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Digitalisierung

• Vollständige Übernahme des niederländischen Unternehmens FLINK Nederland mit derzeit rund 40 Experten • Erweiterung der strategischen Positionierung als Komplettanbieter für klimafreundliche Lösungen im Gebäudesektor

• Vollständige Übernahme des niederländischen Unternehmens FLINK Nederland mit derzeit rund 40 Experten • Erweiterung der strategischen Positionierung als Komplettanbieter für klimafreundliche Lösungen im Gebäudesektor Essen, 08.07.2025 – Der Immobiliendienstleister ista hat zum 07. Juli FLINK Nederland vollständig übernommen und erweitert damit seine Energiedienstleistungen rund um das Gebäude und im Gewerbe & Industrie Segment (Commercial & Industrial). FLINK wurde 2012 gegründet und hat sich in den vergangenen 13 Jahren zu einem etablierten Beratungsunternehmen für Energiebeschaffung mit Fokus auf Gewerbe- und Industrie-Kunden in den Niederlanden entwickelt. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Stärken beider Unternehmen zu kombinieren. „Die Übernahme von FLINK ergänzt unser eigenes Profil ideal und bildet eine neue, starke Plattform für nachhaltiges Energiemanagement. Der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Gewerbe und Industrie, in denen wir unseren Kunden ein künftig noch größeres Leistungsspektrum rund um klimafreundliche Lösungen anbieten können“, so Hagen Lessing, CEO von ista. Die Pläne von ista treffen auf eine wachsende Nachfrage: „Mit steigenden CO2- und Energiepreisen müssen Unternehmen klare Energiestrategien verfolgen. Um dieser Komplexität zu begegnen, können wir unseren Kunden die heute schon führenden Lösungen von FLINK anbieten“, so Lessing. Strategischer Schritt zum Komplettanbieter für Klimaschutz im Gebäude Damit treibt ista die Umsetzung ihrer Strategie voran, Komplettanbieter für klimafreundliche immobiliennahe Dienstleistungen zu werden. „Unsere Kunden wünschen sich einen Partner, der sie umfassend bei CO 2 -Reduktion, Digitalisierung und effizientem Immobilienmanagement unterstützt. Deshalb gehören zu unserem Leistungsspektrum künftig auch Energieberatung und -Umsetzung rund um die Themen Strategie, Energieeffizienzmaßnahmen und Beschaffung. So können sich unsere Kunden noch besser auf ihr Kerngeschäft konzentrieren", betont Lessing. ista hat ihr Produktangebot in den vergangenen Jahren bereits mehrfach erweitert und bietet unter anderem ESG-Datenmanagement, Energiemonitoring, intelligente Heizungssteuerung, EV-Charging sowie Messdienstleistungen für Strom, Gas und Fernwärme an. "Die Akquisition von FLINK ist für uns ein Meilenstein, um unsere Präsenz auf dem niederländischen und perspektivisch europäischen Markt weiter zu stärken. Wir wollen mit FLINK als eigenständige Einheit unser Energiedienstleistungsportfolio im Gewerbe- und Industriesektor weiter ausbauen. Hiermit können wir unseren Kunden noch umfassendere Energiedienstleistungen anbieten“, sagt Oliver Schlodder, Chief Sales Officer (CSO) & Mitglied des Vorstands von ista. „Wir freuen uns sehr darauf, das FLINK Team willkommen zu heißen und gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen“, kommentiert Schlodder. „Gleichzeitig können die Bestandskunden von FLINK von den Lösungen und Dienstleistungen von ista profitieren. Die Kompetenz und das Fachwissen von FLINK wird in Zukunft auch allen Kunden von ista zur Verfügung stehen.“ „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit ista, da sie perfekt zu den Wachstumsambitionen von FLINK und der steigenden Nachfrage auf dem Markt nach intelligenten, nachhaltigen und unabhängigen Energielösungen passt. Wir glauben an die Kraft langfristiger Visionen und strategischer Zusammenarbeit – mit ista haben wir einen Partner gefunden, der diese Vision nicht nur versteht, sondern auch teilt. Ich freue mich auf den vor uns liegenden Weg und darauf gemeinsam zu wachsen und noch mehr für unsere Kunden zu erreichen“, sagt Tijn Mutsaers, Managing Director von FLINK Nederland. Über FLINK Nederland Energie für die Zukunft – dafür setzen wir uns jeden Tag ein. Seit 2012 unterstützt FLINK Nederland Unternehmen bei der Lösung von Energiefragen – mit unabhängiger Beratung, intelligenter Technologie und entschlossener Begleitung. Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen für eine nachhaltige, effiziente und zukunftsorientierte Energienutzung. Mit über 40 Spezialist:innen und spezialisierten Marken verbinden wir fundierte Marktkenntnis mit transparenter Beratung – ohne versteckte Interessen. FLINK ist der Partner für Organisationen, die ihre Energiestrategie stärken möchten. Mehr Informationen: www.flinknederland.nl Tags Autor Jens Teschke weitere Artikel Artikel teilen


