Ihre Fragen - unsere Antworten

Hier haben wir die wichtigsten Fragen und deren Antworten für Sie zusammengestellt. Alles rund um unsere Produkte und Dienstleistungen finden Sie hier.

Was ist ein Energieausweis?

Ein Energieausweis gibt Auskunft über den Energieverbrauch pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr und die Energieeffizienzklasse eines Gebäudes, ähnlich wie wir das schon bei Haushaltsgeräten oder Fahrzeugen kennen. Damit sollen Kaufinteressenten für Immobilien und Interessenten für Mietwohnungen eine objektive Information darüber bekommen, ob ein Gebäude einen hohen oder einen niedrigen Energiebedarf hat. Die politische Erwartung besteht darin, Gebäude mit schlechten Energiekennwerten kenntlich zu machen, um so den Gebäudeeigentümer zu energetisch wirksamen Modernisierungen zu motivieren.

Generell unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Energieausweisarten: dem verbrauchsbasierten und dem bedarfsbasierten Energieausweis.

Wozu brauche ich einen Energieausweis?

Bei Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien müssen seit dem 01. Mai 2014 verschiedene Angaben aus dem Energieausweis dargestellt werden. Jedem Kauf- oder Mietinteressenten muss der Energieausweis bei der Besichtigung seit dem 01. Mai 2014 durch den Verkäufer bzw. Vermieter unaufgefordert vorgelegt werden. Nach Vertragsabschluss muss dem Mieter bzw. dem Käufer der Ausweis zumindest als Kopie ausgehändigt werden. Mieter in bestehenden Mietverhältnissen haben dagegen keinen Anspruch auf einen Energieausweis. Ein Energieausweis ist also immer dann und seit dem 01. Mai 2014 erforderlich, wenn ein Haus oder eine Wohnung verkauft, bzw. neu vermietet wird.

Sind die Verbrauchswerte von Jahr zu Jahr vergleichbar?

Nein! Selbst bei gleichem Brennstoffverbrauch in verschiedenen Heizperioden kann es zu unterschiedlichen Verbrauchsanzeigen kommen. Das hängt u. a. mit den unterschiedlichen Außentemperaturen, der Länge der Heizperiode etc. zusammen. Trotzdem bleibt die Verteilung gerecht, da sämtliche Ablesewerte eines Hauses addiert und den gesamten Heizkosten gegenübergestellt werden.

Wie kann es sein, dass bei gleichem Brennstoffverbrauch verschiedener Heizperioden unterschiedliche Verbrauchsanzeigen auftreten können?

Bei der Beurteilung der Zuordnung der gesamten Verbrauchswerte der Heizkostenverteiler ist zu beachten, dass auch bei gleichem Brennstoffverbrauch verschiedener Heizperioden unterschiedliche Verbrauchsanzeigen auftreten können. Dieser Sachverhalt ist durch die überproportionale Zunahme der Verdunstungsgeschwindigkeit mit der Messflüssigkeitstemperatur zu erklären. Durch dieses Verhalten erhält man trotz gleichen Wärmeverbrauchs in einer kurzen Heizperiode mit tiefen Außentemperaturen (hohen Heizflächentemperaturen) eine höhere Anzeige als in einer längeren mit höheren Außentemperaturen (tiefen Heizflächentemperaturen). Diese Tatsache bedeutet jedoch nicht, dass die Messgeräte eine fehlerhafte Verteilung mit sich bringen. Es wird in jeder Heizperiode die jeweilige witterungsabhängige Verbrauchsanzeige der Verteilung zu Grunde gelegt und führt damit trotz unterschiedlicher Gesamtanzeige zu einer richtigen Verteilung. Hier ist zu betonen, dass die Verdunstungsgeräte keine physikalisch exakten Messgeräte darstellen, sondern nur zur Verteilung entstandener Kosten eingesetzt werden dürfen.

Warum ist die Montage der Erfassungsgeräte überhaupt erforderlich?

Die Erfassungsgeräte an den Heizkörpern bzw. in den Rohrleitungen ermöglichen die Ermittlung des individuellen Verbrauchs eines jeden Nutzers. Vor dem vereinfacht dargestellten Hintergrund: "Wer bezahlt, was er verbraucht, verbraucht automatisch weniger", hat der Gesetzgeber die verursachungsgerechte Heizkostenabrechnung in der Heizkostenverordnung für Zentralheizungen zwingend vorgeschrieben. Ihr Ziel ist es, im Bereich der Gebäudeheizung ohne Einschränkung des Wohnkomforts zu einer Verminderung des Energieverbrauchs zu kommen. Die Gebäudeheizung hat einen Anteil von etwa 40´% am gesamten Energieverbrauch. Hiervon werden ca. 84 % verheizt, 15 % in Bad und Küche und 1 % für die Beleuchtung verbraucht. Die verursachungsgerechte Abrechnung ist eine Maßnahme, mit der ohne großen Investitionsaufwand durch die Verhaltensänderung jedes einzelnen Bürgers ein beachtliches Maß an Energieeinsparung erzielt werden kann. Nach einem vom Bundesminister für Wirtschaft eingeholten Gutachten wird mit einem Einsparpotenzial von etwas 15 % in dem Gebäudebereich gerechnet, das auf die Einführung der verursachungsgerechten Abrechnung zurückzuführen ist. Des Weiteren wird Abstand von einer pauschalen Berechnung der Kosten genommen. Aus der Summe der Heizkosten und der Summe der Warmwasserkosten werden jeweils zwei Kostenblöcke gebildet. Der Grundkostenanteil, der die Kosten für die Leistungsverluste berücksichtigt, kann vom Hausverwalter gemäß Heizkostenverordnung wahlweise zwischen 30 und 50 % festgelegt werden. Da diese Kosten unabhängig von Ihrem individuellen Verbrauch entstehen, erfolgt ihre Verteilung in der Regel entsprechend zu den Grundflächen Ihrer Wohnung. Dieser Kostenfaktor wird durch Ihr Heizverhalten nicht beeinflusst. Den restlichen Prozentanteil, also 50 bis 70 %, bilden dann die Verbrauchskosten, auf deren Höhe Sie durch Ihr Heizverhalten direkten Einfluss nehmen. Mit dieser Erfassung des individuellen Verbrauchs erfolgt auch eine gerechte Aufteilung der Kosten. Somit zahlt jeder Nutzer nur das, was er tatsächlich verbraucht. 

Was geschieht, wenn in einer Wohnung nicht abgelesen wurde oder nicht abgelesen werden konnte?

Kann der anteilige Wärme- oder Warmwasserverbrauch von Nutzern für einen Abrechnungszeitraum wegen Geräteausfalls oder aus anderen zwingenden Gründen, z. B. wegen Unzugänglichkeit der Wohnung für unseren Ableser, nicht ordnungsgemäß erfasst werden, ist er gem. § 9a Heizkostenverordnung vom Gebäudeeigentümer auf der Grundlage des Verbrauchs der betroffenen Räume in vergleichbaren früheren Abrechnungszeiträumen oder des Verbrauchs vergleichbarer anderer Räume im jeweiligen Abrechnungszeitraum zu ermitteln. Der somit ermittelte anteilige Verbrauch ist bei der Kostenverteilung anstelle des erfassten Verbrauchs zugrunde zu legen.

Warum brauche ich Rauchmelder?

Jedes Jahr verunglücken über 500 Menschen tödlich durch Brände, die meisten sterben in den eigenen vier Wänden an einer Rauchvergiftung.

Da zwei Drittel Nachts im Schlaf überrascht werden, ist ein Rauchwarnmelder der beste Lebensretter in der Wohnung, denn der laute Alarm des Rauchmelders warnt auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr.

Wie sieht die Anzeigeart von Wärmezählern aus?

Es handelt sich um eine physikalisch exakte Maßeinheit. Die Anzeige erfolgt auf einem Rollenzählwerk oder LCD-Anzeige in kWh, mWh, G-Joule oder G-Kalorien.

Kann ich als Hausverwalter die Bedienungskosten der Heizungsanlage auf die Mieter/Eigentümer umlegen?

