Gültigkeit des Energieausweises: Was Sie wissen müssen
Der Energieausweis ist ein wichtiges Dokument für Immobilienbesitzer, welches die Energieeffizienz einer Immobilie bewertet und Informationen über deren Energieverbrauch liefert. Bei Neuvermietung oder Verkauf muss er den Interessenten vorgelegt werden.
Bereits seit 2007 ist die Vorlage eines gültigen Energieausweises bei Verkauf oder Vermietung für fast jedes Gebäude erforderlich. Ein gültiger Energieausweis informiert potenzielle Käufer oder Mieter über die Energieeffizienz der Immobilie. Zudem kann er eine wichtige Grundlage zur energetischen Sanierung eines Gebäudes bilden.
Gesetzliche Grundlage
Seit Juli 2026 regelt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) die Anforderungen und Vorgaben für die Erstellung von Energieausweisen. Ab 2027 stellt das Gebäudemodernisierungsgesetz deutlich erweiterte Ansprüche an den Informationsumfang und die Bereitstellung des Energieausweises. Insgesamt soll eine höhere Vergleichbarkeit zwischen Gebäuden erzielt werden. Zu den veränderten und neuen Inhalten der Energieausweise zählen künftig:
- die betriebsbedingten CO₂-Emissionen
- der Anteil erneuerbarer Energien
- konkrete Modernisierungsempfehlungen
- mehr Digitalisierung und Maschinenlesbarkeit
Bestehende Energieausweise behalten ihre volle Gültigkeit. Sie müssen also nicht vorzeitig erneuert werden, nur weil neue Ausweise eingeführt werden.
Arten von Energieausweisen:
Es gibt zwei Arten von Energieausweisen: den verbrauchsorientierten und den bedarfsorientierten. Der Verbrauchsausweis basiert auf den Energieverbrauchsdaten der letzten 36 aufeinanderfolgenden Monate und spiegelt das tatsächliche Nutzerverhalten wider. Der Bedarfsausweis hingegen berücksichtigt die Gebäudeeigenschaften und berechnet den theoretischen Energiebedarf. Beide Energieausweise sind 10 Jahre gültig.
Ausstellung und Gültigkeit von Energieausweisen
Gemäß Gebäudemodernisierungsgesetz (§ 88 GModG) ist es ausschließlich Personen mit entsprechender Qualifikation gestattet, Energieausweise auszustellen. Immobilienbesitzer sollten frühzeitig planen und sicherstellen, dass ihr Energieausweis gültig ist und rechtzeitig aktualisiert wird.
Die Gültigkeit von Energieausweisen beträgt 10 Jahre ab dem Tag der Ausstellung (§ 79 Abs. 3 GModG). Informationen zum Ablaufdatum finden Sie auch auf dem Energieausweis selbst. Eine Verlängerung ist nicht möglich. Nach Ablauf der zehn Jahre muss ein neuer Energieausweis ausgestellt werden, wenn Sie die Immobilie verkaufen, neu vermieten oder verpachten möchten.
Änderungen an der Immobilie, z. B. Renovierungen oder energetische Sanierungen, können zu besseren Energiekennwerten im Ausweis führen. Eine Neuausstellung des Energieausweises ist in diesem Fall sinnvoll.
Wichtig:
Bestehende Energieausweise, die nach den Vorgaben des GEG erstellt wurden, behalten ihre volle Gültigkeit. Sie müssen also nicht vorzeitig erneuert werden, nur weil neue Ausweise eingeführt werden. Die neuen Vorgaben gemäß des Gebäudemodernisierungsgesetzes gilt für Ausweise die ab dem 1. Januar 2027 ausgestellt werden.

In vier Schritten zum Energieausweis
Sie erhalten Ihren rechtskonformen Energieausweis in nur vier einfachen Schritten:
1. Auswahl des geeigneten Energieausweises
2. Erfassung von Gebäudedaten und Bildern des Gebäudes über unser Online-Formular
3. Erstellung durch unser erfahrenes Kompetenzteam
4. Erhalt des Energieausweises per E-Mail
Ausnahmen
In gewissen Situationen können Immobilienbesitzer von der Verpflichtung zur Ausstellung des Energieausweises befreit sein. Dies trifft beispielsweise zu, wenn das Gebäude eine Nutzfläche von 50 Quadratmetern oder weniger hat. Weitere Ausnahmen sind im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) festgelegt.
Nichtbeachtung der Energieausweis-Pflicht
Es ist wichtig, gesetzliche Anforderungen und Fristen im Zusammenhang mit dem Energieausweis einzuhalten, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Vermieter oder Makler müssen den Energieausweis bei der ersten Besichtigung eines Hauses oder einer Wohnung unaufgefordert zeigen. Alternativ können sie ihn auch sichtbar aufhängen. Verstöße gegen diese Pflichten können mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.
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