Nachhaltigkeit

Fortschrittsbericht 2024/25: ista treibt Dekarbonisierung im Gebäudesektor voran

• Leistungsspektrum von ista um E-Charging-Lösung erweitert • Anzahl der Unternehmen, die ESG-Manager nutzen, wächst binnen Jahresfrist von 60 auf 300 • Hohe Beteiligung am Corporate Volunteering Essen, 02.07.2025 – ista hilft bei der Dekarbonisierung des Gebäudesektors: Immobilien mit Heizkostenabrechnung von ista sparten 2023 durchschnittlich 12,33 Prozent CO 2 im Vergleich zum Basisjahr 2018 ein. Grundpfeiler dafür ist die durch digitale, fernablesbare Zähler hergestellte Transparenz. In 2024 waren mit rund 2,6 Millionen Haushalten bereits über die Hälfte der von ista betreuten Wohnungen digitalisiert – und damit vier Prozentpunkte mehr Haushalte als noch im Vorjahr. ista selbst arbeitet kontinuierlich an dem Ziel, 2030 netto komplett emissionsfrei zu sein: 2024 steigerte das Unternehmen den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch von 70,5 auf 80,3 Prozent. Die gesamten Treibhausgasemissionen (THG) reduzierten sich 2024 merklich um rund zwölf Prozent von 8.479 auf 7.442 Tonnen CO 2 -Äquivalente. Einen bedeutenden Anteil daran hat die Elektrifizierung der Flotte: Gut 72 Prozent des 357 Fahrzeuge umfassenden Fuhrparks fahren heute mit Hybrid- oder vollelektrischem Motor. Bis 2028 soll die gesamte Flotte elektrifiziert sein. „Wir sind unserem Ziel, bis 2030 emissionsfrei zu werden, wieder einen großen Schritt nähergekommen, wie unser 15. Fortschrittsbericht zeigt“, sagt Hagen Lessing, CEO von ista. „Nicht nur dort, sondern bei allen unseren Aktivitäten legen wir besonderes Augenmerk auf Transparenz, um der Wärmewende Schubkraft zu verleihen, sei es im Wohnungswesen, bei Gewerbeimmobilien oder bei öffentlichen Gebäuden.“ Wohnimmobilien: Energie- und Ressourceneffizienz im Fokus Mit smarten Lösungen und innovativen Technologien legte ista auch 2024 die Grundlage für mehr Energieeffizienz in Immobilien: Mit dem Service HeatPilot lassen sich auch ältere Heizungsanlagen intelligent betreiben. In einem eigenen Logistikzentrum in Deutschland ist HeatPilot seit mehr als zwei Jahren im Einsatz und bis heute konnten witterungsbereinigt im Schnitt 24,5 Prozent an Heizenergie eingespart werden. Aktuell hat die Stadt Essen von ista in drei Schulen HeatPilot installieren lassen, um die bestehenden Heizungen effizienter zu betreiben. Bereits mehr als 300 Unternehmen mit über 380.000 Liegenschaften in Deutschland nutzten 2024 zudem den ista ESG-Manager, der durch zentrale, konsistente Datenverwaltung manuelle Prozesse reduziert. Seit dem Vorjahr ist der Nutzerkreis damit deutlich gewachsen: 2023 hatten rund 60 Unternehmen mit etwa 7.000 Liegenschaften den ESG-Manager im Einsatz. Die integrierte Lösung zur automatisierten Bereitstellung von Wärmeverbrauchsdaten deckt rund 75 Prozent der emissionsrelevanten Informationen ab. Diese strukturierte Datenverwaltung bildet die Grundlage für ein effizientes und gesetzeskonformes ESG-Reporting, das neben regulatorischen Anforderungen insbesondere den individuellen Anforderungen von Finanzinstituten gerecht wird. In Kürze wird die Software auch in Dänemark und der Schweiz sowie künftig auch in weiteren Ländern zur Verfügung stehen. Ein weiterer neuer Service von ista ist die sogenannte Ressourcenschleuse: In Luxemburg werden damit erstmalig entstehende Abfallkosten gerecht auf Mieterinnen und Mieter aufgeteilt. Die Schleuse wird über handelsüblichen Restmüllcontainern in Mehrfamilienhäusern platziert. Nur mithilfe eines Transponders, der je einer Wohnung zugeordnet ist, kann sie geöffnet werden. Jeder Einwurf wird erfasst und kann somit pro Wohnung abgerechnet werden. Abfallkosten lassen sich so um bis zu 70 Prozent reduzieren. Breitere Aufstellung mit E-Charging-Lösung Mit der Übernahme von Chargemaker zur Jahresmitte 2024 treibt ista die Strategie voran, Komplettanbieter für klimafreundliche immobiliennahe Dienstleistungen zu werden. Denn Elektromobilität ist ein zentraler Hebel zur Reduktion von CO₂-Emissionen. Die 3.000 Ladepunkte von Chargemaker haben in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 20 Millionen Kilometer emissionsfreie Fahrtleistung ermöglicht – das entspricht einer Einsparung von über 3.100 Tonnen CO₂ im Vergleich zu konventionellen Antrieben. In den kommenden Jahren sollen es 25.000 Ladepunkte werden. Auch in Frankreich und im Vereinigten Königreich ist ista im Bereich der E-Ladeinfrastruktur aktiv. Im Vereinigten Königreich konnte das Unternehmen zudem das erste Power Purchase Agreement (PPA) schließen, bei dem das Logistikzentrum der Supermarktkette Farmfoods mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet wurde, die aus 1.250 Modulen auf 2.460 Quadratmetern besteht. Hohe Beteiligung am Corporate Volunteering Auch 2024 standen wieder soziale Aspekte der Nachhaltigkeit auf der Agenda vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ista. Sie leisteten 2024 insgesamt 4.360 Stunden gemeinnützige Arbeit bei verschiedenen Aktivitäten und Projekten. Beispielhaft steht „ista macht Schule“: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ista klären seit bereits acht Jahren in Schulen und Kitas über Energieverbräuche im Bereich Gebäude und Wohnen auf. Im Berichtsjahr 2024 haben 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 100 Stunden Zeit in zehn Einrichtungen in Deutschland investiert. Mittlerweile gibt es das Programm auch in Spanien und Polen. Im Rahmen verschiedener lokaler Initiativen wurden zudem insgesamt 19.244 neue Bäume gepflanzt. Beim Corporate Volunteering Day, der im Frühjahr 2025 gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz durchgeführt wurde, engagierten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Sitz von ista in Essen insgesamt 296 Stunden für Umwelt und Gesellschaft. Der ista Fortschrittsbericht 2024/25 Zum Fortschrittsbericht Tags Autor Jens Teschke weitere Artikel Artikel teilen


Produkte

ista und GdW kooperieren

ista und GdW kooperieren: Smarte Heizungssteuerung HeatPilot optimiert Heizverbrauch um bis zu 30 Prozent Essen, 12.06.2025 – Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. und der Immobiliendienstleister ista haben eine Kooperation geschlossen. Ziel ist es, die Dekarbonisierung in den Immobilienbeständen der GdW-Mitgliedsunternehmen zu unterstützen und die Energieeffizienz in den Heizungskellern zu steigern. Wohnungsunternehmen im GdW können nun die smarte Heizungssteuerung „ista HeatPilot“ zu besonderen Konditionen nutzen. Durch den Service lässt sich in nahezu jede Heizungsanlage optimieren. Ein übersichtliches Dashboard gewährleistet die Echtzeitüberwachung sowie Steuerung aus der Ferne. „Die Wärmewende im Gebäudebestand ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit – und sie beginnt im Heizungskeller. Mit der Kooperation zwischen GdW und ista schaffen wir einen einfachen, wirksamen Zugang zu intelligenter Heizungssteuerung für unsere Mitgliedsunternehmen. So lässt sich schnell und einfach CO₂ einsparen, ohne gleich umfassend sanieren zu müssen. Genau solche Ansätze braucht es jetzt, um bezahlbaren Klimaschutz im Bestand zu ermöglichen“, sagt Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des GdW. „Es gilt, keine Zeit zu verlieren, um die Wärmewende im Gebäudebestand voranzutreiben. Ein enormer Hebel liegt in den bestehenden Heizungsanlagen. Die meisten arbeiten nach Voreinstellung. Das heißt, sie produzieren den maximal erwarteten Wärmebedarf und nicht den tatsächlichen. Genau hier setzt unsere Heizungsoptimierung an. Sie ermittelt die optimale Heizkurve für die jeweilige Liegenschaft und passt den Betrieb mittels Wetter- und Temperaturdaten der Sensoren dynamisch an den Bedarf an. Auf diese Weise reduzieren wir Energiekosten und CO 2 -Emissionen“, sagt Detlev Bruns, CSO bei ista. Heizoptimierung für bis zu 30 Prozent weniger Energieverbrauch Die Lösung HeatPilot ist eine minimalinvestive Maßnahme, mit der die Energieeffizienz bestehender Anlagentechnik deutlich gesteigert und dauerhaft Einsparpotenziale realisiert werden können. Dies funktioniert bei nahezu allen gängigen Heizungsanlagen und Energieträgern. „Unsere Erfahrungen mit HeatPilot zeigen, dass sich mit der Lösung bis zu 30 Prozent Heizenergie und entsprechend CO 2 -Emissionen einsparen lassen, indem der Heizbetrieb dank intelligenter Steuerung rund um die Uhr vollautomatisch an den Wärmebedarf angepasst wird“, sagt Felix Geisler, Product Manager für HeatPilot bei ista. Kosten für HeatPilot deutlich unter Einsparungen Die Hardware wird direkt mit den vorhandenen Geräten wie Heizpumpen, Mischventilen und der bestehenden Steuerung verbunden. Dies ist – neben allen anderen für den Einsatz erforderlichen Aspekten wie Hardware und Bereitstellung der Daten im Dashboard – in der Servicegebühr enthalten, die ista für die Nutzung der smarten Heizungssteuerung berechnet. Deren Höhe richtet sich nach dem individuellen Einsparpotenzial sowie der Komplexität des Heizsystems bzw. der Installation. Das ermittelte Einsparpotenzial wird zwischen dem Wohnungsunternehmen und ista zu jeweils 50 Prozent aufgeteilt. Bietet eine Liegenschaft also ein Einsparpotenzial von 2.000 Euro pro Jahr, beträgt die jährliche Service-Gebühr 1.000 Euro. Bei mehreren Liegenschaften wird GdW-Mitgliedsunternehmen ein Rabatt in Form eines Mengenbonus gewährt. Einfaches Onboarding „Um das Einsparpotenzial zu berechnen und damit die Initiierung von HeatPilot so einfach wie möglich zu gestalten, haben wir einen Quick-Start-Guide entwickelt – eine formularbasierte Abfrage von wenigen Informationen zur jeweiligen Heizungsanlage. Wir benötigen insbesondere Angaben zum bisherigen Energieverbrauch, zum Wärmeerzeuger, zur aktuellen Heizungssteuerung sowie die Anzahl der Heizzentralen. Darauf basierend können wir schnell und verbindlich Aussagen treffen“, sagt Geisler. „Die Inbetriebnahme vor Ort erfolgt in der Regel binnen 10 bis 14 Wochen nach Beauftragung.“ Die im Kooperationsvertrag vereinbarten Leistungen sind an eine Mitgliedschaft im GdW geknüpft. Interessierte Wohnungsunternehmen im GdW können sich hier informieren: https://ista.ly/gdw Tags Autor Jens Teschke weitere Artikel Artikel teilen