Eine gesetzliche Regelung ist im § 9 Heizungsanlagenverordnung enthalten. Danach lässt sich nach den Vorstellungen des Gesetzgebers Folgendes festhalten: Bei kleinen Objekten fallen in der Regel bei vollautomatischen Ölheizungsanlagen keinerlei Bedienungskosten an. Erst bei größeren Objekten ab 50 kW Nennwärmeleistung in Mehrfamilienhäusern oder Nichtwohngebäuden greift die Heizungsanlagenverordnung. Sie schreibt dem Hauseigentümer vor, dass bestimmte Funktionskontrollen, Schalt- und Stellvorgänge und Temperatureinstellungen pro Monat vorzunehmen sind.

Wie sind Wartungskosten definiert?

Die Wartungskosten sind in § 7 Abs. 2 Heizkostenverordnung folgendermaßen definiert: Zu den Kosten des Betriebes der zentralen Heizanlage einschließlich der Abgasanlage gehören... die Kosten der regelmäßigen Prüfung der Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit einschließlich der Einstellung durch einen Fachmann. In der Regel fallen diese Kosten aufgrund eines Wartungsvertrages für die Heizungsanlage an. Nicht umlagefähig sind Reparaturkosten und Verschleißteile, die u. U. in der Wartungsrechnung auch aufgeführt sind.

Mir als Mieter sind in der Heizkostenabrechnung Brennstoffverbräuche berücksichtigt worden, die vor/nach meinem Auszug getätigt worden sind. Ist das rechtens?

Die Berücksichtigung von Brennstoffkosten vor/nach dem Nutzerwechsel bedeutet keine Unwirksamkeit der Abrechnung gegenüber dem einziehenden/ausziehenden Nutzer. Zwar können hierbei gewisse Nachteile für den einziehenden/ausziehenden Nutzer entstehen, diese Nachteile sind jedoch vom Nutzer in Kauf zu nehmen; ein Verstoß gegen Treu und Glauben (§ 242 BGB) ist nicht begründet. Es entspricht vielmehr der Billigkeit, wenn die Kosten der während der gesamten Abrechnungsperiode bezogenen Brennstoffmengen zusammengerechnet werden und auf diese Weise ein Mischpreis für alle Nutzer, die während der Abrechnungsperiode in der Liegenschaft gewohnt haben, gebildet wird. Auf der Grundlage dieses Mischpreises (Gesamtkosten) ist dann am Schluss der Abrechnungsperiode eine dem Nutzerwechsel gerecht werdende Abrechnung zu erstellen. Es würde für den Vermieter/Verwalter - auch im Verhältnis zu den übrigen Nutzparteien - zu völlig untragbaren Ergebnissen führen, wenn der Vermieter/Verwalter beim Einzug/Auszug eines jeden Nutzers nur für diesen - auf der Grundlage der tatsächlich bis zum Einzug bzw. Auszug anfallenden Kosten - abrechnen müsste.

Wieso wird nach einem Nutzerwechsel nicht immer eine Zwischenablesung durchgeführt?

Generell ist bei einem Nutzerwechsel eine Zwischenablesung durchzuführen (§ 9 b Heizkostenverordnung). Gemäß § 9 b Abs. 3 Heizkostenverordnung ist eine Zwischenablesung dann nicht durchzuführen, wenn sie wegen des Zeitpunktes des Nutzerwechsels aus technischen Gründen keine hinreichend genaue Ermittlung der Verbrauchsanteile zulässt. Dies trifft zu bei einer Messung der verbrauchten Heizenergie mittels Heizkostenverteiler zu, sofern zwischen dem letzten Termin der Hauptablesung und dem gewünschten Termin weniger als 400 Promille-Anteile oder mehr als 800 Promille-Anteile der Gradtaganteiltabelle erreicht worden sind.

Warum stimmen die Werte der Wärmezähler nicht mit der ausgewiesenen Menge auf der Rechnung des Energielieferanten überein?

Es ist aus vielen Liegenschaften bekannt, dass je nach Art, Größe und Beschaffenheit eines Heizungssystems Verluste in unterschiedlicher Höhe in Ansatz zu bringen sind. Es muss insbesondere berücksichtigt werden, dass nicht allein der feuerungstechnische Wirkungsgrad einer Anlage entscheidend ist. Gerade auch die Abstrahlungs-, Auskühlungs- und Rohrleitungsverluste tragen erheblich zu den Gesamtmengen bei. Beachtet werden muss außerdem die Tatsache, dass viele der abzurechnenden Liegenschaften nicht in allen Punkten den Vorgaben der novellierten Wärmeschutzverordnung entsprechen

Was geschieht nach der Ablesung?

Die Ablesewerte und die Angaben der Hausverwaltung bzw. der Vermieter oder Eigentümer zu den angefallenen Kosten werden für die Abrechnung geprüft und gespeichert. Zu den umlagefähigen Kosten gehören diejenigen des § 7 Abs. 2 Heizkostenverordnung, demnach die Kosten des Betriebes der zentralen Heizungs- einschließlich der Abgasanlage. Weitere in Abs. 2 nicht enthaltene Kostenarten sind nach der Heizkostenverordnung nicht umlagefähig. Im Rahmen der Hausnebenkostenabrechnung (siehe Nebenkostenabrechnung) können darüber hinaus nur sonstige Betriebskosten wie z. B. die Kosten der Wasserversorgung, Brennstoffkosten und diverse Hausnebenkosten berücksichtigt werden. Sind alle notwendigen Daten vorhanden, erfolgt mit Hilfe der EDV die Heizkostenabrechnung für die einzelnen Wohnungen. Der Eigentümer/die Hausverwaltung erhält eine Gesamtabrechnung und für die Weitergabe an den Nutzer je eine Einzelabrechnung.

Kann ich selber ablesen?

Grundsätzlich: Nein. Da wir auch die Funktionstüchtigkeit der Geräte überprüfen, ist es sinnvoll, wenn ein Ableser zu Ihnen ins Haus kommt. Sie können jedoch, sofern es sich nicht um Geräte auf Verdunstungsbasis handelt und kein Austausch der abzulesenden Geräte erforderlich ist, mit Einverständnis der Hausverwaltung/des Vermieters eine Selbstablesung vornehmen. Jedoch ohne Übernahme einer Rechtssicherheit durch ista Deutschland GmbH! Die Werte müssen schriftlich, mit Liegenschafts-Nr., Liegenschafts-Adresse, Nutzernr., Gerätenummer und dem Ablesedatum versehen und unterschrieben an Ihre Hausverwaltung/Ihren Vermieter mit der Bitte um Weiterleitung an die zuständige Niederlassung von ista Deutschland GmbH geschickt werden. Es werden Ihre Unterschrift und die der Hausverwaltung/des Vermieters benötigt.

Kann ich die Ablesewerte telefonisch an meine zuständige Niederlassung durchgeben?

Um Missverständnisse zu vermeiden, ist dies leider nicht möglich. Wir benötigen die Werte in schriftlicher Form.

Welche rechtliche Grundlage gibt es für die Ablesung?

Die Notwendigkeit ergibt sich aus dem Vertrag mit Ihrer Hausvewaltung/Ihrem Vermieter. Die Hausverwaltung/der Vermieter hat Ihnen gegenüber die Pflicht, ein Mal jährlich eine verbrauchsabhängige Abrechnung der Betriebskosten vorzulegen. Die rechtliche Grundlage bildet die Heizkostenverordnung (Duldungspflicht des Mieters zur Ausstattung und Ablesung von Messgeräten).

Das Datum der vorherigen Ablesung ist nicht identisch mit dem Datum vom Vorjahr, und die Gerätenummer stimmt nicht mit der auf dem Gerät überein.

Dies kann dann apssieren, wenn noch nicht abgerechnet wurde, z. B. bei einem Mieterwechsel wurde der Vormieter noch nicht abgerechnet. Oder die Abrechnung erfolgte sehr spät, so dass bei Ausdruck der Unterlagen - sofern keine Ablesung per mobiler Datenerfassung (MDE) erfolgte - der alte Stand noch als aktuell galt. Die nur für die jeweilige aktuelle Abrechnung benötigten Ablesewerte werden im Zuge der Abrechnung berücksichtigt.

Was und warum wird abgelesen?

Wir bzw. unsere Ableser lesen alle Messgeräte ab, die zur Berechnung Ihrer Heizkosten (siehe Heizkostenabrechnung) - ggf. auch zur Wasserverbrauchsberechnung - im Objekt installiert sind, um im Auftrag Ihrer Hausverwaltung/Ihres Vermieters die verbrauchsabhängige Abrechnung der Kosten durchzuführen.

