedes dritte Jahr einen Ableseversuch durchzuführen. In einem solchen Jahr ist eine Selbstablesung nicht zulässig.

Wo finde ich meine Zählpunktbezeichnung?

Der Zählpunkt ist die internationale Kennzeichnung des Zählerplatzes und dient zur eindeutigen Identifizierung der Anlage. Die Zählpunktnummer ist je Energielieferant an unterschiedlichen Stellen auf der Rechnung platziert. Sie beginnt mit „AT“ und besteht aus 31 Ziffern.

Cyberangriff

Was ist die Ursache für die Störung?

Derzeit sind die IT-Systeme der ista Gruppe Opfer eines externen Cyber-Angriffes. Als Sofortmaßnahme wurden alle tatsächlich und potentiell betroffenen IT-Systeme des Unternehmens kontrolliert vom Netz genommen, um größeren Schaden an unserer IT-Infrastruktur zu verhindern. Dadurch können Sie einige Funktionen und Serviceangebote temporär entweder gar nicht oder nur eingeschränkt und nicht wie gewohnt nutzen. Wir bedauern die dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten sehr.

Wie konnte das passieren?

Trotz der bestehenden Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen nimmt die Zahl der Cyber-Attacken in Deutschland und international extrem zu. Es kann also trotz umfassender Sicherheitsmaßnahmen jedes Unternehmen das Opfer von Cyber-Attacken werden. Wir bedauern die dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten und nehmen diesen Angriff auch zum Anlass, unsere bestehenden Sicherheitsmaßnahmen nochmals zu überprüfen, um ähnliche Angriffe in der Zukunft zu verhindern.

Wurden die zuständigen Behörden rechtzeitig informiert?

Wir haben nach Bekanntwerden des Cyber-Angriffs umgehend die zuständigen Behörden informiert und Strafanzeige gestellt. 

Welche Kundendaten sind veröffentlicht?

Wir haben das Datenpaket, das im Zusammenhang mit dem Angriff von der Hackergruppe veröffentlicht wurde genau geprüft. Die Untersuchungen sind nun abgeschlossen und wir können ausschließen, dass personenbezogene Daten, die wir im Auftrag unserer Kund*innen verarbeiten, in Österreich betroffen sind.
Alle aktuellen Informationen zum Stand der Arbeiten und Antworten auf die wichtigsten Fragen erhalten Sie hier auf unserer Webseite, https://www.ista.com/at/infocenter/updates/ die wir updaten, sobald es etwas Neues gibt. Kundenanfragen beantwortet außerdem unsere Service-Hotline unter 050/230 230 400.

Was sollte ich persönlich tun, um meine Daten zu schützen?

Löschen Sie verdächtige E-Mails von unbekannten Absendern. Öffnen Sie auf keinen Fall Links oder Dateianhänge, die in solchen E-Mails enthalten sind.  Ändern Sie vorsorglich alle Kennwörter, die Sie in Verbindung mit Online-Diensten von ista nutzen. Ändern Sie Ihre Kennwörter auch bei anderen Online-Diensten, wenn Sie dort die gleichen Anmeldedaten genutzt haben. Wir empfehlen Ihnen, für jeden Online-Dienst ein individuelles sicheres Kennwort zu nutzen.

Muss ich als Kunde etwas unternehmen?

Zu Ihrer eigenen Sicherheit: Löschen Sie verdächtige E-Mails von unbekannten Absendern. Öffnen Sie auf keinen Fall Links oder Dateianhänge, die in solchen E-Mails enthalten sind.

Ändern Sie vorsorglich alle Kennwörter, die Sie in Verbindung mit Online-Diensten von ista nutzen. Ändern Sie Ihre Kennwörter auch bei anderen Online-Diensten, wenn Sie dort die gleichen Anmeldedaten genutzt haben. Wir empfehlen Ihnen, für jeden Online-Dienst ein individuelles sicheres Kennwort zu nutzen. 

Sind die Zählerstände betroffen? Können die Hacker auf die Zähler zugreifen?

Eine Manipulation an den Erfassungsgeräten können wir zum jetzigen Zeitpunkt ausschließen, die Angreifer konnten nicht auf die Zähler zugreifen. Es gehen keine Messwerte verloren.

Werden die vereinbarten Termine der Servicemitarbeiter:innen eingehalten?

Vereinbarte Termine werden so weit wie möglich wahrgenommen. Es tut uns Leid, sollte in den vergangenen Tagen unmittelbar nach der Störung unserer IT-Systeme ein Service-Termin nicht durchgeführt worden sein.

Zahle ich trotzdem Leistungen, auch wenn diese unter Umständen nicht erbracht worden sind?

Ihnen werden nur Leistungen in Rechnung gestellt, die wir erbracht haben.

Was geschieht mit meinem Anliegen, mit dem ich mich in den letzten Tagen bereits an ista gewendet habe?

Leider haben uns nicht alle Kundenanfragen erreicht. Sollten Sie daher bisher keine Rückmeldung erhalten haben, bitten wir Sie uns diese erneut zu übermitteln.
Wir bitten die entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschuldigen und danken für Ihr Verständnis.

 

Was muss ich als Nutzer der Kundenportale jetzt unternehmen?

Wir arbeiten mit Hochdruck an der Beseitigung der technischen Probleme, um so zeitnah wie möglich für Sie wieder da zu sein. Es ist uns aktuell nicht möglich, einen festen Zeitpunkt für die Rückkehr unserer Services vorauszusagen. Sobald wir auch wieder über unsere Portalfunktionen erreichbar sind, informieren wir darüber hier auf unserer Webseite unter https://www.ista.com/at/infocenter/updates/. Für die Unannehmlichkeiten bitten wir um Ihr Verständnis.

Sie möchten eine persönliche Beratung?

Hier können Sie telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit uns aufnehmen.

050 230 230
info@ista.at