Daten

Wo Transparenz herrscht, wird sparsamer geheizt

ista Deutschland-Index zeigt: Wo Transparenz herrscht, wird sparsamer geheizt Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen Vorreiter 51 Prozent wünschen sich tagesaktuelle Transparenz Mehrheit fordert politische Unterstützung für Klimaschutz und Sanierung Essen, 29.05.2025 – Viele Mieterinnen und Mieter tappen beim Energieverbrauch weiterhin im Dunkeln: Laut Deutschland-Index ( https://heiz-o-meter.de/deutschland-index ) von ista erhalten bundesweit nur durchschnittlich 41 Prozent der Haushalte eine monatliche Verbrauchsübersicht – obwohl sie längst ein Recht darauf hätten, wenn ihre Wohnung mit digitaler Messtechnik ausgestattet ist. Dabei zeigt sich: Wo digitale Informationen verfügbar sind, wird auch sparsamer geheizt – und so aktiv den Kosten entgegengewirkt. Wie stark Verbrauchstransparenz das Verhalten beeinflusst, zeigt auch eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von ista: Mehr als die Hälfte der Befragten würden noch sparsamer heizen, wenn ihnen nicht nur monatliche, sondern sogar tagesaktuelle Verbrauchsinformationen zur Verfügung stünden. „Transparenz ist der Schlüssel zu einem bewussteren Energieverbrauch“, betont Hagen Lessing, CEO von ista. „Nur wer seinen aktuellen Verbrauch kennt, kann sein Verhalten anpassen – und so effektiv Energie und Kosten zu sparen.“ Transparenz als Gegenmittel bei gestiegenen Brennstoffkosten Der Deutschland-Index zeigt interaktiv Daten zu Heizenergieverbrauch, witterungsbedingtem Bedarf, Heizverhalten sowie den Energieträgern. Er schlüsselt außerdem CO₂-Emissionen und -kosten und die regionale Verfügbarkeit digitaler Messinfrastruktur und Verbrauchsinformationen auf Ebene der Bundesländer und auf PLZ2-Ebene auf. Ein zentrales Ergebnis: In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sind die Preise bundesweit mit am höchsten. Dort zahlen Mieterinnen und Mieter mit bis zu 15 Cent am meisten pro Kilowattstunde Heizenergie. Gleichzeitig liegt dort der Anteil mit digitaler Messtechnik ausgestatteter Gebäude überdurchschnittlich hoch – zum Teil über 80 Prozent – und bis zu 63 Prozent der Haushalte erhalten regelmäßige Verbrauchsinformationen. Zugleich wird in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen im Vergleich zur restlichen Republik witterungsbereinigt am sparsamsten geheizt. Auch Brandenburg landet in der Liste der sparsamsten Bundesländer weit vorne. „Besonders wenn Heizkosten zur Belastung werden, wächst auch das Bewusstsein für Transparenz und Digitalisierung“, so Lessing. „Und umgekehrt: Wer Zugang zu aktuellen Verbrauchsdaten hat, kann gezielt gegensteuern – durch bewussteres Verhalten. Transparenz ist ein wirksames Steuerungsinstrument gegen steigende Energiekosten.“ Die Umfrageergebnisse unterstreichen: Je zeitnäher die Menschen über ihren Verbrauch informiert sind, desto stärker passen sie ihr Verhalten entsprechend an. Der positive Nebeneffekt: Das sparsamere Verhalten führt in den digitalisierten Regionen damit auch zu weniger CO₂-Emissionen. Gründe für unterschiedliche Entwicklungen bei den Brennstoffkosten Hintergrund sind die unterschiedlichen Entwicklungen bei den Brennstoffkosten, da die Preisniveaus erst mit erheblichen Zeitversatz bei den Verbrauchern ankommen: Die Energiepreisbremsen für Gas und Fernwärme sind Ende 2023 und die Mehrwertsteuerabsenkung Ende März 2024 ausgelaufen. Seit April 2024 gilt wieder der reguläre Preis und der volle Steuersatz von 19 Prozent. Für das Jahr 2024 ist bei Fernwärme die starke Steigerung zu spüren, da die Energiepreisbremse Fernwärme sogar zu günstigeren Preisen als vor der Krise geführt hatte. Hinzu kommt, dass bei der Zusammensetzung der Fernwärmepreise vieler Fernwärmenetze eine Kombination aus verschiedenen Energiequellen genutzt wird. Veränderungen bei den jeweiligen Energiekosten kommen mit Zeitversatz an, da die Verträge häufig langfristig abgeschlossen werden und Preissenkungen nur verzögert weitergegeben werden. Für Heizöl galt durchgehend der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Da Heizöl in der Regel nur einmal jährlich bestellt wird, hängen die tatsächlichen Kosten stark vom jeweiligen Kaufzeitpunkt ab. Zudem orientieren sich die Heizölpreise stärker an den internationalen Rohölmärkten als an saisonalen Schwankungen. Mehrheit fordert politische Unterstützung für Klimaschutz und Sanierung Effizientere Heizsysteme und energetische Sanierungen können die Emissionswerte noch deutlicher senken. Dieser Wunsch treibt die Verbraucher mehrheitlich an: Laut YouGov-Umfrage wünschen sich zwei Drittel (67 Prozent), dass die Bundesregierung energetische Gebäudesanierungen stärker fördert – um sowohl Klimaziele zu erreichen als auch Energie bezahlbar zu halten. „Die Menschen wollen mit anpacken – aber sie erwarten auch klare Rahmenbedingungen“, sagt Lessing. „Dazu gehört, dass klimafreundliches Verhalten durch gute Informationen und politische Unterstützung möglich gemacht wird.“ Klare Haltung der Bevölkerung: An Klimazielen festhalten 58 Prozent der Mieterinnen und Mieter sprechen sich klar dafür aus, dass Deutschland an den Klimazielen festhalten soll– und lehnen eine Orientierung an der klimapolitischen Abkehr der USA unter Präsident Trump ab. „Wenn wir Deutschland bis 2045 klimaneutral machen wollen, müssen wir beim Gebäudesektor ansetzen“, erklärt Lessing. „Dazu gehört, dass das Recht auf monatliche Verbrauchsinformation flächendeckend umgesetzt wird – und zwar nicht nur auf dem Papier.“ Tags Autor Jens Teschke weitere Artikel Artikel teilen