Wann und wie oft wird abgelesen?

Es wird i. d. R. ein Mal im Jahr zu einem von Ihrer Hausverwaltung/Ihrem Vermieter festgelegtem Termin abgelesen. Ein genauer Termin wird Ihnen vom Ableser mittels einer Benachrichtigungskarte (ca. 8 Tage vorher) mitgeteilt. Eine weitere Ablesung kann bei Wohnungswechsel erfolgen (Zwischenablesung). Die Start- oder Endablesung wird z. T. vom Vermieter bei der Wohnungsübergabe durchgeführt.

Warum kommen Sie schon wieder? Sie waren doch erst kürzlich hier.

1) Bei Neueinzug handelt es sich jetzt vermutlich um die jährliche Hauptablesung. Die vorherige Ablesung war wahrscheinlich eine Zwischenablesung bei Ihrem Einzug.

2) Ein notwendiger Austausch von Geräten ist nicht immer zeitgleich mit der Ablesung möglich wegen
a) unterschiedliche Montageberechtigungen
b) aufgrund des hohen Ablesevolumens
c) durch die technischen Gegebenheiten

3) Die Heizungsablesung kann separat von der Ablesung der Wasserzähler erfolgen (abrechnungstechnisch = Hausnebenkosten/Heizkostenabrechnung). Deshalb ist evtl. ein zweiter Termin notwendig geworden.

Wird auch am Samstag abgelesen?

Ja, auch an Samstagen wird abgelesen.

Wird auch an Sonn- und Feiertagen abgelesen?

Grundsätzlich wird an Sonn- und Feiertagen nicht abgelesen.

Ich kann den ersten Ablesetermin nicht wahrnehmen.

Das gesamte Haus wird im Auftrag Ihrer Hausverwaltung an diesem Termin abgelesen. Es ist wichtig, dass möglichst alle Wohnungen am selben Tag abgelesen werden. Deshalb unsere Bitte an Sie: Hinterlegen Sie Ihren Wohnungsschlüssel bei einem Nachbarn oder einer Person Ihres Vertrauens, so dass der Termin wahrgenommen werden kann. Wenn der Schlüssel bei einem Nachbarn hinterlegt wird, bitten Sie Ihren Nachbarn bitte, dass er den Ableser direkt anspricht. Zu dem angekündigten Termin ist mit Sicherheit jemand im Haus anwesend, vielleicht auch der Hausmeister - zu einem späteren Zeitpunkt muss man den Termin selber wahrnehmen! Der Ableser wird zur angegebenen Zeit versuchen, Sie zu erreichen und einen weiteren Termin per Anmeldekarte vorgeben, sofern er bei Ihnen niemanden antrifft. Er wird es auf jeden Fall versuchen. Sollten Sie den Termin kurzfristig doch noch wahrnehmen können, ist das natürlich in jedem Fall besser.

Ich kann auch den zweiten Termin nicht wahrnehmen.

Unsere Bitte an Sie: Hinterlegen Sie den Schlüssel bei einem Nachbarn oder einer Person Ihres Vertrauens, so dass der Termin doch noch wahrgenommen werden kann. Wenn der Schlüssel bei einem Nachbarn hinterlegt wird, empfehlen wir Ihnen, einen Zettel mit dieser Information für den Ableser an der Haustür und an der Wohnungstür anzubringen.

Ich kann mich grundsätzlich nicht auf vorgegebene Termine einstellen. Gibt es auch Einzeltermine nach Vereinbarung?

Die kostenfreien Termine können wir nur dann anbieten, wenn sie in die Routenplanung des Ablesers integriert sind. Wenn Sie einen Termin nach eigenen Vorstellungen wünschen, kommt der Ableser extra für Sie ins Haus. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen diese Extraanfahrt in Rechnung (gemäß aktueller Preisliste) stellen müssen.
Grundsätzlich erhalten Sie vom Ableser einen zweiten Termin. Da dieser Termin vom Ableser entsprechend seiner Routenplanung vergeben wird, haben wir keinen Einfluss darauf, wann dieser Termin stattfinden wird. Bitte warten Sie den 2. Termin ab. Vielleicht können Sie diesen wahrnehmen. Eine Einzelterminvereinbarung ist dann immer noch möglich.

Ich habe den ersten Ablesetermin verpasst und noch keine weitere Benachrichtigung erhalten.

Bitte haben Sie Geduld; wir bitten Sie, noch ein paar Tage zu warten. Unsere Ableser haben sehr viel zu tun. Sollten Sie innerhalb einer Woche keine weitere Benachrichtigung erhalten haben, wenden Sie sich bitte an unsere Ablese-Servicerufnummer: +49 (0) 201 50741190.

Der Ableser hat sich bei mir außerhalb der Öffnungs-/Geschäftszeiten angemeldet (z. B. bei Arztpraxen, Gewerbe).

Beim ersten Termin: Sind die Öffnungszeiten dem Ableser zugänglich? Beim Termin sieht der Ableser Ihre Geschäftszeiten und Sie bekommen einen zweiten kostenlosen Termin. Bitte warten Sie hierzu die Benachrichtigungskarte ab. Beim zweiten Termin: Sind die Öffnungszeiten stark eingeschränkt, können diese leider nicht bei der Routenplanung des Ablesers mit einem kostenfreien Termin berücksichtigt werden.

Kann der Ableser früher kommen bzw. kann die Zeitspanne näher eingegrenzt werden?

Wir stehen nicht in direktem Kontakt mit den Ablesern und können daher die Ablesezeiten nicht beeinflussen. Die Ableser sind zu den Hauptablesezeiten den ganzen Tag unterwegs und somit schwer zu erreichen. Es ist nicht möglich, während der Ablesung zu telefonieren. Um die Ablesung im Interesse aller Nutzer schnell und kostengünstig abzuwickeln, ist eine straffe Organisation notwendig.

Kann der Ableser zu erst in meiner Wohnung ablesen?

Grundsätzlich hat der Ableser eine festgelegte Reihenfolge beim Ablesen (Uhrzeigersinn). Wenn der Ableser vor Ort ist, haben Sie aber die Möglichkeit, ihn direkt anzusprechen. Sie können dem Ableser gerne einen Zettel mit Ihrer Bitte an der Haustür (nicht Wohnungstür) hinterlassen. Wir haben aber keinen direkten Kontakt zum Ableser und können daher nicht beurteilen, ob er Ihrem Wunsch entsprechen kann.

Kommt der Ableser pünktlich?

Ja, unsere Ableser sind erfahren und zuverlässig. Die Ableser halten sich an die Zeitfenster, die auf der Benachrichtigungskarte angegeben sind. Unvorhersehbare Ereignisse sind leider nicht auszuschließen.

Kann ich den Ablesetermin direkt mit dem Ableser abstimmen? Können Sie mir den Namen/die Telefonnummer des Ablesers nennen?

Nein, jeder Ableser organisiert die Routen eingenständig. Wir stehen nicht in direktem Kontakt mit dem Ableser. Wenn der Ableser seine Telefonnummer auf der Karte hinterlassen hat, setzen Sie sich mit ihm in Verbindung und stimmen einen Termin ab.

Mit welchem Recht lesen Sie zu solchen Zeiten ab?

Um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, können keine individuellen Termine kostenlos vereinbart werden. Die beauftragten Unternehmer planen ihre Route vollkommen selbständig. Auf die Planung haben wir keinen Einfluss.

Ich habe eine neue Benachrichtigungskarte erhalten, obwohl schon abgelesen wurde.

Bitte überprüfen Sie, ob evtl. Austauscharbeiten auf der Karte angekündigt werden. Die Ablesung und Austauscharbeiten können an getrennten Terminen vorgenommen werden, da nicht jeder Ableser auch Montagetätigkeiten ausführen kann/darf. Wenn nein, dann kann es sich eventuell um ein Versehen des Ablesers handeln. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Ich habe sofort eine rote Benachrichtigungskarte erhalten, und mein Verbrauch soll geschätzt werden. Damit bin ich nicht einverstanden.

Bitte wenden Sie sich direkt an unsere Ablese-Servicerufnummer: 0201/50 79 40 54.

