07.05.2020 - Artikel
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Betriebskosten – was gehört dazu?

Heizung und Warmwasser stehen für den Löwenanteil der Nebenkosten. Dennoch lohnt sich auch der Blick auf die lange Liste der kleineren Posten. Sie reichen vom Breitband-TV bis zur Straßenreinigung. Mit unserem Überblick prüfen Mieter das Dokument im Handumdrehen.

Was kostet die Wohnung? Um das herauszufinden, müssen Mieter in Deutschland ganz unterschiedliche Zahlen im Blick behalten. Neben der monatlichen Miete fallen nämlich auch diverse Nebenkosten an. Abgerechnet werden diese in der jährlichen Heiz- und Nebenkostenabrechnung. Im Grunde lässt sich so daher auch erst am Ende eines Jahres berechnen, wie hoch die Wohnausgaben wirklich sind. 

‚Gefühlt‘ gilt immer: Sie sind zu hoch. Doch stimmt das wirklich? Mieter können hier ihre Wohnkosten mit wenigen Klicks selbst prüfen. Dafür stehen ihnen viele Quellen zur Verfügung: Örtliche Mietspiegel bieten zum Beispiel Vergleichswerte für die Monatsmiete. Und auch bei der Heizkostenabrechnung können Mieter selbstständig genauer prüfen. Wir zeigen wie! Die Prüfung der Abrechnung hilft zudem dabei, dass eigene Verbrauchsverhalten unter die Lupe zu nehmen und Einsparpotenziale zu entdecken. Auch hier haben wir einige Tipps gesammelt.

Heizung verursacht die Hälfte der Betriebskosten

Wenn Mieter zukünftig unterjährige Verbrauchsinformationen erhalten, dürften die Heizkosten noch stärker ins Bewusstsein rücken. Das ist auch gut so: Heizung und Warmwasser machen fast die Hälfte der Betriebskosten aus. Der Deutsche Mieterbund rechnet für das Jahr 2017 mit durchschnittlich 2,16 Euro Betriebskosten pro Quadratmeter. Davon gehen 1,03 Euro auf das Konto der Heizkosten. Hier das Verhalten anzupassen und zu sparen, lohnt sich also besonders.

Deutlich weniger Sparpotenzial haben die übrigen Betriebskosten, obwohl sie zusammen rund 50 Prozent der Nebenkosten ergeben. Erstens geht es um eine lange Liste kleiner Posten, die der Mieter einzeln anschauen muss. Zweitens handelt es sich oft um Leistungen, auf deren Höhe der Mieter keinen Einfluss hat. Dennoch gilt: Wer die Betriebskostenabrechnung in der Hand hat, kann sie auch kurz prüfen.

So prüfen Mieter die Betriebskostenabrechnung

  1. Stimmen Datum und Abrechnungszeitraum? 
    Die Betriebs- und Heizkosten werden jährlich für den zurückliegenden Abrechnungszeitraum berechnet, und zwar innerhalb von zwölf Monaten nach dessen Ende. Kommt die Abrechnung erst später, ist sie meist ungültig. 
  2. Was sagt mir die Heizkostenabrechnung?
    Die Kosten für Heizung und Warmwasser setzen sich aus einen Grundanteil und dem individuellen Verbrauch zusammen. Wir zeigen in der Übersicht, wie Mieter die Heizkostenabrechnung richtig lesen.
    Dazu kommen Kosten, die beim Betrieb der Heizung entstehen. Zudem entstehen auch durch die Anschaffung von Messtechnik zur Erstellung der individuellen Abrechnung kosten.
  3. Enthält die Abrechnung nicht umlagefähige Betriebskosten?
    Augen auf bei Posten, bei denen es um die Verwaltung der Immobilie geht! Diese dürfen nämlich nicht auf die Mieter umgelegt werden. Außerdem müssen die Nebenkosten immer verhältnismäßig sein. Bei Kosten für einen Gartenarchitekten oder eine tägliche Grundreinigung des Treppenhauses sollten Mieter genauer nachfragen.
  4. Sind die Betriebskosten umlagefähig?
    Die Betriebskostenverordnung regelt, welche Nebenkosten der Vermieter umlegen darf. Dazu zählen neben Heizung und Warmwasser:
  • Grundsteuer, 
  • Abwassergebühr und Wasserkosten, 
  • Aufzug, Müllabfuhr, 
  • Gebäudereinigung, 
  • Gartenpflege, 
  • Beleuchtung, 
  • Versicherungen, 
  • Hausmeister, 
  • Kabelanschluss, 
  • Waschraum, 
  • Schornsteinfeger, 
  • Straßenreinigung und Winterdienst, 
  • Trinkwasseranalyse oder Wartungskosten für Rauchmelder. 

Übrigens: Auch umlagefähige Nebenkosten dürfen Vermieter nur dann an die Mieter weiterreichen, wenn es im Mietvertrag so vereinbart ist.

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