Daten

Heizkosten-​Prognoserechner

Heizkosten-Prognoserechner: Heute schon wissen, was morgen abgerechnet wird Fernwärmekunden zahlen für 2024 im rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr Fast zwei Drittel gehen von weiter steigenden Heizkosten aus 60 Prozent erwarten spürbare Mehrkosten durch CO ₂ -Preis Essen, 12.05.2025 – Der Immobiliendienstleister ista hat die ersten 900.000 erstellten Heizkostenabrechnungen analysiert und erwartet für viele Mieterinnen und Mieter ein neues Allzeithoch bei den Heizkosten. Der Hintergrund: Obwohl das neue Jahr längst angefangen hat, erhalten die meisten ihre Heizkostenabrechnung für 2024 erst zwischen Mai und Ende Dezember. Dabei ist Transparenz dringend gefragt, denn laut einer aktuellen YouGov-Umfrage sorgen sich fast zwei Drittel (60 Prozent) vor höheren Heizkosten in der kommenden Heizsaison. Insbesondere die Sorge vor höheren Kosten durch steigende CO ₂ -Preise nimmt zu: 60 Prozent gehen davon aus, dass die Mehrkosten spürbar werden. Wer schon jetzt Klarheit über die möglichen Heizkosten haben möchte, kann den kostenlosen Heizkosten-Prognoserechner 2024 ( www.heiz-o-meter.de/heizprognose ) nutzen. Hohe Heizkosten zu erwarten Insbesondere Fernwärme-Kunden müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für eine 70-m²-Musterwohnung liegen die Kosten mit durchschnittlich 1055 Euro rund 225 Euro über dem Vorjahresniveau (Gas 864 Euro (plus 53 Euro), Öl 892 Euro (minus 127 Euro). „Die höheren Preisniveaus kommen erst mit erheblichem Zeitversatz bei den Verbrauchern an, was eine Reaktion erschwert. Die tatsächlichen Abrechnungsdaten geben leider keinen Anlass zur Entwarnung, im Gegenteil. Viele Mieterinnen und Mieter werden für das Heizen ihrer Wohnung mehr zahlen müssen als je zuvor. Das sind weder Prognosen noch Schätzungen, sondern reale Daten aus tatsächlichen Abrechnungen“, sagt ista CEO Hagen Lessing. Hintergrund sind die unterschiedlichen Entwicklungen bei den Brennstoffkosten, da die Preisniveaus erst mit erheblichen Zeitversatz bei den Verbrauchern ankommen: Die Energiepreisbremsen für Gas und Fernwärme sind Ende 2023 und die Mehrwertsteuerabsenkung Ende März 2024 ausgelaufen. Seit April 2024 gilt wieder der reguläre Preis und der volle Steuersatz von 19 Prozent. Für das Jahr 2024 ist bei Fernwärme die starke Steigerung zu spüren, da die Energiepreisbremse Fernwärme sogar zu günstigeren Preisen als vor der Krise geführt hatte. Hinzu kommt, dass bei der Zusammensetzung der Fernwärmepreise vieler Fernwärmenetze eine Kombination aus verschiedenen Energiequellen genutzt wird. Veränderungen bei den jeweiligen Energiekosten kommen mit Zeitversatz an, da die Verträge häufig langfristig abgeschlossen werden und Preissenkungen nur verzögert weitergegeben werden. Für Heizöl galt durchgehend der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Da Heizöl in der Regel nur einmal jährlich bestellt wird, hängen die tatsächlichen Kosten stark vom jeweiligen Kaufzeitpunkt ab. Zudem orientieren sich die Heizölpreise stärker an den internationalen Rohölmärkten als an saisonalen Schwankungen. Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten deutliche Preissteigerungen Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von ista zeigt, wie groß die Unsicherheit bei den Mieterinnen und Mietern für die kommende Heizsaison ist: 42 Prozent der Befragten rechnen mit einem Anstieg ihrer Heizkosten um bis zu 20 Prozent. Weitere 18 Prozent erwarten sogar eine Steigerung von mehr als 20 Prozent. Nur 22 Prozent gehen von gleichbleibenden Preisen aus, während lediglich 3 Prozent sinkende Heizkosten erwarten. Sorge vor höheren Kosten beeinflusst Heizverhalten Vor diesem Hintergrund zeigt die Umfrage auch, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in der kommenden Heizsaison mehr auf ihr Heizverhalten achten wollen: So gaben 47 Prozent der Befragten an, künftig sparsamer heizen zu wollen, um Heizkosten zu senken. 16 Prozent möchten ihr Heizverhalten aus Klimaschutzgründen anpassen. Ein Viertel der Befragten legt hingegen größten Wert auf ein behagliches Zuhause und will dafür mögliche Mehrkosten in Kauf nehmen. CO₂-Kosten gewinnen an Bedeutung Auch der steigende CO₂-Preis scheint im Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher angekommen zu sein: 60 Prozent der Mieterinnen und Mieter gehen davon aus, dass dies spürbare Auswirkungen auf ihre Kosten haben wird. Nur 15 Prozent erwarten moderate Steigerungen, und nur 8 Prozent stufen den Effekt als vernachlässigbar ein. Zwei Rechner in einem – Heiz- und CO₂-Kosten einfach ermitteln Um eine grobe Schätzung der zu erwartenden Heiz- und CO₂-Kosten zu erhalten, können Verbraucherinnen und Verbraucher eigene Informationen zu Kosten und Verbrauch eingeben oder mit vorgeschlagenen Mittelwerten arbeiten. Die Nutzung des Tools ist kosten- und registrierungsfrei. Die Besonderheit: Im Gegensatz zu anderen Prognoserechnern basiert die Prognose auf 900.000 realen, bereits von ista fertiggestellten Abrechnungen von 2024. „Wir ermöglichen Transparenz: Verbraucherinnen und Verbraucher können schon jetzt sehen, welche Kosten sie voraussichtlich erwarten – und so ihr Verhalten für die kommende Heizsaison frühzeitig anpassen“, sagt Hagen Lessing, CEO ista SE. Tags Autor Jens Teschke weitere Artikel Artikel teilen