Der Ablesetermin wurde zu kurzfristig angekündigt/verschoben.

Bitte versuchen Sie nach Möglichkeit, den angekündigten Termin wahrzunehmen. Ist dies der erste Termin und findet der Ableser bei Ihnen niemanden vor, wird er Ihnen per Anmeldekarte einen weiteren Termin vorgeben.

Ich wünsche einen kostenpflichtigen Termin.

Damit Ihr Auftrag schnellstmöglich bearbeitet wird, schicken Sie bitte die gelbe Karte oder ein formloses Schreiben mit Angabe Ihrer Telefonnummer und Ihrem Wunschtermin (bitte nicht zu kurzfristig) an Ihre zuständige Niederlassung. Sie können auch auf die 2. Benachrichtigungskarte warten und diese dann unterschrieben an Ihre Niederlassung zurückschicken. Beachten Sie jedoch, dass ein Einzeltermin kostenpflichtig ist und Ihnen in Rechnung gestellt wird, weil der Ableser extra für Sie ins Haus kommt. Die für Sie zuständige Niederlassung erfahren Sie hier.

Wieso müssen Geräte ausgetauscht werden?

Das kann mehrere Gründe haben: Meistens geschieht dies, weil die Eichfrist der Geräte abgelaufen ist, oder der Ableser hat beim Ablesen eine Funktionsstörung festgestellt, die er nicht gleich beheben konnte. 

Der Ableser hat bei den Geräten die Skala mit den Stricheinheiten entfernt/ausgewechselt. Stimmt dadurch die Abrechnung noch?

Waren Sie bisher Kunde der ehemaligen Firma Landis & Staefa? Wie Sie sicher wissen, wurde die Firma durch ista Deutschland GmbH übernommen. Unsere Standards sind jedoch so, dass wir die Ablesung nach viel feineren Einheiten vornehmen und damit noch genauer abrechnen können. Diesen Standard wollen wir natürlich auch auf alle ehemals von Landis & Staefa betreuten Wohneinheiten anwenden. Ihre Abrechnung wird dadurch auf keinen Fall falsch, sondern eher noch genauer.

Bekomme ich bei der mobilen Datenerfassung (MDE) überhaupt keinen Ausdruck der abgelesenen Daten auf Papier mehr? Wie kann ich die Werte, die der Ableser in seinen Handheld-Computer eingibt, trotzdem kontrollieren?

Grundsätzlich wird es keine Ablesequittung mehr geben, die Sie als Nutzer zu unterschreiben haben. Wir empfehlen Ihnen daher, den Ableser zu begleiten und sich die Werte zeigen zu lassen, die er in den Handheld-Computer eingibt. Ggf. können Sie sich die Werte auch notieren, um sie später mit den Werten auf Ihrer Abrechnung vergleichen zu können.

Was passiert, wenn während der Ablesung per mobiler Datenerfassung (MDE) die Batterie des Handheld-Computers und/oder das komplette Gerät ausfällt? Gehen dann alle bereits erfassten Daten verloren, so dass noch einmal abgelesen werden muss?

Falls die Gerätebatterie und/oder das komplette Gerät während der Ablesung einmal ausfallen sollten, sichert ein sogenannter Flash-Speicher die Ablesewerte für eine bestimmte Zeit. Die Ablesung muss daher nicht wiederholt werden. Im Fall des Gerätedefektes wird der Ableser die Werte handschriftlich in ein "Informationsblatt für die Liegenschaft" (ähnlich der herkömmlichen Ablesequittung) eintragen. Die Sicherheit der Datenübertragung wird dadurch gewährleistet, dass jede Übertragung von Ablesewerten auf den Zentralrechner mit einem Bemerkungsschlüssel (Übertragung "vollständig" oder "fehlerhaft") quittiert wird. Bevor die Daten verarbeitet werden, wird dieser Originalauszug noch gesichert.

Wo finde ich in der Abrechnung meine abgelesenen Einheiten wieder?

Ihre abgelesenen Einheiten finden Sie auf der Einzelabrechnung unter der Überschrift "IHRE ABRECHNUNG" wieder. Antworten zu Detailfragen finden Sie auf der Abrechnungsrückseite unter "Erläuterungen zur Kostenabrechnung".

Auf welcher rechtlichen Grundlage wurde die Abrechnung erstellt?

Die rechtliche Grundlage für die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten bildet die Heizkostenverordnung (HKVO).

Wie kann ich die Abrechnung überprüfen?

Die Abrechnung wurde von uns treuhänderisch im Auftrag der Hausverwaltung/des Vermieters erstellt. Die Rechnungen für die umgelegten Kosten können Sie bei Bedarf dort einsehen.

Von wem bekomme ich meine Abrechnung?

Sie bekommen Ihre Abrechnung von Ihrer Hausverwaltung/Ihrem Vermieter.

Welche Bedeutung haben die Skalen bei Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip?

Standardmäßig ist auf dem Gerät die Einheitsskala angebracht. Die Anzeigewerte werden vor Übernahme in die Abrechnung von uns in die Verbrauchswerte umgerechnet. Bei dieser Umrechnung sind die heizkörperspezifischen Daten (Typ, Bauart, Größe, Leistung) zu berücksichtigen. Ist der Heizkostenverteiler auf Wunsch bereits mit einer sogenannten Produktenskala ausgerüstet, so sind diese Heizkörperdaten bei den Anzeigewerten auf der Skala berücksichtigt. Die dann abgelesenen Werte können direkt in die Abrechnung übernommen werden.

Wo im Gerät befindet sich die Flüssigkeit?

Die Messflüssigkeit befindet sich in einer Glasampulle mit einer Stricheinteilung am Gerät.

Wie sieht die Anzeigeart von Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip aus?

Es handelt sich um Stricheinheiten.

Wie sieht die Anzeigeart von elektronischen Heizkostenverteilern aus?

Es handelt sich um eine LCD-Anzeige, die in der Regel - je nach Gerätetyp Stichtagsspeicherung zum Ende des Abrechnungszeitraumes (Stichtagsspeicherung ist möglich, aber nicht zwingend Grundlage für die Abrechnung) - fortlaufend ist.

Muss ein Rauchwarnmelder unbedingt immer an der Decke befestigt werden?

Ja, denn der Rauch steigt nach oben und konzentriert sich genau dort.

Welche Richtlinien gelten zur Montage an Dachschrägen/schrägen Wänden (Abstände etc.)?

Generell ist alles in der DIN 14676 geregelt. Hier sind auch Anordnungen mit besonderen Raumgeometrien berücksichtigt (Eckbereiche, rechtwinkliger Flur oder Gang, Dachschrägen, schräge Wände etc.).

Ist es erlaubt, den Rauchwarnmelder anzustreichen?

Nein! Die Bedienungsanleitung des Rauchmelders gibt hierüber genauen Aufschluss. Von einem Anstrich ist abzusehen, da hier die Gefahr besteht, den Rauchwarnmelder zu beschädigen.

Kann ich Rauchmelder in Treppenhäusern, Kellern und Dachböden einsetzen?

Viele Rauchwarnmelder sind in Umgebungstemperaturen von +5°C bis +50°C einsetzbar. Beim Einsatz von „gewöhnlichen Rauchwarnmeldern“ in o. g. Räumen ist jedoch zu beachten, dass das Risiko von Fehlalarmen (z.B. durch Staubentwicklung, Zugluft, Temperaturschwankungen u. ä.) zunimmt.

Wie oft muss ich die Batterie wechseln?

Die Batterie muss gemäß Herstellerangaben gewechselt werden. Rauchwarnmelder verfügen über eine „Batteriewechselanzeige“, die ein Schwächer werden der Batterie durch einen Signalton und gegebenenfalls durch eine Leuchtdiode anzeigen. Wir empfehlen die Verwendung eines Rauchmelders mit einer Zehnjahresbatterie.

Kann man den Warnton bei einem Fehlalarm manuell ausschalten?

Der Warnton kann, je nach Typ, durch die Stummschalttaste oder durch Batterieentfernung abgeschaltet werden. Achten Sie, sofern Sie die Batterie entfernt haben, unbedingt darauf, den Rauchwarnmelder anschließend wieder in Betrieb zu nehmen. (Batterie wieder einsetzen!)

Was kann der Nutzer tun, wenn ein Rauchwarnmelder eine Störung/einen Fehlalarm hat?

Sicherstellen, dass wirklich keine Brandquelle vorliegt. Signalton ausschalten, je nach Typ betätigen Sie die Stummschalttaste oder entfernen Sie die Batterie. Achten Sie unbedingt darauf, den Rauchwarnmelder anschließend wieder in Betrieb zu nehmen! Machen Sie die Störquelle ausfindig und beseitigen Sie diese, testen Sie anschließend die Funktionstüchtigkeit des Rauchwarnmelders. Sollte keine Störquelle ausfindig gemacht werden können und der Melder wiederholt einen Fehlalarm auslösen, sollten die Geräte ausgetauscht werden.

Welche Störquellen/-größen können Fehlalarm auslösen?

Die häufigsten Störquellen sind: Wasserdampf, scharfes Anbraten, aufgewirbelter Staub und große Temperaturschwankungen.

Wie oft muss ich den Rauchwarnmelder prüfen / warten?

Die Prüfvorgaben sind in der Bedienungsanleitung festgelegt. In den Bundesländern mit Rauchmelderpflicht gilt gemäß DIN 14676 darüber hinaus die jährliche Funktionsprüfung, bestehend aus Sicht- und Alarmprüfung.

Gibt es eine optische Anzeige, ob der Rauchwarnmelder funktionstüchtig ist?

Ja, viele Rauchmelder haben eine optische Leuchtdiode, die Ihnen signalisiert, dass der Rauchwarnmelder noch funktionstüchtig ist.

Wie oft muss ich den Rauchwarnmelder prüfen / warten?

Die Prüfvorgaben sind in der Bedienungsanleitung festgelegt. Gemäß DIN 14676 ist mindestens einmal jährlich eine Inspektion und Wartung der Rauchwarnmelder durchzuführen.

Ist die Funktionsprüfung des Rauchwarnmelders durch Knopfdruck ausreichend?

Nein, gemäß DIN 14676 sind weitere Funktionalitäten zu überprüfen. Die Inspektion und Wartung umfasst außerdem eine Überprüfung, ob die Raucheintrittsöffnungen frei sind, eine äußerliche Beschädigung des Gerätes vorliegt und der Montageort noch normgerecht (Raumumnutzung) ist.

Kann ich den Marken vertrauen?

Kaufen Sie nur Rauchwarnmelder, die mit CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sind. Dieses CE-Zeichen trifft jedoch keine qualitative Aussage, sondern besagt nur, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf. Wenn Sie zusätzlich sicher sein wollen, dass der Rauchmelder ständigen Qualitätskontrollen durch Dritte unterliegt, sollten Sie auf das VdS-Prüfzeichen* achten. (*Ein anderes Prüfinstitut, das die Qualitätsstandards von Rauchmeldern durch wiederkehrende Kontrollen am Markt prüft, gibt es derzeit in Deutschland nicht.)

Worin liegt der Unterschied zwischen einem Billigrauchmelder und einem teuren Modell? Gibt es Qualitätsunterschiede bei der Gerätetechnik?

Qualitätsrauchmelder sind zuverlässiger und reduzieren Fehlalarme auf ein Minimum. Sie bieten Schutz gegen Eindringen von Staub, Schmutz und Insekten von außen, sonst eine häufige Ursache von Fehlalarmen. Qualitätiv hochwertige Rauchwarnmelder sind störsicher gegenüber elektromagnetischen Empfindlichkeiten (Trafos, Lampen, Funkgeräte und Mobiltelefone). Sie sind zuverlässig bei Temperaturschwankungen, u. a. beim Stoßlüften, und erkennen Brandrauch aus jeder Richtung gleich schnell und sicher. Die hochwertigen Melder verwenden außerdem langlebige Bauteile, so dass ALLE Komponenten des Qualitätsrauchmelders, nicht nur die Batterie,  auch bis zu 10 Jahre halten. Außerdem sind sie 100% rückverfolgbar zum Hersteller.  

Warum verursacht der Wasserzähler Geräusche?

Nach unserer Erfahrung treten Geräusche auf, wenn die Einsatzgrenze der Durchflussmenge des jeweiligen Zählertyps erheblich überschritten wird. Daher bitten wir zu prüfen, ob die reale Durchflussmenge in den Einsatzgrenzen liegt, die bei der Auswahl des Gerätes zugrunde gelegt wurden. Sollte dies nicht der Fall sein, muss ein dem Volumenstrom entsprechender Zähler eingebaut werden.

Wie sieht die Anzeigeart von Wasserzählern aus?

Es handelt sich um eine physikalisch exakte Maßeinheit. Die Anzeige erfolgt auf einem Rollzählwerk in cbm mit 2 bis 3 Nachkommastellen.

Was sind Warmwasserkostenverteiler?

Zur Erfassung des Warmwasserverbrauchs wurden von den 50er bis in die späten 70er Jahre sehr häufig Warmwasserkostenverteiler (WKV) eingesetzt. Diese Geräte leiten einen Teilstrom der Warmwasserleitung um. Dadurch wird ein Wärmespeicher erhitzt, und in einer daran anliegenden Ampulle kondensiert eine Flüssigkeit. Die Höhe der Flüssigkeit in der Ampulle gibt eine relative Größe für den Warmwasserverbrauch an. Mit zunehmendem Alter treten jedoch Probleme mit diesem Messgerätetyp auf. Je nach vorhandener Wasserqualität spielen Verschmutzung und Verkalkung zunehmend eine Rolle, was die Ablagerung in den Teilstromkanälen angeht. Die Ablagerungen in den Teilstromkanälen führen zu einer Verringerung der Verbrauchsanzeigen. Somit wird der Warmwasserverbrauch nicht korrekt und im Extremfall überhaupt nicht mehr erfasst (0-Anzeige).

Wie sieht die Anzeigeart von Wärmezählern aus?

Es handelt sich um eine physikalisch exakte Maßeinheit. Die Anzeige erfolgt auf einem Rollenzählwerk oder LCD-Anzeige in kWh, mWh, G-Joule oder G-Kalorien.

Gibt es eine Ausnahme von der Vorschrift?

Ja, der Einbau des Zählers ist nur dann gemäß § 9 Absatz 2 Satz 2 HKVO nicht notwendig, wenn ein „unzumutbar hoher Aufwand“ mit der Installation des Wärmezählers verbunden ist.

Was ist ein „unzumutbar hoher Aufwand“?

Es existieren bisher keine belastbaren Kriterien, die den „unzumutbar hohen Aufwand“ im Sinne der genannten Vorschrift belegen. Zudem liegt darüber noch keine einschlägige Rechtsprechung vor.

W i c h t i g !

Den Nachweis für einen „unzumutbar hohen Aufwand“ muss der Gebäudeeigentümer führen!

Ich habe nur zwei Wohnungseinheiten - Muss der Wärmezähler auch in diesem Fall installiert werden?

Ja, denn die HKVO sieht für derartige Anlagen keine Ausnahmeregelung vor.

Wie werden die Mietkosten für den Wärmezähler nach § 9 Abs. 2 Satz 1 HKVO umgelegt?

Die Kosten für die Anmietung des Wärmezählers werden als Zusatzkosten Warmwasser auf die Nutzer umlegt, vgl. § 8 Abs. 2 HKVO.  Auch hierzu liegt jedoch noch keine einschlägige Rechtsprechung vor.

Ist eine Ankündigung bei beabsichtigter Anmietung des Wärmezählers nach § 9 Abs. 2 HKVO notwendig?

Die HKVO regelt diesen Fall nicht explizit; belastbare Rechtsprechung ist zu dieser Frage bislang nicht ergangen. Daher ist nicht erkennbar, dass der Kunde seine Mieter im Vorfeld informieren muss, wenn er den Wärmezähler anmieten möchte.