Daten

Heizkosten-Bilanz für 2024: Fernwärme rund 30% teurer

Heizkosten-Bilanz 2024: Fernwärme rund 30 Prozent teurer als im Vorjahr Große Unterschiede in der Preisentwicklung von Fernwärme, Erdgas und Heizöl Mehrbelastung für durchschnittliche Fernwärmekunden von bis zu 225 Euro Leichter Kostenanstieg bei Gas (+ 53 Euro), Rückgang bei Öl-Heizungen (- 127 Euro) Repräsentative Umfrage: Mieterinnen und Mieter fordern mehr Verbrauchstransparenz Essen, 12.05.2025 – Die Heizkostenabrechnung für das Jahr 2024 wird für viele Mieterinnen und Mietern zu einer unangenehmen Überraschung: Insbesondere Fernwärme-Kunden müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für eine 70-m²-Musterwohnung liegen ihre Kosten mit durchschnittlich 1055 Euro rund 225 Euro über dem Vorjahresniveau (Gas 864 Euro (plus 53 Euro), Öl 892 Euro (minus 127 Euro)). Hintergrund für die unterschiedlichen Entwicklungen bei den Brennstoffkosten sind das Auslaufen der Energiepreisbremsen und der Mehrwertsteuersenkung für Fernwärme und Gas. Das hat eine Auswertung von Heizkostenabrechnungen von rund 900.000 Wohnungen ergeben, die der Immobiliendienstleister ista bereits für das Jahr 2024 erstellt hat. Mittel den gestiegenen Kosten entgegenzuwirken, fehlen vielfach: Ein Großteil der Mieterinnen und Mieter sind noch immer schlecht über ihren Energieverbrauch und dessen Kosten informiert. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage von YouGov im Auftrag von ista, erhalten 72 Prozent keine monatliche Verbrauchsübersicht, 67 Prozent wissen nicht, dass sie bei entsprechender Messtechnik einen gesetzlichen Anspruch darauf haben. Dabei würden 51 Prozent der Befragten sparsamer heizen, wenn sie nicht nur monatliche, sondern sogar tagesaktuelle Verbrauchsinformationen hätten. „Viele Menschen haben fälschlicherweise den Eindruck, dass sich die Lage an den Energiemärkten entspannt hat. Dieser Eindruck trügt, wie die Analyse unsere Daten zeigt. Transparente, bessere und aktuellere Informationen zum Verbrauch und zu den Kosten sind wichtiger denn je“, so ista CEO Hagen Lessing. „Verbraucher müssen wissen, wie sich ihr Heizverhalten auf die Kosten auswirkt – und das möglichst aktuell, am besten jeden Tag. Nur dann können sie bewusst entscheiden, ob und wie sie Energie sparen. Die neue Bundesregierung sollte zügig die notwendigen rechtlichen Schritte einleiten, um den Mieterinnen und Mietern in Deutschland dieses wichtige Werkzeug zur Verfügung zu stellen.“ So viel zahlen Mieterinnen und Mieter für die Heizkosten 2024 in einer 70qm Wohnung: Fernwärme: 1.055 Euro für Heizung und Warmwasser – ein Anstieg um 27 % gegenüber 2023, im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2021 rund 311 Euro mehr Öl: 892 Euro – 12 % weniger als im Vorjahr, aber immer noch deutlich über dem Niveau von 2021 ( plus 305 Euro ) Gas: 864 Euro – leichter Anstieg gegenüber 2023 ( + 7 % ), aber rund 278 Euro mehr als noch 2021 Hintergrund sind die unterschiedlichen Entwicklungen bei den Brennstoffkosten, da die Preisniveaus erst mit erheblichen Zeitversatz bei den Verbrauchern ankommen: Die Energiepreisbremsen für Gas und Fernwärme sind Ende 2023 und die Mehrwertsteuerabsenkung Ende März 2024 ausgelaufen. Seit April 2024 gilt wieder der reguläre Preis und der volle Steuersatz von 19 Prozent. Für das Jahr 2024 ist bei Fernwärme die starke Steigerung zu spüren, da die Energiepreisbremse Fernwärme sogar zu günstigeren Preisen als vor der Krise geführt hatte. Hinzu kommt, dass bei der Zusammensetzung der Fernwärmepreise vieler Fernwärmenetze eine Kombination aus verschiedenen Energiequellen genutzt wird. Veränderungen bei den jeweiligen Energiekosten kommen mit Zeitversatz an, da die Verträge häufig langfristig abgeschlossen werden und Preissenkungen nur verzögert weitergegeben werden. Für Heizöl galt durchgehend der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Da Heizöl in der Regel nur einmal jährlich bestellt wird, hängen die tatsächlichen Kosten stark vom jeweiligen Kaufzeitpunkt ab. Zudem orientieren sich die Heizölpreise stärker an den internationalen Rohölmärkten als an saisonalen Schwankungen. Aktuelle Daten aus dem Heiz-O-Meter: Deutschland heizt genauso viel wie in der letzten Heizsaison Mit dem 2023 eingeführten ista Heiz-O-Meter ( https://heiz-o-meter.de/ ) hat das Unternehmen ein einzigartiges und leicht verständliches Instrument für mehr Datentransparenz zu Themen rund ums Heizen geschaffen. Es ist die einzige Datenquelle in Deutschland, die den aktuellen Heizenergieverbrauch noch während der laufenden Heizperiode ermittelt. Dafür wertet das ista Heiz-O-Meter laufend aktuelle Verbrauchsdaten von mehr als 500.000 Haushalten aus. Diese werden anonymisiert, gewichtet und mit Daten des Deutschen Wetterdienstes abgeglichen. So entstehen jeden Monat hochaktuelle, repräsentative und witterungsbereinigte Verbrauchsdaten für Deutschland, die einzelnen Bundesländer und die 20 größten Städte. „Unsere ista-Heiz-O-Meter Daten zeigen klar, wie sich Verbrauch und Kosten entwickeln. Sie helfen Mieterinnen und Mietern, ihre Heizkosten besser einzuordnen und bewusster zu handeln“, erklärte Lessing. Die aktuellen Ergebnisse des ista Heiz-O-Meters zeigen, dass Deutschland in der aktuellen Heizsaison (September 2024 bis März 2025), witterungsbereinigt genauso viel und nicht sparsamer heizt als in der vergangenen Saison. „Sparsam heizen lohnt sich immer: Bereits 1 Grad weniger Heizen kann Einsparungen von 6 Prozent bringen. Mit einem steigenden CO₂-Preis werden diese Einsparungen in Zukunft noch gewichtiger“, erklärt Lessing. Tags Autor Jens Teschke weitere Artikel Artikel teilen