Rechtlicher Hintergrund:

Nach Absatz 3 der Vorschrift ist die Wärmemenge "Q" als Bestandteil der dortigen Formel ebenfalls vorausgesetzt, die sich "nach Absatz 2" ergeben soll. Absatz 2 geht aber in der Regel davon aus, dass die auf die zentrale Warmwasserversorgungsanlage entfallende Wärmemenge "Q" mit einem Wärmezähler gemessen wird, und allein dann, wenn nur mit einem "unzumutbar hohen Aufwand" diese Wärmemenge gemessen werden kann, soll die Formel nach Absatz 2 Satz 2 anzuwenden sein. Demnach soll also auch bei der Berechnung des Brennstoffverbrauchs bei Anlagen mit Heizkesseln nach der in Absatz 3 genannten Formel zumindest ein Parameter dieser Formel in der Regeln nach dem in Absatz 2 genannten Wärmezähler zu bestimmen sein, so dass auch für diese Art der zentralen Heizungsanlage ein Wärmezähler für die Bestimmung des Parameters "Q" vom Verordnungsgeber vorausgesetzt wird.

Formel

Es sind doch bereits in allen Wohnungen Warmwasserzähler installiert, wieso sollen jetzt noch mehr Warmwasserzähler eingebaut werden?

Es werden keine weiteren Warmwasserzähler installiert, sondern nur ein zusätzlicher Wärmezähler, der die gesamte Energie erfasst, die zur Warmwasserbereitung benötigt wird.

Kann bei bestimmten Warmwasserspeichern (Warmwasser nach dem Durch-laufprinzip) ein Wärmezähler eingebaut werden?

Nein. In diesen Fällen ist der Einbau eines Wärmezählers mit einem unzumutbar hohen Aufwand verbunden. Dann darf nach der Formel (§ 9 Abs. 2 HKVO) des gesamtem Warmwassers abgerechnet werden.

Muss bei einer Wohnungssystemzentrale noch ein Wärmezähler eingebaut werden?

Nein, da sich § 9 der HKVO nur auf Anlagen mit zentraler Warmwasserbereitung bezieht.

Wie erfolgt die Abrechnung, wenn ich keinen Zähler installiere?

Sollte kein Wärmezähler für Warmwasser installiert worden sein, erfolgt die Abrechnung nach der Formelberechnung gemäß § 9 Absatz 2 Satz 2 der HKVO.


Formel

Worin liegt der Unterschied in der Finanzierung der Wärmezähler beim Kauf, dem Kauf in Verbindung mit einem Garantiewartungsvertrag und der Miete?

Kauf der Zähler:

Bei dieser Variante gehen die Zähler in Ihren Eigentum über. Nach Ablauf der gesetzlichen Eichfrist von 5 Jahren müssen die Zähler ausgetauscht werden und es entstehen erneute Kosten für den Kauf. Die Altgeräte verbleiben in Ihrem Eigentum.

 

Kauf in Verbindung mit einem Garantiewartungsvertrag:

Die Zähler werden in dieser Variante gekauft und im Rahmen des Garantiewartungsvertrages übernimmt ista für die gesamte Eichfrist die Gewährleistung für die Zähler. Die Kosten für die Garantiewartung sind im Rahmen der Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung umlagefähig. Nach Ablauf der gesetzlichen Eichfrist von 5 Jahren werden die Zähler kostenfrei ausgetauscht – auch dann, wenn der Vertrag nicht verlängert wird. Eine Information der Mieter ist nicht erforderlich.

 

Miete der Zähler:

In diesem Fall bleiben die Zähler Eigentum von ista. Über die gesamte Laufzeit sichert ista die Funktionsfähigkeit der Zähler. Bei einem erstmals abgeschlossenen Mietvertrag müssen die Mieter vorab über die voraussichtlichen Kosten informiert werden, § 4 Absatz 2 HKVO. Haben innerhalb von einem Monat nicht mehr als die Hälfte der Mieter widersprochen, kann die Maßnahme durchgeführt werden. Läuft die ursprüngliche Mietvertragslaufzeit aus und wird der Vertrag automatisch verlängert -  die Mieter müssen nicht erneut informiert werden. Nur bei der Einhaltung dieser formellen Verfahrensweise sind die Kosten für die Miete im Rahmen der Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung umlagefähig.

Bedarfsbasierter oder verbrauchsbasierter Energieausweis – welchen brauche ich?

Ein bedarfsbasierter Energieausweis istvorgeschrieben für Gebäude mit weniger als fünf Wohnungen, die auf Grundlage eines Bauantrags vor dem 1. November 1977 errichtet und nicht mindestens auf das Anforderungsniveau der ersten Wärmeschutzverordnung (WSVO) von 1977 modernisiert wurden. Auch wer künftig Mittel aus staatlichen Förderprogrammen zur energetischen Sanierung seines Gebäudes bekommen möchte, muss einen Bedarfsausweis vorlegen. Für die Erstellung eines bedarfsbasierten Energieausweises ist eine Begehung der Liegenschaft durch einen Energieberater nötig.
Verbrauchsbasierte Energieausweise sind in allen anderen Fällen zulässig, also bei Gebäuden mit mindestens fünf Wohnungen und einem Bauantrag nach dem 1. November 1977.

Was ist im Sinne der EnEV 2014 unter einem Wohngebäude zu verstehen?

In der EnEV 2014 ist eindeutig geregelt, dass ein Energieausweis für ein Gebäude und nicht für eine Liegenschaft auszustellen ist; unklar bleibt allerdings die Definition des Gebäudebegriffs. Aus diesem Grund hat die „Arbeitsgruppe EnEV“ der Fachkommission des Deutschen Instituts für Bautechnik der Bauministerkonferenz in der amtlichen Auslegung zur Energieeinsparverordnung (EnEV) Kriterien herangezogen, die bei der Abgrenzung von Gebäuden, Gebäudeteilen und Wohnungen als Anhaltspunkte eingesetzt werden. Zutreffende Kriterien für ein Gebäude nach dem Deutschen Institut für Bautechnik (DiBt) sind:

  • die selbstständige Nutzbarkeit (eigenes Treppenhaus/ eigener Flur),
  • ein trennbarer räumlicher und funktionaler Zusammenhang,
  • eine Abgrenzung durch wärmeübertragende Umfassungsfläche,
  • eigene Hausnummer,
  • eine Eigentumsgrenze,
  • eigener Eingang

Das DiBt vertritt die Auffassung, dass bei genutzten Immobilien, die ausschließlich zum Wohnen oder Nichtwohnen dienen, mehrere Gebäude vorliegen können. Auch Doppelhaushälften und mehrere aneinandergereihte Reihenhäuser werden oft durch einen gemeinsamen Wärmeerzeuger versorgt und sind dennoch als eigenständige Gebäude im Sinne der EnEV 2014 anzusehen.

Die einzelnen Abschnitte von Reihenhäusern können jeweils in unterschiedlicher energetischer Qualität errichtet werden und bei Doppelhaushälften treten ebenso verschiedene energetische Zustände auf, wie z.B. durch nicht einheitlich durchgeführte Modernisierungen.

Um diesen Gegebenheiten gerecht zu werden, erstellt ista nach den vorgenannten Gebäudekriterien des DiBt den Energieausweis je Hauseingang aus. Diese Vorgehensweise stellt für unsere Kunden und ista eine rechtssichere Lösung dar.

Sind die Kosten des Energieausweises umlagefähig?

Eine Umlage der Kosten für die Erstellung von Energieausweisen auf die Mieter, beispielsweise über die Heizkostenabrechnung, ist nicht zulässig.

Welche Gebäude sind von Energieausweisen nicht betroffen?

Da die Energieeinsparverordnung nur für Gebäude gilt, deren Räume unter Einsatz von Energie beheizt oder gekühlt werden, sind keine Energieausweise notwendig, wenn ungeheizte oder ungekühlte Gebäude oder Räum verkauft und vermietet werden (z.B. Tiefgaragenplätze, Lagerräume). Des Weiteren sind folgende Gebäude von der Ausweispflicht befreit
 

  • Wohngebäude, die für eine Nutzungsdauer von weniger als 4 Monaten im Jahr bestimmt sind,
  • Kirchen
  • unter Denkmalschutz stehende Gebäude
  • Ferienhäuser und Ferienwohnungen
  • Abrissgebäude
Seit wann gibt es die Pflicht zu Energieausweisen?

Spätestens seit dem 01. Januar 2009 müssen Verkäufer, Vermieter, Verpächter oder Leasinggeber einen Energieausweis ausstellen lassen, um ihn potenziellen Käufern oder neuen Mietern zu zeigen, spätestens wenn diese ihn verlangen. Für Nichtwohngebäude, also insbesondere Gebäude mit überwiegend gewerblicher Nutzung, besteht diese Verpflichtung seit dem 1. Juli 2009.