Elektromobilität

Mobilitätswende: Fehlende Lademöglichkeit zu Hause

Mobilitätswende: Vielen Mieter:innen in Deutschland fehlt Lademöglichkeit zu Hause Mieter:innen laden ihr E-Auto am häufigsten im öffentlichen Raum Preis, Reichweite und fehlende Lademöglichkeit zu Hause sind größte Hindernisse für Umstieg auf E-Autos ista stellt Weichen zum führenden Anbieter von Ladeinfrastruktur im Immobiliensektor Essen, 26.02.2025 – Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der E-Auto-Fahrer:innen in Deutschland lädt ihren Wagen bei sich zu Hause. Nicht ganz so leicht haben es dabei Mieter:innen mit einem E-Auto: Nur etwa ein Drittel von ihnen lädt das Gefährt an der heimischen Steckdose oder Wallbox. Die meisten von ihnen laden ihr E-Auto am häufigsten an öffentlichen Ladepunkten (48 Prozent). Anders sieht das Bild bei E-Auto-Nutzerinnen aus, die im Eigentum leben: Eine deutliche Mehrheit von knapp 70 Prozent lädt den Wagen zu Hause. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov Anfang Februar unter mehr als 2.000 Befragten für ista durchgeführt hat. Häufigste Umstiegshürden: Anschaffungspreis und Reichweite, gefolgt von der Lademöglichkeit zu Hause Nur fünf Prozent der Befragten gaben an, „vollelektrisch“ unterwegs zu sein – hinzu kommen noch einmal vier Prozent mit Mild- oder Vollhybridantrieb (ohne externes Aufladen) und drei Prozent mit Plug-In-Hybrid. Aktuell fährt mit rund 70 Prozent eine deutliche Mehrheit der Deutschen einen Wagen mit Verbrennungsmotor. Fragt man die Verbrenner-Fahrer:innen, was sie vom Umstieg auf ein Auto mit Elektroantrieb abhält, so sind deren zu hoher Anschaffungspreis (37 Prozent) und die zu niedrige Reichweite (29 Prozent) die meistgenannten Gründe. Auf dem dritten Platz (27 Prozent) folgt die fehlende Lademöglichkeit zu Hause. Besonders auffällig: Von den E-Auto-Nutzer:innen, die zur Miete wohnen, bemängeln 37 Prozent die bei sich zu Hause fehlende Lademöglichkeit. Zum Vergleich: Nur elf Prozent derjenigen E-Auto-Fahrer:innen, die im Eigentum leben, fehlt die heimische Lademöglichkeit. „Fehlende Lademöglichkeiten im Mietwohnungsbestand sind für die Mobilitätswende in Deutschland eine spezielle Herausforderung. Immerhin leben hierzulande mehr als die Hälfte der Menschen zur Miete – in einigen Großstädten ist die Quote noch einmal deutlich höher und liegt beispielsweise in Berlin bei über 80 Prozent“, sagt Christoph Klinck, Tribe Lead Commercial & Industrial bei ista. „Bei aller Berechtigung für den Ausbau öffentlicher Ladepunkte und von Schnellladesäulen verdient die Elektrifizierung der Stellplätze von Mietshäusern mehr Aufmerksamkeit und erfordert von allen Beteiligten neue Ansätze und Lösungen – gefragt sind Politik und Verwaltung genauso wie Immobilien-Projektentwickler und Eigentümer.“ Mehr Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum nach wie vor gefragt Nach dem eigenen Zuhause laden E-Auto-Fahrer:innen ihren Wagen derzeit am häufigsten an öffentlichen Ladesäulen (28 Prozent), bei der Arbeit (12 Prozent) oder entlang von Autobahnen (10 Prozent). Fragt man danach, wo ihnen Lademöglichkeiten fehlen, so ist die häufigste Antwort mit 41 Prozent der öffentliche Raum – also etwa am Straßenrand oder auf Parkplätzen. Am zweithäufigsten wird der Arbeitsplatz (26 Prozent) genannt, gefolgt von Autobahnen (25 Prozent) und bei sich zu Hause (20 Prozent). „Die Mobilitätswende kann nur gesamtgesellschaftlich gelingen. Um die vielen Mieter:innen in diesem Land mitzunehmen muss die dafür notwendige Ladeinfrastruktur auch bei ihnen zu Hause verfügbar sein“, sagt Klinck. „Das bezahlbarste E-Auto nutzt wenig, wenn die Menschen es nicht laden können, ohne ihren Lebensalltag dafür deutlich umzustellen, um beispielsweise regelmäßig am Supermarkt zu laden. Der Ausstattung des privaten und halböffentlichen Raums mit Ladepunkten kommt daher eine Schlüsselrolle zu.“ ista akquiriert Chargemaker und will führender Anbieter für Ladeinfrastruktur im Gebäudesektor werden Anfang August 2024 hatte ista die Chargemaker GmbH vollständig erworben und damit das Engagement im Bereich der Ladeinfrastruktur erheblich ausgeweitet. Das Unternehmen, das zum Zeitpunkt der Übernahme rund 2.000 Ladepunkte betrieb, soll bis 2030 mit Investitionen von bis zu 30 Millionen Euro zum führenden Anbieter von Ladeinfrastruktur im Immobiliensektor in Deutschland entwickelt werden – dafür ist die Errichtung und der Betrieb von rund 25.000 Ladepunkten geplant. Die gebäudenahe Ladeinfrastruktur sowohl für Wohn- als auch für Gewerbeimmobilien ergänzt damit das Leistungsspektrum von ista als Komplettanbieter klimafreundlicher immobiliennaher Dienstleistungen, zu denen weiterhin etwa ESG-Datenmanagement, intelligente Heizungssteuerung sowie Messstellenbetrieb für Strom, Gas und Fernwärme gehören. Tags Autor Jens Teschke weitere Artikel Artikel teilen


Heizen

Heizkosten 2024: Erdgas, Heizöl und Fernwärme fast doppelt so teuer wie vor der Energiekrise – Transparenz gefordert

Heizen bleibt teuer: Energiepreise nach wie vor auf Krisenniveau Brennstoffpreise für Erdgas, Heizöl und Fernwärme 2024 knapp doppelt so hoch wie vor der Energiekrise (2021) Mehrkosten von bis zu 330 Euro für 70-m2-Wohnung mit Fernwärme in 2024 gegenüber 2021 Bei Wohnungen mit Öl bis zu 288 Euro, mit Gas bis zu 220 Euro mehr Repräsentative YouGov-Umfrage von Mitte Januar 2025 zeigt: Mehrheit der Mieter:innen weiß nicht, welche Heizkosten auf sie zukommen 74 % erhalten keine monatliche Verbrauchsübersicht, 68 % kennen ihren Anspruch darauf nicht ista-CEO Hagen Lessing ruft zu deutlich mehr Transparenz beim Heizverbrauch auf: „Aktuelle Verbrauchsinformationen sind wichtiger Teil des Verbraucherschutzes“ Essen, 14. Februar 2025 – Die Preise für Erdgas, Heizöl und Fernwärme haben sich seit 2021, dem letzten Jahr vor der Energiekrise, im Durchschnitt knapp verdoppelt. Das wirkt sich im Dreijahresvergleich auf die Verbrauchsabrechnungen der Mieter:innen für Heizung und Warmwasser mit Mehrkosten von bis zu 330 Euro für das Jahr 2024 aus. Mieter:innen einer 70 Quadratmeter großen Musterwohnung mit Gasheizung müssen 2024 rund 220 Euro für Heizung und Warmwasser oder 36 Prozent mehr zahlen als noch 2021. Bezieht die Wohnung Fernwärme, werden fast 330 Euro mehr fällig. Das entspricht einem Anstieg von rund 42 Prozent in nur drei Jahren. Im Fall einer Ölheizung liegen die Mehrkosten bei gut 288 Euro (+47 Prozent). Diese Zahlen hat der Immobiliendienstleister ista SE mit Sitz in Essen anhand von Abrechnungen von rund drei Millionen Wohnungen der Jahre 2021 bis 2023 ermittelt. „Es gab und gibt immer wieder Berichte über eine vermeintliche Entspannung an den Energiemärkten. Das könnte manche Mieterin und manchen Mieter in falscher Sicherheit wiegen. Deshalb halten wir bei ista es für wichtig, mit unseren Daten möglichst große Transparenz zu schaffen. Auch darüber, dass sich die allermeisten Mieterinnen und Mieter für 2024 auf erhebliche Mehrkosten im Vergleich zum letzten Vorkrisenjahr 2021 einstellen müssen,“ sagte ista-CEO Hagen Lessing zur Veröffentlichung der aktuellen Kostenvergleiche. Die Ergebnisse einer repräsentativen YouGov-Umfrage von Mitte Januar 2025 im Auftrag von ista zeigen, wie groß die aktuelle Unsicherheit der Mieter:innen über ihre zu erwartende Kostenbelastung ist: Mehr als die Hälfte gibt an, nicht zu wissen, welche Heizkosten tatsächlich auf sie zukommen. „Verbraucherinnen und Verbraucher müssen zeitnah wissen, wie ihr Heizverhalten die Kosten beeinflusst. Nur wenn sie wissen, wie viel sie laufend verbrauchen, können sie bei Bedarf noch während der Heizperiode Anpassungen vornehmen und so Einfluss auf ihre Kosten nehmen. Die große Unsicherheit der Mehrheit der Mieterinnen und Mieter muss dringend beseitigt werden. Dafür gibt es schnell umsetzbare Lösungen“, betonte Lessing. Wie schon bei vorherigen Umfragen weisen noch immer 74 Prozent der Befragten darauf hin, dass sie keine monatliche Verbrauchsübersicht für Heizung und Warmwasser erhalten. 68 Prozent wissen noch nicht einmal, dass sie darauf einen grundsätzlichen Rechtsanspruch hätten. Jedenfalls dann, wenn ihr Wohnhaus über digitale, fernauslesbare Messtechnik verfügt. Diese Voraussetzung ist für Mieter:innen in von ista betreuten Wohnungen in mehr als 78 Prozent der Wohngebäude in Deutschland erfüllt. „Die technischen Voraussetzungen sind meist schon vorhanden oder werden in Kürze erfüllt. Deshalb wird es dringend Zeit, das technisch und rechtlich Mögliche jetzt auch konsequent umzusetzen und mit aktuellen Verbrauchsinformationen einen aktiven Beitrag zum Verbraucherschutz zu leisten“, so Lessing. Kostensteigerungen bei allen Energieträgern Auf Basis realer Heizkostenabrechnungen hat ista die Entwicklung der Heizkosten seit 2021, dem letzten Jahr vor der Energiekriese analysiert. Für die Abrechnung 2024, die den Mieter:innen in diesem Jahr zugeht, wurden Daten des Statistischen Bundesamts zu Brennstoffpreisen herangezogen und gleiche Verbräuche wie im Vorjahr zugrunde gelegt. Im Ergebnis sind die Heizkosten bei allen Energieträgern – Erdgas, Fernwärme und Heizöl – deutlich gestiegen. Für eine typische 70-m²-Wohnung ergeben sich folgende Kostenberechnungen, inklusive Warmwasser: Zwischen 2021 und 2024 stiegen die durchschnittlichen Heizkosten bei Erdgas um 36 % – von etwa 615 Euro auf 835 Euro pro Jahr für eine typische 70-m²-Wohnung. Dies ist vor allem auf den um 65 % gestiegenen Energiepreis zurückzuführen (von 6,1 Cent/kWh auf 10,1 Cent/kWh).Auch bei Fernwärme stiegen die Heizkosten zwischen 2021 und 2024 erheblich – um 42 %, von etwa 778 Euro auf 1.109 Euro pro Jahr. Der Hauptgrund ist der massive Anstieg des Energiepreises um 70 % (von 10 Cent/kWh auf 17 Cent/kWh). Die Heizölkosten stiegen in diesem Zeitraum um 47 %, von etwa 616 Euro auf 905 Euro pro Jahr. Dies ist auf einen um 71 % gestiegenen Energiepreis zurückzuführen (von 6 Cent/kWh auf 10,3 Cent/kWh). „Die drastischen Kostensteigerungen bei allen Energieträgern zeigen, wie wichtig es ist, dass Verbraucherinnen und Verbraucher ihren Heizverbrauch so aktuell wie möglich nachvollziehen können“, so Lessing. Die Umfrage unterstreicht dies deutlich: Fast die Hälfte (49 %) der Mieter:innen würde weniger heizen, wenn sie aktuelle Informationen über ihren Verbrauch hätten. Lessing: „Die beste Lösung sind tagesaktuelle Verbrauchsinformationen – ebenso leicht zugänglich wie der Kontostand in einer Banking-App. Technisch können wir dies umsetzen. Es fehlen aber noch die rechtlichen Voraussetzungen. Hier ist jetzt der Gesetzgeber gefordert.“ Preisentwicklung: Jüngere Generationen deutlich schlechter informiert Die repräsentative Umfrage zeigt auch, dass jüngere Menschen weniger gut über gestiegene Heizkosten Bescheid wissen als ältere: Lediglich 62 % der GenZ (18 – 28 Jahre) glauben, dass die Preise für Heizenergie seit 2021 gestiegen sind. Dagegen sind sich 86 % der Boomer (60+ Jahre) dessen bewusst, gefolgt von 79 % der GenX (44 – 59 Jahre) und 65 % der Millennials (29 – 43 Jahre). Die Zahlen belegen offenkundige Informationslücken – insbesondere bei jüngeren Mieter:innen. Aktuelle Daten aus dem Heiz-O-Meter: Deutschland heizt nicht sparsamer als in der letzten Heizsaison Mit dem 2023 eingeführten ista Heiz-O-Meter (https://heiz-o-meter.de/) hat das Unternehmen ein einzigartiges und leicht verständliches Instrument für mehr Datentransparenz zu Themen rund ums Heizen geschaffen. „Unsere ista-Heiz-O-Meter Daten zeigen klar, wie sich Verbrauch und Kosten entwickeln. Sie helfen Mieter:innen, ihre Heizkosten besser einzuordnen und bewusster zu handeln“, erklärte Lessing. Die aktuellen Ergebnisse des ista Heiz-O-Meters zeigen, dass Deutschland in der aktuellen Heizsaison (September 2024 bis Januar 2025), genauso viel und nicht sparsamer heizt als in der vergangenen Saison. „Sparsam heizen lohnt sich immer: Bereits 1 Grad weniger Heizen kann Einsparungen von 6 Prozent bringen. Mit einem steigenden CO₂-Preis werden diese Einsparungen in Zukunft noch gewichtiger. Das Jahr hat gerade erst angefangen, die Hälfte der Heizsaison liegt noch vor uns – Verbraucherinnen und Verbraucher können also noch einen spürbaren Unterschied bewirken,“ erklärt Hagen Lessing, CEO von ista. Tags Autor Jens Teschke weitere Artikel Artikel teilen