Neu ist seit dem 01. Mai 2014, dass der Energieausweis spätestens bei der Haus- oder Wohnungsbesichtigung unaufgefordert vorzulegen ist. Ergänzend dazu ist mit Abschluss eine Kauf- oder Mietvertrags der Energieausweis unverzüglich wenigstens in Kopie zu übergeben.

Woher bekomme ich einen Energieausweis?

ista bietet Ihnen die Erstellung von verbrauchsausweisen als auch die Anfertigung von bedarfsausweisen für Wohngebäude und Nichtwohngebäude an.

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Brauche ich eine Registrierungsnummer für meinen Energieausweis und wie bekomme ich diese?

Eine Registrierungsnummer wird für alle Energieausweise vergeben, die seit dem 01. Mai 2014 nach den Vorgaben der EnEV 2014 erstellt werden. ista beantragt die Registrierungsnummer für seine Kunden bei der Ausstellung eines neuen Energieausweises und stellt die dafür notwendigen Informationen zusammen - Sie müssen sich um nichts kümmern.

Wie lange gelten Energieausweise?

Energieausweise haben eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren. Wer dazwischen energetische Verbesserungen seines Gebäudes vornimmt, wird allerdings regelmäßig vor Ablauf dieser zehn Jahre einen neuen Energieausweis erstellen lassen, um die Vorteile und den verbesserten Wert gegenüber Käufern und Mietern auch nachweisen zu können.

Welche energetischen Informationen muss eine Immobilienanzeige bei Wohngebäuden umfassen?

Für alle Wohngebäude, bei denen ein Energieausweis mit Ausstellungsdatum nach dem 01. Mai 2014 vorliegt, müssen folgende Angaben in der Anzeige enthalten sein:

  • die Art des Energieausweises (verbrauchs- oder bedarfsbasiert)
  • der Endenergiekennwert (in kWh/m²•a)
  • der wesentliche Energieträger für Heizung (z.B. Gas)
  • das Baujahr des Gebäudes (z.B. 1996)
  • die Energieeffizienzklasse (A+ bis H)

Enthält der Energieausweis nur den Kennwert für Heizung, muss für die Immobilienanzeige zusätzlich eine Pauschale von 20 kWh je Quadratmeter und Jahr für Warmwasser dazu addiert werden. Diese Pflicht betrifft nur verbrauchsausweise die zwischen dem 01.10.2007 und dem 30.04.2014 erstellt wurden und kein Warmwasseranteil enthalten.

Welche energetischen Informationen muss eine Immobilienanzeige bei Nichtwohngebäuden umfassen?

Für alle Nichtwohngebäude, bei denen ein Energieausweis mit Ausstellungsdatum nach dem 01. Mai 2014 vorliegt, müssen folgende Angaben in der Anzeige enthalten sein:
 

  • die Art des Energieausweises (verbrauchs- oder bedarfsbasiert)
  • der Endenergiekennwert (in kWh/m²•a) getrennt für Heizung und Strom
  • der wesentliche Energieträger für Heizung (z.B. Gas)
Welcher Energieträger ist in der Immobilienanzeige anzugeben, wenn der Energieträger wechselte?

In der Immobilienanzeige ist der Energieträger anzugeben, der im Energieausweis ausgewiesen ist. Im Energieausweis ist typischerweise der Energieträger angezeigt, der zuletzt verwendet wurde. Wurden Heizanlage und Energieträger getauscht, ist die Erstellung eines neuen Energieausweises spätestens drei Jahre nach dem Wechsel zu empfehlen, weil sich durch den Austausch wahrscheinlich die Energieeffizienz des Gebäudes verbessert, zumindest aber verändert hat.

Soll der Energieausweis Bestandteil des Miet- oder Kaufvertrages werden?

Nein, der Energieausweis dient lediglich der Information im Vorfeld zur Entscheidungsfindung für potenzielle Miet- oder Kaufinteressenten. Die dort enthaltenen Informationen sollen nicht Bestandteil des Miet- oder Kaufvertrages werden.

Ich habe noch keinen Energieausweis - muss ich jetzt einen ausstellen lassen?

Haben Sie noch keinen Energieausweis, können Sie diesen schnell bei ista beauftragen.

Unter folgendem Link gelangen Sie direkt zur Online-Beauftragung

Was passiert, wenn ich keinen Energieausweis habe und auch keinen erstellen lassen möchte?

In der Immobilienanzeige können Sie in diesem Fall zunächst auf die Angabe der energetischen Informationen verzichten. Spätestens zum Zeitpunkt der Haus- / Wohnungsbesichtigung brauchen Sie aber einen Energieausweis – diesen müssen Sie dann dem Interessenten vorlegen. Wird bei der Besichtigung kein Energieausweis vorgelegt, begehen Sie als Vermieter / Verkäufer eine Ordnungswidrigkeit und riskieren ein Bußgeld bis zu 15.000 €. Der Energieausweis muss also spätestens dann erstellt werden, wenn sich der erste Interessent meldet.

Ich habe bereits vor dem 1. Mai 2014 einen Energieausweis erstellen lassen - benötige ich jetzt einen neuen?

Nein. Sie brauchen jetzt keinen neuen Energieausweis. Der bestehende Energieausweis für Ihr Gebäude ist bis zum Ablauf seiner Zehnjahresfrist gültig. Wenn Sie Ihr Gebäude jedoch in den vergangenen drei Jahren energetisch saniert haben, empfehlen wir, einen neuen Energieausweis zu beantragen. Denn mit besseren Energiekennwerten lässt sich ein Gebäude regelmäßig besser vermieten oder verkaufen.

Welche Angaben muss ich in der Immobilienanzeige machen, wenn mein Energieausweis vor dem 1. Mai 2014 erstellt wurde?

Gemäß Bekanntmachung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sind folgende Angaben zu nennen:

  • die Art des Energieausweises (bedarfs- oder verbrauchsbasiert)
  • das Baujahr des Gebäudes (bei Wohngebäuden)
  • die wesentlichen Energieträger für die Heizung des Gebäudes
  • der Energiekennwert des Gebäudes (Endenergie) - bei Nichtwohngebäuden getrennt nach Wärme und Strom

Ist der Anteil des warmen Wassers im verbrauchsbasierten Energieausweis (Verbrauchsausweis) im Energieverbrauchskennwert nicht enthalten, weil Warmwasser z.B. über Durchlauferhitzer und somit mit Strom direkt in den Wohnungen erwärmt wird, addieren Sie pauschal 20 kWh/m²•a zum Kennwert dazu und nennen Sie diesen Wert in der Anzeige.

Übrigens: Energieausweise enthalten seit dem 01. Mai 2014 immer den vollständigen Kennwert für Heizung und Warmwasser.

Der Energieausweis enthält nur Heizung. Was ist mit Warmwasser?

Wenn Sie einen Energieausweis haben, in dem nur der Energiekennwert für Heizung enthalten ist, müssen Sie für die Immobilienanzeige zum Kennwert für Heizung die Pauschale von 20 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²•a) für Warmwasser dazu addieren.
Somit können jetzt Gebäude mit zentraler Warmwasserbereitung und dezentraler Warmwasserbereitung direkt verglichen werden. Die Pflicht zur Anpassung des Kennwerts besteht nur für verbrauchsbasierte Energieausweise, die zwischen dem 01. Oktober 2007 und dem 30. April 2014 erstellt wurden und bei denen der Warmwasserverbrauch nicht beinhaltet ist. In neueren Energieausweisen ist der Warmwasseranteil direkt enthalten.

Ob der Warmwasseranteil in Ihrem Energieausweis enthalten ist, sehen Sie an einem kleinen Feld rechts unterhalb des farbigen "Bandtachos" auf Seite 3 des Energieausweises.

Seit wann muss ich die Energieangaben in die Immobilienanzeige aufnehmen?

Seit dem 01. Mai 2014 sind Energiekennwerte in Immobilienanzeigen aufzunehmen. Bußgelder können jedoch erst ab dem 01. Mai 2015 verhängt werden.

Wer genau ist von dieser Pflicht betroffen?

Nach § 16a den EnEV sind betroffen: „Verkäufer, Vermieter, Verpächter und Leasinggeber bei Immobilienanzeigen“.

Bei welchen Immobiliengeschäften gilt die Pflicht?

Nach § 16 der EnEV 2014 sind folgende Vorgänge betroffen:

  • Verkauf, neue Vermietung, neue Verpachtung und neues Leasing.


Dies gilt für folgende Güter:

  • Ganze Gebäude, Teile eines Gebäudes, ein mit einem Gebäude bebautes Grundstück, ein grundstücksgleiches Recht an einem bebauten Grundstück, ein Wohnungseigentum (also Eigentumswohnung o.ä.), ein Teileigentum an einem Gebäude, eine Wohnung, etc.
Was genau wird unter „kommerzieller Anzeige“ verstanden?

Die Verordnung macht dazu keine detaillierten Angaben.
Entscheidend ist nicht, ob die Anzeige in einem Medium Geld kostet, sondern ob in diesem Medium typischerweise Immobilienanzeigen verbreitet werden.

  • Als „kommerzielle Medien“ nach EnEV gelten also z.B. Zeitungen, Zeitschriften, Webseiten von Maklern im Internet, Immobilienportale im Internet u.a.
  • Keine „kommerziellen Medien“ sind z.B. der Aushang an einem schwarzen Brett im Hausflur, der Aushang an einem Infostand im Supermarkt u.ä.Um möglichem Streit aus dem Weg zu gehen, empfehlen wir, bei allen Immobilienanzeigen die Pflichtangaben zu machen.
Sind Websites von Maklern und Immobilienportale im Internet kommerzielle Medien im Sinne der EnEV?

Ja.Hier werden typischerweise Immobilienangebote verbreitet, deswegen müssen Sie hier die energetischen Angaben machen.

Wer haftet für falsche Werte in der Immobilienanzeige?

Für falsch berechnete Werte im Energieausweis haftet der Aussteller, sofern diese auf reinen Berechnungsfehlern beruhen. Beruhen die Fehler aber auf falschen Angaben des Eigentümers (z.B. falsche Angaben zum Energieverbrauch) ist dieser haftbar.

Fälscht der Eigentümer die Werte des Energieausweises wissentlich in der Anzeige, ist ebenfalls der Eigentümer haftbar.
 

Habe ich generell Strafen zu befürchten, wenn ich die energetischen Angaben in der Anzeige weglasse?

Liegt für das Gebäude zum Zeitpunkt der Anzeigenschaltung kein Energieausweis vor, so sind keine haftungsrechtlichen Fragen zu befürchten, wenn die entsprechenden Informationen nicht veröffentlicht werden. Ein Verstoß entsteht erst, wenn ein gültiger Ausweis vorliegt und Sie die Angaben dann weglassen.

Mache ich mich ab sofort strafbar, wenn ich keine Energiekennwerte in Immobilienanzeigen aufnehme?

Erst ab dem 01. Mai 2015 sind fehlende Energiekennwerte in Immobilienanzeigen bußgeldbewehrt.

Muss mich mein Makler auf die neuen Pflichten ansprechen bzw. trifft diesen eine Mitschuld bei fehlenden Werten?

Nein.Für die Veröffentlichung der Werte in einer Anzeige ist generell der Verkäufer / Vermieter / … verantwortlich. Den Makler oder Betreiber der Veröffentlichungsquelle treffen hier keine direkten haftungsrechtlichen Pflichten. Ein professioneller und sachkundiger Makler wird Sie aber sicherlich auf die Pflicht hinweisen.

Welche Folgen hat ein schlechter Energiekennwert?

Ein schlechter Energiekennwert hat keine direkten Folgen. Energieausweise dienen lediglich der Information der Käufer oder Mieter. Kein Gebäudeeigentümer kann zum heutigen Zeitpunkt grundsätzlich wegen eines schlechten Energiekennwertes zur Gebäudemodernisierung gezwungen werden. Je besser der Energiekennwert, desto besser sind in der Regel allerdings die Verkaufs- / Vermietungschancen.

Sind Strafen im Zusammenhang mit der Veröffentlichungspflicht zu befürchten?

Ja. § 27 der EnEV 2014 definiert verschiedene Ordnungswidrigkeitstatbestände, wie z.B. die Publikationspflicht in kommerziellen Medien oder die Vorlage bei Besichtigungen. Es sind Bußgelder bis zu 15.000 € möglich. Wie hoch dieses jedoch in den konkreten Fällen ausfällt, bleibt abzuwarten.

Was ist eine Gebäudenutzfläche?

Zur Erstellung von Energieausweisen im Wohngebäudebestand kann die Gebäudenutzfläche vereinfachend mit dem Faktor 1,2 aus der Wohnfläche errechnet werden. Ausnahme: Bei Ein- u. Zweifamilienhäusern mit beheiztem Keller ist der Faktor 1,35 anzusetzen.

Was ist eine Brutto- und Nettogrundfläche?

Nach DIN 277 gilt:

Bruttogrundfläche (BGF):Die Bruttogrundfläche ist die Summe der Grundflächen aller Grundriss Ebenen eines Bauwerks – weitere Gliederung in Nettogrundfläche und Konstruktionsfläche.

Die Nettogrundfläche (NGF) ist die Summe der Grundflächen aller Grundriss Ebenen eines Bauwerks ohne die Konstruktionsflächen – weitere Gliederung in Nutzfläche, Technische Funktionsfläche und Verkehrsfläche.

Die Nettogrundfläche schließt ein die Grundflächen von:

  • Freiliegenden Installationen
  • Fest eingebauten Gegenständen, wie z.B. von Öfen, Heiz- und Klimageräten, Bade- oder Duschwannen usw.
  • Nicht raumhohe Vormauerungen und Bekleidungen
  • Einbaumöbeln,
  • Nicht ortsgebundenen, versetzbaren Raumteilern,
  • Installationskanälen und -schächten sowie Kriechkellern über 1,0 m² lichtem Querschnitt,
  •  Aufzugsschächten.

 

Werden auch Energieausweise für Eigentumswohnung ausgestellt?

Es ist nicht möglich, einen Energieausweis für einen einzelnen Gebäudeteil (z. B. eine einzelne Wohnung) auszustellen. Ein Energieausweis muss immer für das gesamte Objekt angefertigt werden Die Ausnahme: Trennung von Wohn- und Gewerbe mit zwei verschiedenen Energieausweisen (einmal für Wohngebäude und einmal für Nichtwohngebäude).

Was bedeuten die Begriffe Primärenergiebedarf und Endenergiebedarf?

Der Primärenergiebedarf umfasst die Energiemenge, die bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers benötigt werden. Dabei wird der Energiebedarf unter Berücksichtigung der verwendeten Energieträger mit einem Primärenergiefaktor (z. B. Erdgas = 1,1; Nah- und Fernwärme = 0; Strom = 3,0) multipliziert.

Der Endenergiebedarf ist das Ergebnis der Multiplikation. Dieser Wert wird in Ihren Energieausweis eingetragen. Durch die unterschiedlichen Faktoren ist es also durchaus möglich, dass der Endenergiebedarf höher ist als der Primärenergiebedarf.

Bei gemischt genutzten Gebäuden müssen ein oder zwei Energieausweise erstellt werden?

Generell müssen bei gemischt genutzten Gebäuden, die sowohl über Flächen mit Wohn- als auch Gewerbenutzung verfügen, jeweils separate Energieausweise für Wohn- und Gewerbeteil ausgestellt werden. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Gibt es zum Beispiel gewerblich genutzte Flächen in einem Wohnhaus, die nur einen sehr geringen Anteil an der Gesamtfläche haben oder werden die gewerberäume wohnähnlich genutzt (z.B. in Praxen, Kanzleien oder Büros), so kann ausnahmsweise für das gesamte Gebäude unter Einschluss dieser Gewerbeflächen ein Energieausweis für Wohngebäude erstellt werden. Umgekehrt gilt dies natürlich auch für große Gewerbeobjekte mit einem marginalen Wohnanteil (z.B. Hausmeisterwohnung). Hier kann auch ein Energieausweis für Nichtwohngebäude für das komplette Objekt ausgestellt werden.

Sie haben noch Fragen?

Sprechen Sie uns gerne an.