ista ESG-Manager wächst signifikant

ista ESG-Manager wächst signifikant und unterstützt Finanzierungsprozesse Individuelles Banken-Reporting für Finanzierungsprozesse Mehr als 250.000 Einheiten auf der Plattform Weitere Funktionalitäten in der Pipeline: Planung von Klimapfaden und Erweiterung des CSRD-Reportings Essen, 20.01.2025 – Der ESG-Manager erhält neue Features, darunter ein Benchmarking nach CRREM (Carbon Risk Real Estate Monitor) und eine Reporting-Funktionalität, die insbesondere den Nachweis von Nachhaltigkeitskennzahlen im Finanzierungsprozess erheblich erleichtert. Ab 2025 erweitert zudem die Planung von Klimapfaden die Funktionsbandbreite. Die Anfang 2023 gestartete ESG-Datenplattform von ista ist zudem signifikant gewachsen und hat die eigenen Ziele übertroffen: Mittlerweile nutzen den ESG-Manager rund 150 Kunden, die mehr als 14.000 Liegenschaften mit über 250.000 Einheiten verwalten. Die größte Nutzergruppe stellen dabei kommunale Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und Wohnungsverwalter dar. Banken-Reporting jenseits internationaler Standards Mit dem ESG-Manager lassen sich Verbräuche, Emissionen und Kosten verlässlich, schnell und effizient portfolioweit oder auf Gebäudeebene überblicken, analysieren und etwa für die gängigen Reporting-Standards nutzen. Eine Besonderheit: Die Datengrundlage ist bei ista bereits vorhanden, wird im Rahmen der Messdienstleistungen kontinuierlich erhoben und muss so nicht erst aufwändig eingespeist werden. Neben der dadurch erzielbaren Transparenz über Emissionen und Benchmarking-Möglichkeiten wird das Funktionalitätsspektrum des ESG-Managers im Rahmen von Entwicklungspartnerschaften mit den Nutzern zielgerichtet weiterentwickelt, so etwa die Reporting-Funktionalität um im Finanzierungsprozess einfach und schnell an Banken berichten zu können. „ESG-Nachweise für Kreditgeber stellen aktuell und absehbar eine große Herausforderung für die Wohnungswirtschaft dar. In Gesprächen mit unseren Nutzern hat sich mehr und mehr herauskristallisiert, dass Reportings nach internationalen Standards – wie sie von kapitalmarktorientierten Unternehmen häufig angewendet werden – für viele Akteure in der Fläche oft nicht zielführend sind“, sagt Daniel Glubrecht, Product Owner des ESG-Managers bei ista. „Die nachzuweisenden Nachhaltigkeitskriterien unterscheiden sich von Bank zu Bank oder sogar von Finanzierung zu Finanzierung ganz erheblich und haben oft nur geringe Schnittmengen. Mit dem ESG-Manager bieten wir nun eine Möglichkeit, die Erhebung von Informationen für Banken im Finanzierungsprozess deutlich zu erleichtern.“ In einem intuitiven Dialog können Nutzer:innen die für die jeweilige Finanzierung relevanten Informationen auswählen und der ESG Manager erstellt sodann auf Knopfdruck einen Auszug aus der aktuellen, vorliegenden Datenbasis. So wird ein individuelles Reporting ermöglicht, ohne dass einzelne Daten aus verschiedenen Quellen mühsam und händisch zusammengesucht werden müssen. Optimierte Bestandsmodernisierung mit Planung von Klimapfaden Eine weitere Funktionalität, die direkt den Entwicklungspartnerschaften entspringt, ist die Planung von Klimapfaden, deren Start für 2025 geplant ist. Gebäudeeigentümer können damit energetische Modernisierungsmaßnahmen simulieren, deren Effekte auf einzelne Immobilien oder Portfolios abschätzen und so ihre Bestandsmodernisierung optimiert planen. Bereits heute bietet der ESG-Manager zudem ein Benchmarking nach CRREM. Dieses visualisiert, wann Bestände angesichts des 1,5-Grad-Ziels ihren Stranding-Moment erleben und wann die Eigentümer entsprechend reagieren müssen, um diesen zu verzögern bzw. abzuwenden. Auch ein CSRD-Reporting (Corporate Sustainability Reporting Directive der EU) gehört zum Funktionsumfang und wird derzeit noch erweitert. Tags Autor weitere Artikel Artikel teilen


Digitalisierung

Änderungen in 2025: Deutschland wird digitaler

Änderungen im Jahr 2025: Deutschland wird digitaler Digitalisierung hält Einzug in weitere Lebensbereiche Bereits 78 Prozent der Wärmezähler in deutschen Mehrfamilienhäusern digitalisiert In 42 Prozent aller Wohnungen erhalten Mieter:innen bislang keine monatliche Information zum Heizverbrauch, obwohl dies technisch möglich wäre Sachsen mit höchster Digitalisierungsquote, Baden-Württemberg ist Schlusslicht Das kommende Jahr steht im Zeichen der Digitalisierung und des Komforts. Zum Jahreswechsel stehen einige Neuerungen an, bei denen Deutschland digitaler wird. Beim Thema Digitalisierung des Wärmeverbrauchs steht Deutschland bereits gut dar, doch es gibt noch Verbesserungspotenzial bei der Bereistellung des monatlichen Heizupdates. Erfassung des Wärmeverbrauchs: Schon heute mehrheitlich digital 78 Prozent der Wärmezähler in deutschen Mehrfamilienhäusern sind digitalisiert. Damit nimmt Deutschland anders als in den meisten anderen Bereichen der Digitalisierung bei der digitalen Erfassung des Wärmeverbrauchs einen Spitzenplatz in Europa ein. Die Quote ergibt sich aus dem Deutschland-Index des Immobiliendienstleisters ista ( https://heiz-o-meter.de/deutschland-index ). Die digitale Anwendung zeigt in einer Deutschlandkarte, zu welchen Anteilen der Wärmeverbrauch in Deutschland bereits digital und fernauslesbar erfasst wird. Technik ungenutzt: Vielen Mieter:innen entgehen bislang Vorteile der Verbrauchstransparenz Sobald digitale und fernauslesbare Messgeräte im Einsatz sind, haben Mieter:innen einen gesetzlichen Anspruch darauf, monatlich aktuell über den eigenen Verbrauch informiert zu werden. Vielen Mieter:innen aber auch Vermieter:innen ist das offenbar nicht bewusst: Von den Wohnungen, die bereits über digitale, fernauslesbare Technik verfügen, erhalten nur 42 Prozent der Mieter:innen Informationen über ihren monatlichen Wärmeverbrauch. Die Mehrheit (58 Prozent) ist zwar mit digitaler Infrastruktur ausgestattet, die vorgeschriebene monatliche Verbrauchsinfo erhalten die Mieter:innen allerdings nicht. Der Service muss von der Vermieterin oder dem Vermieter beauftragt werden. Verbrauchstransparenz eine Frage des Wohnorts Bei der digitalen Wärmeverbrauchserfassung liegt innerhalb Deutschlands Sachsen mit einer Quote von 87 Prozent an der Spitze, gefolgt von Hamburg (84 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (83 Prozent). Auf den letzten drei Plätzen liegen Bayern (71 Prozent), das Saarland (71 Prozent) und Schlusslicht Baden-Württemberg (70 Prozent). Aktuelle Verbrauchsinformationen erhalten in vielen Bundesländern Deutschlands deutlich weniger Menschen als technisch möglich wäre. Während in Sachsen immerhin bereits 60 Prozent der Mieter:innen monatliche Übersichten bekommen, sind es im Saarland nur 15 Prozent. Digitalisierung hält Einzug in weitere Lebensbereiche: Die elektronische Patientenakte kommt Nachdem Rezepte seit Beginn 2024 auf der Versichertenkarte gespeichert und dann papierlos in der Apotheke eingelöst werden können, sollen gesetzlich Versicherte 2025 auch eine elektronische Patientenakte erhalten. Darin werden sämtliche Gesundheitsdaten zentral hinterlegt, um den Informationsaustausch zwischen Ärzt:innen zu erleichtern. Behördengänge: Reduktion durch digitale Prozesse Einfacher werden soll auch die Beantragung von Ausweisdokumenten. Passbilder für Personalausweis oder Reisepass können künftig digital an Ämter übermittelt oder gar vor Ort in speziellen Automaten erstellt werden. Auch Erinnerungen per Mail sind fortan möglich, wenn das Ablaufdatum von Ausweisen näher rückt. Einige Wege zum Amt entfallen zudem künftig, wenn auch teilweise wiederum durch analoge Prozesse: Neue Pässe können auch postalisch zugestellt werden. Echtzeitüberweisungen: Nutzung des Potenzials von Digitalisierung Ab Herbst 2025 kann Geld innerhalb des Euro-Raums flächendeckend bei allen Banken in Echtzeit überwiesen werden. Der Empfang muss schon ab 9. Januar möglich sein. Außerdem dürfen diese Überweisungen nicht teurer sein als ihr klassisches Pendant. Damit wird bei Bankgeschäften eine bereits verfügbare Technologie in der Breite nutzbar. Vermieteralltag: Entlastung durch Digitalisierung Für Vermieter:innen eröffnet das Bürokratieentlastungsgesetz IV Raum für digitalere Prozesse: Es berechtigt sie mit Wirkung zum 1. Januar, den Mietparteien die Belege zur Betriebskostenabrechnung digital zur Einsichtnahme bereitzustellen. Papiervorlagen können entfallen. Tags Autor Jens Teschke weitere Artikel Artikel teilen